Palladium: Crash, was kommt jetzt?



14:53 17.08.18

Mittwoch und Donnerstag ging es bei den Metallen heftig auf und ab. Erst kamen sie deutlich unter die Räder, erholten sich aber am folgenden Tag wieder vom Einbruch. Dieses Spiel zeigte sich auch bei Palladium. Nach dem tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr kehrten die Notierungen an ihren Widerstand zurück.

Fundamental: Am Mittwoch kamen die Metalle unter die Räder. Während sich das Minus bei Gold auf unter zwei Prozent belief, brachen Silber, Platin und Palladium um mehr als vier Prozent ein. Aber nicht nur die Edelmetalle, sondern auch die Industriemetalle verzeichneten herbe Verluste. Grund war der weiter anziehende US-Dollar, der in dieser Woche zum Euro mit 1,13 US-Dollar den tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr erreichte. Dass die USA und China im Handelsstreit wieder miteinander reden möchten, anstatt gegenseitig neue Zölle zu erheben, half den Metallen wieder auf die Beine.

Technisch: Im seit Mitte Januar bestehenden Abwärtstrend, der aktuell zwischen 775 und 950 US-Dollar beschrieben werden kann, verfolgt der Palladiumpreis seit dem Ausbruchsversuch nach oben im Juni eine Abwärtsbewegung, die zusätzlich mit einer fallenden Gerade um aktuell 905 US-Dollar beschrieben werden kann. Zusätzlich befindet sich um 897 US-Dollar ein markantes Tief, das als Widerstand die Notierungen auch aufhalten kann. Zur Wochenmitte rutschte der Palladiumpreis bis 832 US-Dollar ab, erholte sich am darauf folgenden Tag aber wieder bis an die soeben genannte Abwärtslinie.

Unsere vor einer Woche vorgestellte Idee, mit der WKN VA3EM2 auf einen fallenden Palladiumpreis zu setzen, befindet sich im Gewinn. Der Mini Future Short notiert an der Börse Frankfurt zur Stunde zum Geldkurs von 13,29 Euro und liegt mit 13 Prozent im Plus. Wer seinen bisherigen Gewinn nicht mitnehmen, sondern in der Erwartung eines fallenden Palladiumpreises weiter in dieser spekulativen Idee investiert bleiben möchte, kann die Position durch Nachziehen des Stoppkurses enger am Vorstellungskurs absichern.

Palladium (Tageschart in US-Dollar) Tendenz:
Wichtige Chartmarken
Widerstände: 896,50 // 900,28 // 941,78 // 967,97
Unterstützungen: 890,78 // 859,06 // 832,15 // 750,00

Mit einem Mini Future Short (WKN VA3EM2) können risikofreudige Anleger, die von einem fallenden Palladiumpreis ausgehen, mit einem Hebel von 5,9 überproportional profitieren. Der Abstand zur Stopp-Loss-Barriere beträgt 14,1 Prozent. Der Einstieg bietet sich dabei stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an. Dieser könnte im Basiswert bei 915 US-Dollar platziert werden. Im Mini Future Short ergibt sich ein Stoppkurs bei 10,40 Euro. Ein Ziel nach unten könnte um 750 US-Dollar bestehen. Das Chance-Risiko-Verhältnis für diese spekulative Idee beträgt 4 zu 1.

Strategie für fallende Kurse
WKN: VA3EM2 Typ: Mini-Future Short
akt. Kurs: 13,29 – 13,30 Euro Emittent: Vontobel
Basispreis: 1033,61 US-Dollar Basiswert: Palladium
KO-Schwelle: 1014,52 US-Dollar akt. Kurs Basiswert: 891,06 US-Dollar
Laufzeit: Open end Kursziel: 24,90 Euro
Hebel: 5,9 Kurschance: + 87 Prozent
Quelle: Börse Frankfurt

Bei Mini Future und Open End Turbo findet aufgrund der unbegrenzten Laufzeit ggf. eine tägliche Anpassung von Basispreis und Barriere statt. Ebenso können sich Basispreis und Barriere bei einem Future als Basiswert beim Wechsel auf den nächsten Future ändern. Weitere Informationen finden sich auf der Produktseite des Emittenten.

Interessenkonflikt

Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte nach § 34b Abs. 1 Nr. 2 WpHG:

Wir weisen Sie darauf hin, dass die FSG Financial Services Group oder ein verbundenes Unternehmen aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation zur Bank Vontobel Europe AG eingegangen ist.

Der Autor erklärt, dass er bzw. sein Arbeitgeber oder eine mit ihm oder seinem Arbeitgeber verbundene Person im Besitz von Finanzinstrumenten ist, auf die sich die Analyse bezieht, bzw. in den letzten 12 Monaten an der Emission des analysierten Finanzinstruments beteiligt war. Hierdurch besteht die Möglichkeit eines Interessenskonfliktes.

Der Autor versichert weiterhin, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden.

Haftungsausschluss

Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen den Herausgeber, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen. Alle enthaltenen Meinungen und Informationen sollen nicht als Aufforderung verstanden werden, ein Geschäft oder eine Transaktion einzugehen. Auch stellen die vorgestellten Strategien keinesfalls einen Aufruf zur Nachbildung, auch nicht stillschweigend, dar. Vor jedem Geschäft bzw. vor jeder Transaktion sollte geprüft werden, ob sie im Hinblick auf die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse geeignet ist. Wir weisen ausdrücklich noch einmal darauf hin, dass der Handel mit Optionsscheinen oder Zertifikaten mit grundsätzlichen Risiken verbunden ist und der Totalverlust des eingesetzten Kapitals nicht ausgeschlossen werden kann. Alle Angebote sind freibleibend und unverbindlich. Der Nachdruck, die Verwendung der Texte, die Veröffentlichung / Vervielfältigung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der FSG Financial Services Group GbR gestattet.

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Über den Autor
 
Autor: Jürgen Sterzbach Jürgen Sterzbach,
boerse-daily.de

Das Auf und Ab an den Finanzmärkten faszinierte Diplom-Volkswirt univ. Jürgen Sterzbach schon seit jeher. Mit der Charttechnik fand er ein geeignetes Instrument, die Veränderungen der Kurse erklären zu können. Fundamentale und volkswirtschaftliche Daten geben ihm dabei den passenden Analyserahmen. Der studierte Wirtschaftswissenschaftler, der sich im Studium auf Geldpolitik und Ökonometrie fokussierte, schreibt als freier Journalist und ständiger Marktbeobachter seit mehreren Jahren über Aktien, Zertifikate, Hebelprodukte und weitere strukturierte Finanzanlagen. Analysen und Beobachtungen zur Wirtschaftslage und zum Börsengeschehen veröffentlicht er unter anderem im monatlich erscheinenden Finanz-Informationsdienst „Finanzen und Börse“ (www.finanzen-und-boerse.de). Sein Anliegen ist es, komplexe Sachverhalte einfach und für jedermann verständlich darzustellen. Mit Fachjargon Anschein zu schinden liegt ihm nicht – klare Worte dagegen umso mehr. Sein Wissen bringt er in den professionellen Trading-Diensten der Financial Services Group ein und veröffentlicht dort ebenso werthaltige Sonderpublikationen wie „Technische Analyse“ und „Schnellkurs Zertifikate“. Seine erfolgreichen Strategien zeigt er nun exklusiv im Expertenteam von Börse Daily im donnerstags erscheinenden Newsletter „Trends“, der unter anderem bereits von der australischen Investmentbank Macquarie an seine Kunden versendet wurde.

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