Winklevoss-Zwillinge fordern mehr Regulierung



09:12 19.03.18

Eines der heißesten Themen in der Kryptobranche ist derzeit die Regulierung. Wie der Umgang mit digitalen Währungen geregelt werden soll, beschäftigt nicht nur die verschiedenen Aufsichtsbehörden. Unter den Krypto-Anlegern gehen die Meinungen zu dem Thema weit auseinander. Jetzt schalten sich die Bitcoin-Protagonisten der ersten Stunde ein, die Winklevoss-Zwillinge.

Auf der jüngsten Bitcoin-Krypto-Konferenz der Frankfurt School of Finance hätten die Ansichten der Experten zur Regulierung nicht unterschiedlicher sein können. Die Puristen unter den Krypto-Fans wollen gar keine Regulierung, um die Entwicklung der digitalen Währungen voranzubringen. Dagegen fordern selbst eingefleischte Krypto-Befürworter wie Professor Sandner vom Veranstalter ein Mindestmaß an Regulierung, um das Vertrauen in den Markt zu stärken.



In vielen Ländern schreitet die Regulierung bereits voran, um Missbrauch zu verhindern. Zahlreiche ICOs, insbesondere aus Asien und den USA, sind Pleite gegangen und rufen die Aufsicht auf den Plan. In die Diskussion haben sich auch die berühmten Bitcoin-Pioniere, die Zwillinge Cameron und Tyler Winklevoss eingeschaltet. Sie haben die größte digitale Währung berühmt gemacht und als alternatives Zahlungsmittel eingeführt. Nun fordern sie nicht nur für ihr „Baby“ eine Selbstregulierung, sondern für die gesamte Krypto-Branche.

Mehr Verantwortung übernehmen

In einem Blogpost sagen die Winklevoss-Zwillinge, dass ein Mangel an Kontrolle und die Veränderungen des sich entwickelnden Marktes sie inspiriert hat, von der Kryptobranche selbst mehr verantwortungsvolles Finanzmanagement, Transparenz, Cybersicherheit und Dokumentation zu verlangen. Die Selbstregulierung sollte aber parallel zu externer Regulierung praktiziert werden und sie nicht ausschließen, so die Winklevoss-Brüder. Sie glauben, dass ein durchdachtes Regelwerk der nächste logische Schritt zur Reifung dieses Marktes ist.

Mit diesem Vorschlag wird auf die Warnung der amerikanischen Aufsichtsbehörde, der Securities and Exchange Commission (SEC), reagiert, die sich die Transaktionen intensiv anschaut und damit drohen könnte, gegen Krypto-Währungen und -Börsen vorzugehen. „Wenn auf einer Plattform digitale Währungen und Wertpapiere gehandelt werden und diese als Börse nach dem Börsengesetz agiert, muss die Plattform sich als nationale Wertpapierbörse registrieren oder sich von der Registrierung befreien lassen“, mahnt die SEC. Auf die Branche dürfte daher wohl eine Menge Arbeit zukommen, aber am Ende dürfte eine gute Regulierung die Spreu vom Weizen in der Kryptobranche trennen können und Betrüger keine Chance haben.

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Autor: Feingold-Research Feingold-Research
Die beiden ehemaligen FTD- und Börse Online-Redakteure Benjamin Feingold und Daniel Saurenz haben zusammen das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort stellen die beiden Kapitalmarktexperten und Journalisten ihre Marktmeinung, Perspektiven und Strategien inklusive konkrete Produktempfehlungen vor. In zwei Musterdepots werden die eigenen Strategien mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert (feingold-research.com).

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