Platin: Wende in Vorbereitung



16:00 23.05.18

Der Bereich um 890 US-Dollar erwies sich vor kurzem für den Platinpreis ein weiteres Mal als ein Wendepunkt. Obwohl die Marktdaten noch nicht für den ganz großen Durchbruch sprechen, könnte die zuletzt deutlich eingetrübte und überverkaufte Stimmung bei Platin nun in die Gegenrichtung ausschlagen.

Fundamental: Wegen des Dieselskandals stand auch der Platinpreis lange Zeit unter Druck, denn die in Diesel-Fahrzeugen eingesetzten Katalysatoren sind eine wichtige Anwendung für Platin. Zuletzt trübte sich auch generell das Sentiment für Edelmetalle ein. Erwartet wird zudem ein Überschuss des Angebots, es fällt aber geringer als im letzten Jahr aus. Allerdings ist Platin im Vergleich zu Gold derzeit so günstig wie selten zuvor. Ebenso ging die Anzahl der Spekulanten zuletzt zurück, die auf weiter fallende Kurse setzten. Das könnte wiederum technisch zu erklären sein, denn die im Folgenden genannte Unterstützung nutzte Platin zuletzt meist für eine Umkehr.

Technisch: Der Platinpreis erreichte im Januar ein Hoch bei 1029,61 US-Dollar. Dadurch schossen die Notierungen über das vorherige Hoch von August letzten Jahres bei 1022,28 US-Dollar hinaus. Anschließend ging es allerdings deutlich um mehr als zehn Prozent abwärts bei Platin. Um 890 US-Dollar kamen die Notierungen an einer Unterstützung an. Zwar rutschten sie noch einmal bis 876 US-Dollar ab, ein nachhaltigen Unterschreiten war aber nicht gegeben. Seit einer Woche zeigt sich eine steigende Tendenz, die den Platinpreis bis auf 911,63 US-Dollar führte. Setzt sich ein nachhaltiger Anstieg durch, könnte er wiederum bis an den vierstelligen Bereich steigen.

Unsere vor einer Woche erstmals vorgestellte Idee, mit der WKN SC8CBA auf einen steigenden Platinpreis zu setzen, befindet sich dementsprechend im Gewinn. Der vorgestellte Mini Future Long notiert an der Börse Frankfurt zur Stunde zum Geldkurs von 1,24 Euro und liegt seit unserer Vorstellung mit 7,8 Prozent im Plus. Wer seinen Gewinn nicht mitnehmen, sondern in der Erwartung eines weiter steigenden Platinpreises in dieser spekulativen Position investiert bleiben möchte, kann durch ein erstes Nachziehen den risikobegrenzenden Stoppkurs näher am Vorstellungskurs platzieren.

Platin (Tageschart in US-Dollar) Tendenz:
Wichtige Chartmarken
Widerstände: 911,63 // 929,40 // 954,20 // 1010,61
Unterstützungen: 902,00 // 894,62 // 891,00 // 888,60

Mit einem Mini Future Long (WKN SC8CBA) können risikofreudige Anleger, die von einem steigenden Platinpreis ausgehen, mit einem Hebel von 6,2 überproportional profitieren. Der Abstand zur Stopp-Loss-Barriere beträgt derzeit 11,1 Prozent. Der Einstieg in diese spekulative Position bietet sich stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an. Dieser könnte hier im Basiswert bei 885 US-Dollar platziert werden. Im Mini Future Long ergibt sich daraus ein Stoppkurs bei 1,02 Euro. Nach oben könnte bei weiter steigender Notierungen ein Ziel um 1000 US-Dollar bestehen. Das Chance-Risiko-Verhältnis dieser spekulativen Idee beträgt 3,3 zu 1.

Strategie für steigende Kurse
WKN: SC8CBA
Typ: Mini-Future Long
akt. Kurs: 1,24 - 1,25 Euro
Emittent: Société Générale
Basispreis: 765,38 US-Dollar
Basiswert: Platin
KO-Schwelle: 802,77 US-Dollar
akt. Kurs Basiswert: 904,17 US-Dollar
Laufzeit: Open end
Kursziel: 2,00 Euro
Hebel: 6,2
Kurschance: + 60 Prozent
Quelle: Börse Frankfurt

Bei Mini Future und Open End Turbo findet aufgrund der unbegrenzten Laufzeit ggf. eine tägliche Anpassung von Basispreis und Barriere statt. Ebenso können sich Basispreis und Barriere bei einem Future als Basiswert beim Wechsel auf den nächsten Future ändern. Weitere Informationen finden sich auf der Produktseite des Emittenten.




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Über den Autor
 
Autor: Jürgen Sterzbach Jürgen Sterzbach,
boerse-daily.de

Das Auf und Ab an den Finanzmärkten faszinierte Diplom-Volkswirt univ. Jürgen Sterzbach schon seit jeher. Mit der Charttechnik fand er ein geeignetes Instrument, die Veränderungen der Kurse erklären zu können. Fundamentale und volkswirtschaftliche Daten geben ihm dabei den passenden Analyserahmen. Der studierte Wirtschaftswissenschaftler, der sich im Studium auf Geldpolitik und Ökonometrie fokussierte, schreibt als freier Journalist und ständiger Marktbeobachter seit mehreren Jahren über Aktien, Zertifikate, Hebelprodukte und weitere strukturierte Finanzanlagen. Analysen und Beobachtungen zur Wirtschaftslage und zum Börsengeschehen veröffentlicht er unter anderem im monatlich erscheinenden Finanz-Informationsdienst „Finanzen und Börse“ (www.finanzen-und-boerse.de). Sein Anliegen ist es, komplexe Sachverhalte einfach und für jedermann verständlich darzustellen. Mit Fachjargon Anschein zu schinden liegt ihm nicht – klare Worte dagegen umso mehr. Sein Wissen bringt er in den professionellen Trading-Diensten der Financial Services Group ein und veröffentlicht dort ebenso werthaltige Sonderpublikationen wie „Technische Analyse“ und „Schnellkurs Zertifikate“. Seine erfolgreichen Strategien zeigt er nun exklusiv im Expertenteam von Börse Daily im donnerstags erscheinenden Newsletter „Trends“, der unter anderem bereits von der australischen Investmentbank Macquarie an seine Kunden versendet wurde.

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