Porr: Österreichischer Bau-Spezialist im Sonderangebot



08:57 21.10.18

Heute stelle ich Ihnen hier im Schlussgong anlässlich meiner Reise nach Österreich ein weiteres spannendes Unternehmen aus unserem Nachbarland vor. Es handelt sich dabei um den Bau-Spezialisten Porr. Die Porr AG notiert als der älteste österreichische Börsenwert seit 1869 an der Wiener Börse.

Die Porr AG ist mit gut 17.700 Mitarbeitern und einer Produktionsleistung von rund 4,7 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2017 eines der größten österreichischen Bauunternehmen und einer der führenden Infrastrukturspezialisten in Europa.

Als sogenannter Full-Service-Provider deckt Porr vom Hochbau bis zu komplexen Projekten im Bahn-, Brücken-, Tunnel- und Straßenbau alle Bereiche der modernen Bauwirtschaft ab. Damit erwirtschaftet das Unternehmen in ihren 5 Heimmärkten Österreich, Deutschland, Schweiz, Polen und Tschechien mehr als 87% seiner Produktionsleistung.

Projektbezogen ist Porr darüber hinaus in ausgewählten Ländern aktiv. In diesen Projektmärkten konzentriert sich das Unternehmen auf die Kernkompetenzen in der Infrastruktur.

Aktuelles Zahlenwerk überzeugt

Porr hat gute Zahlen für das 2. Quartal und das 1. Halbjahr 2018 vorgelegt. Im 2. Quartal stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 18,9% auf 1,32 Mrd. Euro. Der Nettogewinn stieg überproportional zum Umsatz um 37,8% auf 15,3 Mio. Euro.

Im 1. Halbjahr 2018 stieg der Umsatz um mehr als ein Viertel auf 2,2 Mrd. Euro. Der Gewinn stieg um 2,7 Mio. Euro oder um 93,1% auf 5,6 Mio. Euro. Der Gewinn je Aktie kletterte entsprechend von 0,05 auf 0,14 Euro.

Der Auftragsbestand von 6,53 Mrd. Euro ist für Porr-Chef und-Großaktionär Karl-Heinz Strauss „eine hervorragende Ausgangsbasis, um neue Projekte nur selektiv hereinzunehmen.“ Die Produktionsleistung stieg um 22% auf 2,46 Mrd. Euro. Rund 40 Prozent entfielen auf Österreich, gefolgt von Deutschland mit 30% und Polen mit 11%.

Weiteres Wachstum und höhere Margen erwartet

Damit ist das 1. Halbjahr sehr positiv gelaufen. Ich erwarte darüber hinaus, dass Porr in den kommenden Quartalen weiter von der anhaltend starken Baukonjunktur in den Hauptmärkten Deutschland, Österreich und Polen profitieren wird, vor allem durch die langfristig ausgelegten Infrastrukturprogramme.



Auch die Margen sollten sich weiter erholen durch die Neuausrichtung in Deutschland, eine geringe Einbindung von Subunternehmern im Vergleich zum Marktdurchschnitt, Skaleneffekte und eine selektivere Auftragsannahme.

Aufgrund der guten Zahlen und der Aussicht auf weiteres Wachstum und höhere Margen halte ich den marktgetriebenen Kursrückgang der vergangenen Monate für übertrieben. Zudem notiert die Porr-Aktie derzeit mit einem deutlichen Abschlag zur Peer Group (also zu vergleichbaren Unternehmen), was auch angesichts der regionalen Aufstellung von Porr nicht gerechtfertigt ist.

Sie sehen: Auf dem aktuell niedrigen Kursniveau eine interessante Aktie für Anleger, die weiter steigende Bau-Investitionen erwarten.




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Über den Autor
 
Autor: Robert Sasse Robert Sasse
Robert Sasse
Unternehmer, Journalist und vor allem Herzblut-Börsianer

Der Autor und Verleger Robert Sasse vereint in seinem Lebenslauf über 15 Jahre Börsenerfahrung kombiniert mit hohen Verantwortungsbereichen in Wirtschaftsunternehmen und eigenen Unternehmensgründungen. Er ist studierter Betriebswirt und besitzt einen Master of Science in Marketing und Sales.

Schon Robert Sasses Studienzeit zeigt, dass der 34-jährige Rheinländer sehr vielseitig ist. Er studierte Betriebswirtschaftslehre, Physiologie, Sozialwissenschaften sowie Marketing & Sales in Dortmund, Koblenz, Riga, Wismar und Bamberg. In dieser Zeit sammelte er ein diversifiziertes Wissen über die Beschaffenheit der Märkte, die Funktionsweise von Unternehmen und die Gesellschaftsstruktur.
Dabei hatte der Rheinländer immer einen klaren Fokus: Die Finanzwelt. Schon zu Beginn seines Studiums sammelte er erste Erfahrungen im Finanzsektor und zwar in einer Beratungsgesellschaft für Aktienanalysen. Schnell hatte er sich das nötige Grundwissen angeeignet, um diese selbst zu verfassen und Empfehlungen zu schreiben.

Finanzwissen im In- und Ausland

Dieses Finanzwissen vertiefte Robert Sasse während seiner Auslandssemester weiter: Im Zeitraum von 2005 bis 2010 arbeitete er in Redaktionen in Riga, Vilnius, Tallinn, Prag und Budapest.

Zu Robert Sasses Auftraggebern zählten unter anderem der Finanzen Verlag, die Baltische Rundschau, Euro am Sonntag, die Budapest Times, die FAZ, Wirtschaft konkret und die Budapester Zeitung. Darüber hinaus betreute Robert Sasse während seines Studiums zwei Jahre lang ein Muster-Depot, etablierte ein interaktives Online-Lexikon und arbeitete für diverse Internetseiten im Finanzbereiche.

Außerdem führte er eine Kapitalmarktstudie über Rating-Agenturen durch, betreute ein Fonds-Tool und engagierte sich auf der Internationalen Anleger-Messe.

Erste Unternehmensgründung 2003

Schon in jungen Jahren konnte sich Robert Sasse als Finanzredakteur einen Namen machen. Das verhalf im bereits im Jahr 2003, erstmalig unternehmerisch tätig zu werden. Er gründete seinen eigenen Verlag, den rpes Sachbuchverlag. Insgesamt vier Jahre war Robert Sasse für den Verlag für die Deutsche Wirtschaft tätig. Hier kombinierte der Rheinländer seine Stärken im Management mit der Online-Welt. Er verantwortet in seiner Position als Profitcenter-Verantwortlicher den Bereich E-Business. Hier leitete er 14 Finanzredakteure und verhalf ihnen mit seinem Wissen zu mehr Nutzen und besserer Qualität in den Texten der E-Mail-Newsletter. In dieser Zeit machte Robert Sasse sich die digitale Welt zu Eigen und verknüpfte sie mit seinem Finanz-Wissen.

Geschäftsführer der YES investmedia GmbH

Nach knapp 15 Jahren Erfahrung in der Medien- und Verlagsbranche ist Robert Sasse heute Geschäftsführer der YES investmedia GmbH und Chefredakteur verschiedener Finanzdienste. In dieser Position verhilft er seinen Kunden und Lesern, den immer schneller werdenden Wandel der Märkte zu erfassen und durch wirtschaftlich hoch erfolgreiche Marketing Kampagnen strategische Vorteile im Wettbewerb zu erzielen.

Schon in jungen Jahren konnte sich Robert Sasse als Finanzredakteur einen Namen machen. Das verhalf im bereits im Jahr 2003, erstmalig unternehmerisch tätig zu werden. Er gründete seinen eigenen Verlag, den rpes Sachbuchverlag.

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