Euro-Bund Future: Abwärtsdruck



12:02 20.02.18

Der Euro-Bund Future befindet sich im seit Dezember bestehenden Abwärtstrend bereits in der Nähe seiner Tiefs aus dem letzten Jahr um 157 Prozent. Wegen der bevorstehenden Emission zahlreicher neuer Rentenpapiere könnten die Anleihen weiterhin unter Druck geraten, um Angebot und Nachfrage in Einklang zu bringen.

Für die Anleihen geht es am Dienstag bislang nach unten. Damit gingen die Marktteilnehmer vor einer bevorstehenden Emissionsflut in Deckung. So bringt Spanien eine Anleihe mit einer Laufzeit von 30 Jahren heraus, die nach Einschätzung von Experten auf den Bundesanleihen lasten könnte. Der große Brocken kommt in dieser Woche aber aus den USA, denn das dortige Schatzamt möchte in den nächsten Tagen 258 Milliarden US-Dollar an Geldmarktpapieren und Treasuries am Markt platzieren. Die große Frage dabei sei, so Experten, ob das aktuelle Renditeniveau am US-Anleihenmarkt bereits ausreiche, um für genügend Nachfrage zu sorgen. Anderenfalls könnten die Anleihen weiterhin zur Schwäche neigen, um Angebot und Nachfrage in Einklang zu bringen. Im Chart lässt sich ein gültiger Abwärtstrend darstellen, der aktuell zwischen 156,40 und 158,50 Prozent beschrieben werden kann. Als erstes Ziel der Fortsetzung der seit Mitte Dezember fallenden Tendenz kann das Tief von Mitte letzten Jahres bei 157,11 Prozent gelten. Darunter könnte ein auf weitere Sicht fallender Euro-Bund Future bis 152 Prozent nachgeben. Unsere Mitte Januar erstmals vorgestellte Idee, mit der WKN VL6BT0 auf einen fallenden Euro-Bund Future zu setzen, notiert im Gewinn. Der vorgestellte Mini Future Short notiert zur Stunde an der Börse Stuttgart zum Geldkurs von 10,40 Euro und liegt seit der ersten Vorstellung mit rund 20 Prozent im Plus. Wer in der Erwartung eines fallenden Euro-Bund Futures in dieser spekulativen Position investiert bleiben möchte, kann durch Nachziehen des risikobegrenzenden Stoppkurses einen Gewinn von fast 10 Prozent absichern.

Euro-Bund Future (Tageschart in Prozent) Tendenz:
Wichtige Chartmarken
Widerstände: 158,78 / 160,00 / 160,17 / 160,97 / 162,04
Unterstützungen: 157,70 / 157,67 / 157,11 / 156,86 / 155,69

Mit einem Mini Future Short (WKN VL6BT0) können risikofreudige Anleger, die von einem fallenden Euro-Bund Future ausgehen, mit einem Hebel von 15,3 überproportional davon profitieren. Der Abstand zur Stopp-Loss-Barriere beträgt aktuell 5,7 Prozent. Der Einstieg in diese spekulative Position bietet sich dabei stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an. Dieser kann aktuell über dem im Chart dargestellten Widerstand im Basiswert bei 158,80 Prozent platziert werden. Im Mini Future Short ergibt sich ein Stoppkurs von 9,64 Euro. Ein Ziel nach unten könnte sich um 152 Prozent befinden. Das weitere Chance-Risiko-Verhältnis der spekulativen Idee beträgt 5 zu 1.

Strategie für fallende Kurse
WKN: VL6BT0
Typ: Mini-Future Short
akt. Kurs: 10,40 - 10,41 Euro
Emittent: Vontobel
Basispreis: 168,424 Prozent
Basiswert: Euro-Bund Future
KO-Schwelle: 167,093 Prozent
akt. Kurs Basiswert: 158,04 Prozent
Laufzeit: Open end
Kursziel: 16,44 Euro
Hebel: 15,3
Kurschance: + 58 Prozent
Order über Börse Stuttgart

Bei Mini Future und Open End Turbo findet aufgrund der unbegrenzten Laufzeit ggf. eine tägliche Anpassung von Basispreis und Barriere statt. Ebenso können sich Basispreis und Barriere bei einem Future als Basiswert beim Wechsel auf den nächsten Future ändern. Weitere Informationen finden sich auf der Produktseite des Emittenten.




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Über den Autor
 
Autor: Jürgen Sterzbach Jürgen Sterzbach,
boerse-daily.de

Das Auf und Ab an den Finanzmärkten faszinierte Diplom-Volkswirt univ. Jürgen Sterzbach schon seit jeher. Mit der Charttechnik fand er ein geeignetes Instrument, die Veränderungen der Kurse erklären zu können. Fundamentale und volkswirtschaftliche Daten geben ihm dabei den passenden Analyserahmen. Der studierte Wirtschaftswissenschaftler, der sich im Studium auf Geldpolitik und Ökonometrie fokussierte, schreibt als freier Journalist und ständiger Marktbeobachter seit mehreren Jahren über Aktien, Zertifikate, Hebelprodukte und weitere strukturierte Finanzanlagen. Analysen und Beobachtungen zur Wirtschaftslage und zum Börsengeschehen veröffentlicht er unter anderem im monatlich erscheinenden Finanz-Informationsdienst „Finanzen und Börse“ (www.finanzen-und-boerse.de). Sein Anliegen ist es, komplexe Sachverhalte einfach und für jedermann verständlich darzustellen. Mit Fachjargon Anschein zu schinden liegt ihm nicht – klare Worte dagegen umso mehr. Sein Wissen bringt er in den professionellen Trading-Diensten der Financial Services Group ein und veröffentlicht dort ebenso werthaltige Sonderpublikationen wie „Technische Analyse“ und „Schnellkurs Zertifikate“. Seine erfolgreichen Strategien zeigt er nun exklusiv im Expertenteam von Börse Daily im donnerstags erscheinenden Newsletter „Trends“, der unter anderem bereits von der australischen Investmentbank Macquarie an seine Kunden versendet wurde.

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