Lufthansa: Heftiger Gegenwind!



12:33 24.05.18

Schlechte Nachrichten belasten die Lufthansa derzeit. Vor allem der steigende Ölpreis setzt den Fluggesellschaften zu. Auch aus Italien kommt unerwarteter Gegenwind. Mit einem Open End Turbo Short könnte sich bei einer fallenden Lufthansa-Aktie auf weitere Sicht eine Trend-Chance von 100 Prozent ergeben.

Viel Gegenwind muss derzeit die Aktie der Lufthansa hinnehmen. Die Marktanteile am Himmel sind umkämpft, nicht zuletzt deshalb gab die Kranich-Fluglinie vor wenigen Tagen bekannt, auf der Langstrecke wie bereits einige Konkurrenten auch Tickets anzubieten, die das Aufgeben von Gepäck nicht beinhalten. Belastet werden Airline-Aktien zudem vom gestiegenen Ölpreis. Der Preis für ein Fass der Nordsee-Sorte Brent Crude stieg vor allem aufgrund geopolitischer Gründe seit Anfang April um rund 20 Prozent bis über 80 US-Dollar. Für die Fluggesellschaften könnte der steigende Ölpreis zu einer nachhaltigen Belastung werden. Deshalb kam die Meldung, dass die italienische Regierung den Verkauf der insolventen Fluggesellschaft Alitalia stoppen wolle, einmal mehr zur Unzeit. Zuletzt hatte sich unter anderem die Lufthansa für Teile des Unternehmens interessiert, wodurch die Marktbereinigung am Himmel vorangetrieben worden wäre.

Abwärtstrend

Fliegt Alitalia weiter, steht ein weiterer Konkurrent auf dem Rollfeld. Seit Jahresanfang befindet sich eine der erfolgreichsten Aktien des letzten Jahres bereits im Sinkflug. Nach einem Hoch bei 31,26 Euro lässt sich ein Abwärtstrendkanal darstellen, der sich aktuell zwischen 21,70 und 25,80 Euro beschreiben lässt. Nachdem die Aktie bereits Ende März mit dem vorherigen Aufwärtstrend gebrochen hatte, befinden sich die Notierungen seit Ende April zudem unter der langfristig orientierten 200-Tage-Linie, die derzeit bei 26,17 Euro verläuft. In dieser Woche bewegte sich die Aktie nach einem kurzen Aufbäumen bis 25,54 Euro erneut nach unten und hält sich derzeit mit Mühe über 24 Euro. Nach unten könnte der eingangs genannte Abwärtstrend maßgeblich sein und auf weitere Sicht die Aktie zurück bis 19 Euro führen, wo die Notierungen zuletzt Mitte letzten Jahres standen.

Lufthansa (Tageschart in Euro) Tendenz:
Wichtige Chartmarken
Widerstände: 25,54 // 25,80 // 26,17 // 31,26
Unterstützungen: 23,96 // 23,69 // 21,23 // 21,70

Mit einem Open End Turbo Short (WKN DS1D3A) können risikofreudige Anleger, die von einer fallenden Lufthansa-Aktie ausgehen, mit einem Hebel von 5,2 überproportional profitieren. Der Abstand zur Stopp-Loss-Barriere beträgt aktuell 19,9 Prozent. Der Einstieg in diese spekulative Position bietet sich stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an. Dieser kann hier über dem im Chart dargestellten Widerstand im Basiswert bei 25,20 Euro platziert werden. Im Open End Turbo Short ergibt sich daraus ein Stoppkurs von 0,38 Euro. Ein Kursziel könnte sich um 19 Euro befinden. Das Chance-Risiko-Verhältnis dieser spekulativen Idee beträgt 4 zu 1.

Strategie für fallende Kurse
WKN: DS1D3A
Typ: Open End Turbo Short
akt. Kurs: 0,47 - 0,50 Euro
Emittent: Deutsche Bank
Basispreis: 28,885 Euro
Basiswert: Lufthansa
KO-Schwelle: 28,885 Euro
akt. Kurs Basiswert: 24,18 Euro
Laufzeit: Open end
Kursziel: 1,00 Euro
Hebel: 5,2
Kurschance: + 100 Prozent
Quelle: Börse Frankfurt



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Über den Autor
 
Autor: Jürgen Sterzbach Jürgen Sterzbach,
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Das Auf und Ab an den Finanzmärkten faszinierte Diplom-Volkswirt univ. Jürgen Sterzbach schon seit jeher. Mit der Charttechnik fand er ein geeignetes Instrument, die Veränderungen der Kurse erklären zu können. Fundamentale und volkswirtschaftliche Daten geben ihm dabei den passenden Analyserahmen. Der studierte Wirtschaftswissenschaftler, der sich im Studium auf Geldpolitik und Ökonometrie fokussierte, schreibt als freier Journalist und ständiger Marktbeobachter seit mehreren Jahren über Aktien, Zertifikate, Hebelprodukte und weitere strukturierte Finanzanlagen. Analysen und Beobachtungen zur Wirtschaftslage und zum Börsengeschehen veröffentlicht er unter anderem im monatlich erscheinenden Finanz-Informationsdienst „Finanzen und Börse“ (www.finanzen-und-boerse.de). Sein Anliegen ist es, komplexe Sachverhalte einfach und für jedermann verständlich darzustellen. Mit Fachjargon Anschein zu schinden liegt ihm nicht – klare Worte dagegen umso mehr. Sein Wissen bringt er in den professionellen Trading-Diensten der Financial Services Group ein und veröffentlicht dort ebenso werthaltige Sonderpublikationen wie „Technische Analyse“ und „Schnellkurs Zertifikate“. Seine erfolgreichen Strategien zeigt er nun exklusiv im Expertenteam von Börse Daily im donnerstags erscheinenden Newsletter „Trends“, der unter anderem bereits von der australischen Investmentbank Macquarie an seine Kunden versendet wurde.

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