Anleihen: Zinsanstieg legt Pause ein



07:12 24.02.18


Der Anleihemarkt zeigt sich in dieser Woche wieder fester. Die Inflation wird anziehen, glaubt man am Markt, aber in moderatem Tempo. 23. Februar 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Nach vielen Wochen rückläufiger Anleihekurse und anziehender Zinsen ist der Markt in dieser Woche von einer gegenläufigen Bewegung geprägt. "Der Zinsanstieg hier und in den USA scheint erst einmal ausgebremst", stellt Arthur Brunner von der ICF Bank fest. Zwar sei es klar, dass die Zeit der ultralockeren Geldpolitik vorbei sei, eine "krasse" Zinswende werde aber nicht erwartet. 

Der Euro-Bund-Future liegt am Freitagmittag bei 159,16 nach 157,76 Prozent vor einer Woche. Zehnjährige Bundesanleihen werfen wieder nur 0,70 Prozent ab nach 0,77 Prozent am vergangenen Freitag. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries, die zuvor auf fast 3 Prozent geklettert war, liegt wieder bei nur 2,89 Prozent. "Es war wichtig, dass die psychologisch wichtige 3 Prozent-Marke nicht erreicht wurde", meint Brunner. Nach vielen turbulenten Woche ist am Anleihehandel dann auch Ruhe eingekehrt. "Es ist wenig los", stellt Gregor Daniel von der Walter Ludwig Wertpapierhandelsbank fest. 

Nichts Neues von den Notenbanken

Neue Impulse von der US-Notenbanksitzung Ende Januar, deren Protokoll in dieser Woche veröffentlicht wurde, blieben aus: "Bei der Fed wurde nicht nur der Wechsel an der Spitze vollzogen, sondern auch das Zinsniveau bestätigt", bemerkt Klaus Stopp von der Baader Bank. "Die anschließenden Kommentare ließen allerdings nicht darauf schließen, dass man Zweifel an der bisherigen Markterwartung - mehrere Zinsanhebungen im Laufe des Jahres - hegen muss."
Indessen wirkt sich Stopp zufolge die Steuerreform von Trump, die niedrigere Einnahmen und eine höhere Verschuldung zur Folge haben wird, an den Kapitalmärkten aus. Die US-Regierung habe in dieser Woche mit insgesamt 258 Milliarden US-Dollar so viele Anleihen emittiert wie noch nie in einer Woche. "Damit steigt auch der Aufwärtsdruck für die Renditen und die Aussicht auf weitere Leitzinserhöhungen." 

Italien-Wahl kein großes Thema

Nach Ansicht von Marius Schad von der HSH Nordbank wird in den kommenden Tagen Zurückhaltung der Investoren den Markt bestimmen. "Mit der Italien-Wahl am 4. März und dem Ergebnis des SPD-Mitgliederbefragung zur Großen Koalition werfen wichtige politische Ereignisse ihre Schatten voraus", erklärt der Analyst. In Italien sei zum gegenwärtigen Stand sowohl ein Sieg der europaskeptischen als auch der europafreundlichen Kräfte möglich. "Die Renditen für italienische Staatsanleihen zeigen sich noch unbeeindruckt, sollten in der kommenden Woche jedoch unter Beobachtung stehen." 

Stabile Mittelmeeranrainer  

Gut an kam eine neue Anleihe Spaniens mit Laufzeit von 30 Jahren und Kupon von 2,7 Prozent (WKN A19W01), wie Brunner berichtet. "Die Nachfrage war sehr groß." Die Stückelung liegt bei 1.000 Euro. Unterdessen hat Moody`s das Rating für Griechenland von Caa2 auf B3 hochgesetzt. Größere Auswirkungen auf die alten (WKN A1G1UA) und neuen Griechenland-Anleihen (WKN A19MEC, A19WF3) hat das Daniel zufolge aber nicht. Die 2017 begebene Anleihe mit Laufzeit bis 2022 und Kupon von 4,375 Prozent (WKN A19MEC) notiert ohnehin schon deutlich über Pari bei aktuell 103,895 Prozent.

DanielDaniel  

Beliebte Sixt-Anleihe

Sehr gut angenommen wird Daniel zufolge die neue Sixt-Anleihe mit Kupon vom 1,5 Prozent und Laufzeit von sechs Jahren (WKN A2G9HU). 

Brunner meldet rege Umsätze in der Baywa-Hybridanleihe (WKN A2GSM1), die bei einem Kupon von 4,25 Prozent aktuell eine Rendite von 2,73 Prozent bietet und 2022 gekündigt werden kann. "Das ist für Anleger immer noch interessant", stellt der Händler fest. Gewinnmitnahmen beobachtet er unterdessen heute bei Anleihen von Fresenius (WKN A19B3G) und Renault (WKN A1804Q). 

von: Anna-Maria Borse
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