Daytrading - Jeden Tag Gewinne?



12:07 13.06.18

Liebe Leserinnen, Liebe Leser,

wenn es ein Argument gibt, das viele unserer Leser vom Handel an den Finanzmärkten abhält, dann ist dies auf Nachfragen häufig die Geduld. Und dabei sind mögliche zwischenzeitliche Kursrückgänge noch gar nicht berücksichtigt, von denen es am Markt gerade in turbulenten Zeiten doch recht viele geben kann. Mal ganz davon abgesehen, dass Anleger mit Aktien zwar eine sinnvolle Dividendenstrategie umsetzen können, dafür aber auch langfristig orientiert arbeiten müssen. Doch welche Chancen haben Händler und Trader, für die Zeit sprichwörtlich bares Geld ist? In vielen Fällen, liebe Leser, lautet die Antwort: Daytrading.
 
Hohe Volatilität birgt Chancen für kurzfristige Gewinnmitnahmen

Als Daytrader werden jene Investoren und Händler (Trader) bezeichnet, die – wie der Name schon ankündigt – nicht mehr als einen Handelstag aufwenden, um einzelne Positionen zu eröffnen und wieder zu schließen. Idealerweise natürlich mit einem Gewinn, denn um diesen geht es bei allen Arten von Geldanlagen und Investments bekanntlich. Natürlich sind Verluste gerade bei solch kurzfristigen Spekulationen keineswegs ausgeschlossen. Dennoch gibt es gerade in den Sparten des Handels mit Forex-Instrumenten und Differenzkontrakten erstaunlich spannende Chancen. Dabei muss Daytrading nicht zwingend für sich allein als Handelsstrategie verfolgt werden.

Handelstage durch verschiedene Märkte erweitern
 
Im gleichen Maße können Strategien wie das Hedging, das an anderer Stelle noch ausführlicher präsentiert werden soll, dazu genutzt werden, Positionen am Aktienmarkt und in anderen Bereichen des Finanzmarktes abzusichern und im besten aller Fälle einen drohenden Verlust in einen Gewinn umzukehren. Und dies gelingt erfahrenen Händlern faktisch mittels Daytrading teilweise sogar binnen Minuten, maximal Stunden. Wichtig bei diesem Ansatz: Alle Positionen müssen innerhalb eines Handelstags eröffnet und glattgestellt werden. Dabei kann ein Tag durchaus mehr als 12 Stunden haben, sofern Trader einen Broker bzw. eine Plattform verwenden, die ihnen das Handeln an verschiedenen Märkten erlaubt.

So kann man sich in diesem Umfeld zunutze machen, dass die Märkte in Asien früher als europäische Märkte öffnen, während an anderer Stelle länger gehandelt werden kann aufgrund der Zeitumstellung. Hier ist ein wenig Geschick und Know-how gefragt, um das Daytrading auf die professionelle Spitze zu treiben. Mit ausreichend Erfahrung lauern in diesem Bereich aber sehr gute Gelegenheiten.

Devisenhandel besonders gut für Handel binnen eines Tags?

Dass es ausgerechnet der Devisenmarkt ist, der Daytrader anlockt, hat einen ebenso logischen wie einfachen Grund: Währungen reagieren sehr empfindlich auf wichtige Marktnachrichten. Dementsprechend können Anleger hier oft  Gewinne mitnehmen. Zum Beispiel bieten Meldungen zu Zinsänderungen Chancen, die nur vorübergehend existieren und schon wenige Stunden später nicht mehr von Bedeutung sind. Generell sind es Marktnischen, in denen Händler auf sehr starke Schwankungen hoffen dürfen, die für Daytrading-Fans von Interesse sind. Stets gilt es dabei die bestehenden – nicht minder hohen – Risiken im Blick zu behalten. Was positiv beim Daytrading mit CFDs und Forex auffällt: Sie, liebe Leser, können oft schon mit sehr geringem Einsatz erste Erfolge verbuchen.



Hohe Risiken dürfen nicht in Vergessenheit geraten

Haltezeiten von wenigen Minuten (teils schon ab 30 Sekunden) bis hin zu einigen Stunden haben den Vorteil, dass selbst Trader ohne große Aufmerksamkeitspanne aktiv werden können. Sie haben die Möglichkeit, ihren zeitlichen Horizont an ihre Bedürfnisse anzupassen. Wichtig ist beim Daytrading ohne Frage, dass die Handelsplattformen der Broker zum einen diese Variante des Handels zulassen und zum anderen auch entsprechend schnell Orders ausführen. Andererseits gilt: Ohne eine bedarfsgerechte Trading-Strategie verlassen sich Anleger einzig und allein auf ihr Bauchgefühl und Glück. Dies wiederum ist gerade am Anfang regelrecht fahrlässig. Händler müssen Risiken abschätzen können, damit sich Daytrading wirklich lohnen kann.

Die kurzen Haltezeiten bedeuten für Daytrader, dass sie nicht tage- oder wochenlang auf Gewinne warten müssen. Parallel dazu aber gilt es, während dieser überschaubaren Zeitspanne ständig auf dem Laufenden zu sein. Zugleich können Limits und Stop-Loss-Orders auch bei Trades innerhalb eines Tages helfen, das Risiko in Grenzen zu halten.

Mobile Trading erlaubt rasches Reagieren auf Marktchancen

Ohne eine gesunde Mischung aus der Fundamentalanalyse auf der einen und der Chartanalyse auf der anderen Seite ist Daytrading nicht selten eine Art Glücksspiel – doch genau dies sollte der Handel nicht sein. Je volatiler der Markt, desto wichtiger ist die Analyse für Daytrader. Um jederzeit alle Transaktionen im Blick zu behalten, bieten sich Mobile Apps an. Sie werden zumindest für die Betriebssysteme Google Android und Apple iOS (also die beiden meist genutzten Systeme) inzwischen von den meisten guten Anbietern zur Verfügung gestellt. Der Vorteil besteht darin, dass Fans des Daytrading nicht länger räumlich gebunden sind. Per Smartphone und Tablet PC können Sie, liebe Leser von überall aus, Orders in Minuten oder maximal Stunden eröffnen und schließen, sofern Sie Chancen ausfindig gemacht haben. Mobile Nachrichtenticker, die nicht unbedingt vom eigenen Broker stammen müssen, erlauben kurzfristiges Reagieren auf Kursentwicklungen, die vielleicht schon kurze Zeit später wieder irrelevant sind.

Nicht alle Broker lassen Daytrading-Aktivitäten zu

Bedenken sollten Sie am besten schon im Zuge eines Brokervergleichs, dass Daytrading von Seiten der Plattformbetreiber zugelassen ist. Denn mancherorts sind diese Aktivitäten nicht gerne gesehen. In anderen Fällen fallen die Handelsentgelte vergleichsweise hoch aus, sodass Gewinne nach der Abrechnung Ihrer  Orders bei Weitem nicht mehr so rentabel sind, wie sich Trader dies anfangs erhofft hatten. Durch einen genauen Vergleich der Handelsplattformen und Geschäftsmodelle der Anbieter findet jeder ein Daytrading-Format, das den eigenen Ansprüchen gerecht wird und vielleicht sogar gänzlich neue Einblicke in die vermeintlich vertraute Welt des Tradings gewährt.

Quelle:  www.qtrade.de

Der Autor stellt hier lediglich Informationen zur Verfügung, es erfolgt keine Anlageberatung, Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Vermögensanlagen. Anlagegeschäfte beinhalten Risiken, so dass die Konsultierung professioneller Anlagenberater empfohlen wird. Wir möchten in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass ein Engagement in Aktien (auch Hot Stocks oder Penny Stocks), Zertifikate, Fonds oder Optionsscheine zum Teil mit erheblichen Risiko verbunden. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden.
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Über den Autor
 
Autor: Stefan Hofmann Stefan Hofmann,
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Stefan Hofmann beschäftigt sich bereits seit 1998 mit der Börse und handelt seit dieser Zeit auch aktiv an den verschiedenen Märkten. Während seiner beruflichen Tätigkeit bei einem großen Online-Broker sowie im Vertrieb / Marketing bei einem Börsenverlag eignete er sich profundes Wissen über die Aktien-, Rohstoff- und Devisenmärkte an. Als technischer Analyst bewegt er sich an der Börse in einem breiten Feld von Aktien und ihren Indizes bis hin zu Gold, Silber, Öl und dem Euro. Gehandelt werden bevorzugt Zertifikate und Hebelzertifikate sowie CFDs. Um das Risiko für das Depot niedrig zu halten, werden strikt feste Money- und Risikoparameter verwendet. Zielsetzung ist neben dem Kapitalerhalt ein langfristiger Kapitalaufbau.

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