DAX: Alle Zeichen stehen auf Baisse



13:10 23.02.18

Liebe Leser,


in Deutschland hat die Zahl der Aktionäre im Jahr 2017 deutlich zugenommen, berichtet das Deutsche Aktieninstitut. Nur in den vom Neuen Markt geprägten Jahren 2000 und 2001 gab es mehr aktive Börsianer in Deutschland. Damals folgte eine Baisse, in deren Verlauf der DAX um über 70% fiel, während sich der Neue Markt förmlich in heiße Luft auflöste. Wahrscheinlich wird es den zahlreichen neugebackenen Aktionären dieses Mal kaum besser ergehen als damals. 

Aktienmärkte sind keine Einbahnstraße

Denn eine unumstößliche Tatsache lautet: Aktienmärkte sind keine Einbahnstraße, sondern zyklisch. Das heißt auf Haussen folgen Baissen und umgekehrt. Aber je länger eine Hausse anhält, desto mehr gerät diese einfache, aber offenbar schwer zu akzeptierende Wahrheit in Vergessenheit, und neue Anleger strömen an den Markt. Dabei sollte es eigentlich umgekehrt sein. Denn mit der Dauer einer Hausse wird die Wahrscheinlichkeit einer Trendumkehr immer größer.

Topformationen kündigen Baissen an

Bevor eine Baisse beginnt, kommt es fast immer zu einer mehr oder weniger ausgeprägten Distributionsphase, die auf den Charts als Topformation erkennbar wird. Darunter versteht man eine in großen Schwüngen verlaufende Seitwärtsbewegung einer Aktie oder eines Index, die oft viele Monate dauert und eine relativ klare Untergrenze hat, die idealerweise horizontal verläuft. Genau dieses Bild zeigt der Kursverlauf des DAX, wie Sie auf dem folgenden Chart sehen.

DAX, 2016 bis 2018Beim DAX zeichnet sich eine Topformation ab, deren Untergrenze bei rund 12.000 Punkten verläuft, und die inzwischen schon fast ein Jahr dauert. Quelle: StockCharts.com

Die Untergrenze der Formation verläuft bei rund 12.000 Punkten und ist durch eine blaue Linie gekennzeichnet. Die Formation beginnt im März 2017, sie entwickelt sich also schon seit fast einem Jahr. Bestätigt wird diese Interpretation des Kursverlaufs durch die nach unten überrollende 200-Tage-Durchschnittslinie (blaue Kurve). Ein klassisches Baissesignal entsteht, wenn der DAX die Untergrenze der Formation unterschreitet.

Die Untergrenze der Formation verläuft bei rund 12.000 Punkten und ist durch eine blaue Linie gekennzeichnet. Die Formation beginnt im März 2017, sie entwickelt sich also schon seit fast einem Jahr. Bestätigt wird diese Interpretation des Kursverlaufs durch die nach unten überrollende 200-Tage-Durchschnittslinie (blaue Kurve). Ein klassisches Baissesignal entsteht, wenn der DAX die Untergrenze der Formation unterschreitet.

Dieses Mal ist sogar ein seltener Aktiencrash möglich

In sehr seltenen Fällen bleibt eine solche Topformation aus, und es kommt stattdessen zu einem Börsencrash. In den vergangenen 100 Jahren war das nur 1929 und 1987 der Fall. Interessanterweise zeigten die Kursverläufe im Vorfeld dieser beiden Crashs nahezu identische Muster. 

Beginnend mit dem schnellen Kursrückgang im Februar 2018 folgt der Dow Jones Industrial Average im Moment erneut diesem Muster. Damit besteht jetzt also die sehr seltene Möglichkeit, dass sich die Aktienmärkte auf einen Börsencrash zubewegen. Die spannenden Details dazu und wie Sie sich darauf vorbereiten, lesen Sie in der am 20. Februar 2018 erschienenen Ausgabe meines Börsenbriefes Krisensicher Investieren.



Gold zeigt hingegen ein überaus bullishes Bild

Geradezu spiegelbildlich zu der Topformation des DAX verhält sich der Kursverlauf des Goldpreises. Auf dem hier nicht abgebildeten Goldchart zeigt sich nämlich eine sehr mächtige Bodenformation, die ich hier vorige Woche bereits thematisiert habe.

Während die Zeichen an den Aktienmärkten auf Sturm stehen, kündigt sich im Edelmetallsektor also eine große Hausse an. Aus Gründen, deren Darstellung den Umfang dieses Beitrags sprengen würde, vermute ich, dass die sich hier ankündigende Goldhausse mit der Hausse der Jahre 2001 bis 2011 wird mithalten können. Damals hat sich der Goldpreis mehr als versechsfacht, während der Goldminenindex um sagenhafte 1.486% gestiegen ist. Alle Details zu meinem Goldminen-Depot finden Sie in Krisensicher Investieren - jetzt 30 Tage kostenlos testen.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende,

Herzliche Grüße,

Ihr

Claus Vogt, Chefredakteur Krisensicher Investieren

P.S.: Auf Haussen folgen Baissen und umgekehrt, vergessen Sie das gerade jetzt nicht.

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Claus Vogt, der ausgewiesene Finanzmarktexperte, ist zusammen mit Roland Leuschel Chefredakteur des kritischen, unabhängigen und konträren Börsenbriefs Krisensicher Investieren.

2004 schrieb er ebenfalls zusammen mit Roland Leuschel das Buch "Das Greenspan Dossier" und die „Inflationsfalle“. Mehr zu Claus Vogt finden Sie hier.

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Über den Autor
 
Autor: Claus Vogt Claus Vogt
Claus Vogt ist zusammen mit Roland Leuschel Chefredakteur des Börsenbriefes Krisensicher Investieren. Er hat die langfristige Goldhausse 2001 richtig vorhergesagt. Gemeinsam mit Roland Leuschel hat er in den Jahren 2000 und 2007 nicht nur rechtzeitig vor dem Platzen der Spekulationsblasen an den weltweiten Aktien- und Immobilienmärkten gewarnt, sondern auch jetzt wieder die aktuelle Krise 2016 richtig prognostiziert. Bereits im Dezember 2015 hat er in Krisensicher Investieren auf den Beginn der Goldhausse hingewiesen und insbesondere den Goldminenaktien atemberaubende Chancen prognostiziert. Claus Vogt ist Buchautor (Das Greenspan Dossier, Die Inflationsfalle) und ehemaliger Finanzanalyst einer internationalen Großbank. Weitere Informationen unter: www.krisensicherinvestieren.com

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