EUR/USD: Draghi redet Euro schwach



15:35 23.04.18

Starker Dollar, schwacher Euro. Der Wechselkurs von Euro (EUR) in US-Dollar (USD) ist zwei Einflüssen ausgesetzt, die in der selben Richtung wirken. Die Notierungen fallen und brachen technisch aus dem Aufwärtstrend nach unten aus. Dass sich die Aussichten jetzt gedreht haben, dafür gab es fundamentale Gründe.

Fundamental: Während die steigenden Anleihezinsen den US-Dollar stärkten, schwächten auf die Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi den Euro. Beim IWF-Treffen meinte er, dass Protektionismus auch ein Risiko für die Eurozone sei und die EZB vorsichtig bleiben müsse, wenn es um das Ende ihres großen geldpolitischen Stimulierungsprogramms gehe. Die EZB setzt sich am Donnerstag wieder zusammen, um über den Euro-Leitzins zu beraten. Eine Änderung der Geldpolitik ist zwar nicht zu erwarten, doch umso aufmerksamer werden die Anleger die Aussagen verfolgen, wie es mit dem nur noch bis September laufenden Anleihekaufprogramm weitergehen soll. Ebenso meinte Draghi, dass die jüngsten Konjunkturdaten andeuten würden, dass das Wachstum in der Eurozone seinen Höhepunkt erreicht habe.

Technisch: Seit Mitte letzter Woche geht es hier mit großen Schritten abwärts. Der Euro-Dollar-Wechselkurs brach aus dem Aufwärtstrend, der zuletzt zwischen 1,235 und 1,317 US-Dollar beschrieben werden konnte, nach unten aus, nachdem er Anfang April noch dessen Unterseite knapp über 1,22 US-Dollar bestätigt hatte. An der Oberseite lassen sich die Hochs bereits seit Januar mit einer absteigenden Gerade um aktuell 1,24 US-Dollar zusammenfassen. Sollte der Wechselkurs jetzt unter 1,22 US-Dollar fallen, wo sich seitdem eine Supportzone gebildet hatte, könnten weitere Abgaben bis um 1,195 US-Dollar folgen, die stärker ausfallen könnten, wenn die Federal Reserve ihr Tempo bei den Zinsschritten erhöht, was zuletzt durch die US-Politik in Frage gestellt worden war, wodurch der Wechselkurs keine Richtung mehr fand.

EUR/USD (Tageschart in US-Dollar) Tendenz:
Wichtige Chartmarken
Widerstände: 1,241 // 1,245 // 1,248 // 1,254
Unterstützungen: 1,222 // 1,221 // 1,216 // 1,192

Mit einem Open End Turbo Short (WKN DGZ2KK) können risikofreudige Anleger, die von einem fallenden Wechselkurs von Euro in US-Dollar ausgehen, überproportional mit einem Hebel von 25,4 davon profitieren. Der Abstand zur Stopp-Loss-Barriere beträgt aktuell 3,9 Prozent. Der Einstieg in diese spekulative Position bietet sich dabei stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an. Dieser könnte im Basiswert bei 1,235 US-Dollar platziert werden. Im Open End Turbo Short ergibt sich zum aktuellen Wechselkurs ein Stoppkurs bei 2,91 Euro. Nach unten könnte sich bereits auf kurze Sicht ein Ziel um 1,19 US-Dollar ergeben. Das Chance-Risiko-Verhältnis dieser spekulativen Idee beträgt somit 2,8 zu 1.

Strategie für fallende Kurse
WKN: DGZ2KK
Typ: Open End Turbo Short
akt. Kurs: 3,87 - 3,88 Euro
Emittent: DZ Bank
Basispreis: 1,2705 US-Dollar
Basiswert: EUR/USD
KO-Schwelle: 1,2705 US-Dollar
akt. Kurs Basiswert: 1,2233 US-Dollar
Laufzeit: Open end
Kursziel: 6,59 Euro
Hebel: 25,6
Kurschance: + 70 Prozent
Quelle: DZ Bank

Bei Mini Future und Open End Turbo findet aufgrund der unbegrenzten Laufzeit ggf. eine tägliche Anpassung von Basispreis und Barriere statt. Ebenso können sich Basispreis und Barriere bei einem Future als Basiswert beim Wechsel auf den nächsten Future ändern. Weitere Informationen finden sich auf der Produktseite des Emittenten.




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Über den Autor
 
Autor: Jürgen Sterzbach Jürgen Sterzbach,
boerse-daily.de

Das Auf und Ab an den Finanzmärkten faszinierte Diplom-Volkswirt univ. Jürgen Sterzbach schon seit jeher. Mit der Charttechnik fand er ein geeignetes Instrument, die Veränderungen der Kurse erklären zu können. Fundamentale und volkswirtschaftliche Daten geben ihm dabei den passenden Analyserahmen. Der studierte Wirtschaftswissenschaftler, der sich im Studium auf Geldpolitik und Ökonometrie fokussierte, schreibt als freier Journalist und ständiger Marktbeobachter seit mehreren Jahren über Aktien, Zertifikate, Hebelprodukte und weitere strukturierte Finanzanlagen. Analysen und Beobachtungen zur Wirtschaftslage und zum Börsengeschehen veröffentlicht er unter anderem im monatlich erscheinenden Finanz-Informationsdienst „Finanzen und Börse“ (www.finanzen-und-boerse.de). Sein Anliegen ist es, komplexe Sachverhalte einfach und für jedermann verständlich darzustellen. Mit Fachjargon Anschein zu schinden liegt ihm nicht – klare Worte dagegen umso mehr. Sein Wissen bringt er in den professionellen Trading-Diensten der Financial Services Group ein und veröffentlicht dort ebenso werthaltige Sonderpublikationen wie „Technische Analyse“ und „Schnellkurs Zertifikate“. Seine erfolgreichen Strategien zeigt er nun exklusiv im Expertenteam von Börse Daily im donnerstags erscheinenden Newsletter „Trends“, der unter anderem bereits von der australischen Investmentbank Macquarie an seine Kunden versendet wurde.

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