Fresenius: Akron-Übernahme geplatzt



15:23 23.04.18

Fresenius zieht Konsequenzen aus den Untersuchungen gegen den US-Generikahersteller Akron. Er hätte die zweitgrößte Übernahme der Firmengeschichte werden sollen. Anleger reagieren erleichtert. Mit einem Open End Turbo Long auf die Fresenius-Aktie kann sich jetzt eine Trading-Chance von 161 Prozent ergeben.

Die seit rund einem Jahr geplante und 4,4 Milliarden Euro teure Übernahme von Akorn durch Fresenius ist geplatzt. Die Bad Homburger beschlossen, die Vereinbarung mit dem US-Generikaherstellers zu kündigen, da der Konzern mehrere Voraussetzungen nicht erfüllt habe. Das teilte Fresenius am Sonntagabend mit und bezog sich dabei unter anderem auf die Untersuchungen, welche die Bad Homburger wegen angeblicher Verstöße Akrons gegen Vorgaben der Gesundheitsbehörde FDA zur Datenintegrität in der Produktentwicklung eingeleitet hatten. Diese würden Belege für ein schwerwiegendes Fehlverhalten liefern. Auch ein Angebot, diese Entscheidung aufzuschieben, um Akron die Gelegenheit zu geben, die eigene Prüfung abzuschließen und weitere Informationen bereitzustellen, habe Akron abgelehnt, so dass sich Fresenius dazu gezwungen sah, die zweitgrößte Übernahme seiner Unternehmensgeschichte nach dem Zukauf der spanischen Krankenhauskette Quironsalud abzusagen.

Kein Klotz mehr am Bein

Anleger reagierten bereits vor kurzem erleichtert darüber, dass Fresenius von diesen Plänen Abstand nahmen könnte. Analysten hatten Akorn gar als Klotz am Bein bezeichnet, der sich bis zuletzt hemmend auf den Aktienkurs ausgewirkt hatte. Auf die Jahresprognose hat das Scheitern der Übernahme keine Auswirkung, denn diese war ohnehin noch nicht darin enthalten. Quartalszahlen legt Fresenius am 3. Mai vor. Ebenso könnten die Anleger nun gespannt sein, nach welchen neuen Zielen sich Fresenius umschaut, nachdem der Vorstandsvorsitzende Stephan Sturm auf der Bilanzpressekonferenz Ende Februar angedeutet hatte, dass es Alternativen zur Akorn-Übernahme geben würde. Für die Fresenius-Aktie ging es seit Ende März und einem Tief bei 58,96 Euro wieder aufwärts. Ein Sprung über 68 Euro wäre als bedeutend zu bewerten, da die Aktie die Abwärtstendenz beenden und die 200-Tage-Linie wieder unter sich bringen würde. Ein Ziel nach oben könnte sich am Hoch von Juni letzten Jahres um 80 Euro befinden.

Fresenius (Tageschart in Euro) Tendenz:
Wichtige Chartmarken
Widerstände: 66,30 // 67,16 // 70,78 // 80,07
Unterstützungen: 65,44 // 63,70 // 61,18 // 58,96

Wer nach dem Abbruch der Akorn-Übernahme von einer steigenden Fresenius-Aktie ausgeht, kann mit einem Open End Turbo Long (WKN HU9C5T) mit einem Hebel von 7,6 überproportional davon profitieren. Der Abstand zur Stopp-Loss-Barriere beträgt aktuell 13,0 Prozent. Beachtet werden sollte beim Einstieg in eine spekulative Position ein risikobegrenzender Stoppkurs. Dieser könnte anfangs bei 64,50 Euro im Basiswert platziert werden und befindet sich unter den zuletzt markierten Tiefs. Im Open End Turbo Long ergibt sich daraus ein Stoppkurs bei 0,75 Euro. Bei einem Schlusskurs über 68 Euro könnte dieser auf Einstandsniveau nachgezogen werden. Ein Trading-Ziel könnte sich um 80 Euro befinden. Für diese spekulative Idee ergibt sich ein Chance-Risiko-Verhältnis von 11 zu 1.

Strategie für steigende Kurse
WKN: HU9C5T
Typ: Open End Turbo Long
akt. Kurs: 0,87 - 0,88 Euro
Emittent: HVB / Uni Credit
Basispreis: 57,1807 Euro
Basiswert: Fresenius
KO-Schwelle: 57,1807 Euro
akt. Kurs Basiswert: 65,69 Euro
Laufzeit: Open end
Kursziel: 2,30 Euro
Hebel: 7,6
Kurschance: + 161 Prozent
Quelle: HVB / UniCredit


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Über den Autor
 
Autor: S. Feuerstein S. Feuerstein,
Hebelzertifikate-Trader

Stephan Feuerstein ist Chefredakteur des Hebelzertifikate-Traders (www.hebelzertifikate-trader.de) und Herausgeber des Strategie-Traders (www.strategie-trader.de). In beiden Briefen steht das Trading mit Derivaten im Vordergrund, wobei alle Trades jeweils am Vortag angekündigt werden und beim Hebelzertifikate-Trader in einem Echtgeld-Musterdepot real gehandelt werden.

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