DAX gut behauptet



16:31 19.09.18

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- Von Holger Scholze, Börse Stuttgart TV News Redaktion - 19.09.2018 -

Der europäische Automarkt hat im August sein Wachstum stark beschleunigt. Nachdem im Juli die Zahl der Zulassungen in den EU-Ländern bereits um kräftige 10,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zugelegt habe, sei sie im August um 31,2 Prozent auf mehr als 1,1 Millionen Autos gestiegen, teilte der Branchenverband Acea heute mit.

In den ersten acht Monaten des Jahres nahmen die Neuzulassungen um 6,1 Prozent auf 10,8 Millionen zu.

Besonders stark ist die Nachfrage im August in einigen osteuropäischen Ländern wie Rumänien und Litauen gewachsen. Aber auch in großen Märkten wie Spanien und Frankreich ging es stark bergauf. In Deutschland war der Zuwachs dagegen mit 24,7 Prozent unterdurchschnittlich hoch.

Unter den deutschen Autobauern konnte der VW-Konzern mit einem Plus von 41 Prozent besonders stark zulegen. Bei der Marke Volkswagen war der Anstieg dabei konzernintern überdurchschnittlich stark. Bei der Marke Porsche hat sich die Zahl der Zulassungen sogar fast verdoppelt. Die VW-Vorzugsaktien notieren zur Stunde bei 149,88 Euro mit 1,2 Prozent im Plus.

BMW legte bei den Zulassungen dagegen mit einem Plus von konzernweit 6,5 Prozent nur vergleichsweise moderat zu. Die Aktien liegen bei 82,95 Euro mit 0,3 Prozent im Plus.
Bei Daimler gingen die Zulassungen sogar um 2,8 Prozent zurück. Die Aktien halten sich aber bei 56,26 Euro mit 0,9 Prozent im Plus.

Für den vom französischen Hersteller PSA übernommenen Autobauer Opel wies der Branchenverband zusammen mit Vauxhall ein Plus von 4,4 Prozent aus.

Japans Exportwachstum zieht wieder an

Der japanische Exportmotor ist im August nach zuletzt eher schwachen Monaten wieder angesprungen. Die Ausfuhren seien im Vergleich zum Vorjahr um 6,6 Prozent gestiegen, teilte die Regierung in Tokio heute mit.

Im Juli waren die Exporte lediglich um 3,9 Prozent gestiegen. Experten hatten zwar damit gerechnet, dass das Exportwachstum im Vergleich zum Juli wieder stärker anzieht, dabei aber nur mit einem Plus von 5,2 Prozent gerechnet.

Auch die Importe stiegen mehr an als zuletzt. Sie seien im August um 15,4 Prozent geklettert. Hier hatten Volkswirte mit einem Anstieg auf dem Juli-Niveau von 14,6 Prozent gerechnet.

Das Handelsbilanzdefizit sei auf 445 Milliarden Yen (3,4 Mrd Euro) angestiegen. Im Juli hatte das Defizit im Außenhandel noch bei 232 Milliarden Yen gelegen.

Asiatische Märkte

Für Asiens wichtigste Börsen ist es heute – ungeachtet der angekündigten US-Strafzölle auf weitere chinesische Importe und entsprechender Vergeltungsmaßnahmen Pekings – weiter bergauf gegangen.



Angesichts des seit Monaten schwelenden Konflikts preisten viele Vermögenswerte bereits die steigenden Spannungen ein, sagten Händler. Einige Marktteilnehmer setzten zudem darauf, dass es schon bald eine Verhandlungslösung geben werde. Denn ein weiteres Aufschaukeln des Streits schade beiden Ländern.

Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Werten der chinesischen Festlandsbörsen legte um 1,5 Prozent auf 3.320 Punkte zu. Damit knüpfte das Aktienbarometer an seine deutliche Vortagserholung an. Auf Jahressicht steht allerdings immer noch ein sattes Minus von fast 18 Prozent zu Buche.

Der Hang Seng der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong gewann am Mittwoch 1,3 Prozent auf 27.448 Zähler, nachdem er am Dienstag auf der Stelle getreten hatte. Für ihn sieht die aktuelle Jahresbilanz mit einem Verlust von rund acht Prozent nicht ganz so verheerend aus wie beim CSI 300.

US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag Sonderzölle auf die Hälfte aller chinesischen Warenimporte angekündigt: Den bisher verhängten Sonderabgaben auf Waren im Wert von 50 Milliarden US-Dollar folgen ab dem 24. September zusätzliche Zölle auf Waren im Wert von weiteren 200 Milliarden Dollar. Daraufhin kündigte Peking an, ab dem selben Zeitpunkt Zölle auf amerikanische Waren in Wert von 60 Milliarden US-Dollar Zölle zu erheben.

In Tokio schloss der schon am Vortag freundliche japanische Leitindex NIKKEI 225 zur Wochenmitte 1,1 Prozent höher bei 23.672 Punkten. Ihn stützten das Festhalten der japanischen Notenbank an ihrer ultralockeren Geldpolitik – was allerdings schon erwartet worden war – sowie das im August wieder anziehende Exportwachstum.

Deutscher Markt

Auf das Dauerthema Handelskonflikt zwischen den USA und China scheinen die Anleger auch hierzulande gelassen zu reagieren. Es ist dabei wohl auch ein gewisser Gewohnheitseffekt eingetreten, obwohl die Thematik sehr erbst zu nehmen ist.

Der DAX notiert aktuell bei 12.197 Punkten mit 0,3 Prozent im Plus. Bereits am Vortag hatte das deutsche Börsenbarometer der weiteren Eskalation im Handelszwist getrotzt und um ein gutes halbes Prozent zugelegt.

Gute Vorgaben kamen nicht nur von den asiatischen, sondern auch von den US-Börsen. Am New Yorker Aktienmarkt hatte am Vortag Konjunkturoptimismus die Handelssorgen verdrängt.

Außerdem zeichnet sich zwischen Süd- und Nordkorea nach dem Gipfel von Präsident Moon Jae In und Machthaber Kim Jong Un im nordkoreanischen Pjöngjang weitere Entspannung ab. Hier drohe erstmal keine neue Eskalation und das sei eine gute Nachricht für die Börsen, war von Experten zu hören.

Einzelwerte

Der MDAX-Konzern Schaeffler senkte seine Prognose für die Automotive-Sparte, bestätigte aber den Gesamtausblick. Der Aktienkurs rückte bisher um 2,4 Prozent auf 11,00 Euro vor.
Für Zalando senkten einige Analysten ihre Kursziele, nachdem der Online-Modehändler wegen der Sommerhitze und höheren Preisnachlässen am Vortag seine Prognosen gekürzt hatte. Die Aktien war daraufhin eingebrochen. Heute liegt er bei 35,62 Euro noch einmal mit 2,4 Prozent im Minus.

Auch der Elektronikhändler Ceconomy kappte wegen der ungewöhnlichen Hitzewelle in diesem Sommer seine Gewinnprognosen und bekam dafür die Quittung mit einem bisherigen Minus von 5,2 Prozent auf 6,36 Euro.

Das Analysehaus RBC stufte die Commerzbank-Aktie unter anderem wegen der gestiegenen Wahrscheinlichkeit einer Übernahmeofferte durch die Deutsche Bank von “Sector Perform” auf “Outperform” hoch. Analystin Anke Reingen sieht nun eine fünfzigprozentige Übernahmewahrscheinlichkeit durch die größte deutsche Bank. Die Offerte könnte dabei bei 13 Euro je Aktie liegen. Die Commerzbank-Papiere gewannen 2,1 Prozent auf 9,12 Euro.

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Über den Autor
 
Autor: Cornelia Frey Cornelia Frey,
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Cornelia Frey und Holger Scholze informieren abwechselnd um das Geschehen im Derivatebereich der Stuttgarter Börse. Neben Fernsehinterviews beim Nachrichtensender n-tv, berichten sie in Radiointerviews und den Marktberichten EUWAX Trends über das Geschehen bei Optionsscheinen & Co. Die Beiträge stellen keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten da. Unter dem Link https://www.boerse-stuttgart.de/rd/de/register können Sie Ihre E-Mail Adresse für den Versand der Marktberichte registrieren lassen. Die Berichte werden dann automatisch per E-Mail an Sie versandt.

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