Nicht nur Kaffee und Schokolade, auch Gold kann man fair kaufen



10:49 27.10.18

Gold ist diskret. Man sieht ihm nicht an, wo es herkommt oder wie viele hunderte Jahre seine Förderung schon zurückliegt. Ob es erst gestern der Erde abgerungen wurde oder in den vergangenen Jahrhunderten mehrfach umgeschmolzen und umgeprägt wurde, ist hochreinem Gold nicht mehr anzusehen. Wenn das Gold als Konzentrat oder als sogenannter Doré-Barren aus den Minen in die Schmelzen kommt, enthält es noch mindestens fünf Prozent Verunreinigungen. Sie sind der geologische Fingerabdruck des Goldes und ermöglichen, Herkunftsland und Mine exakt zu bestimmen. Im weiteren Verlauf wird das Konzentrat immer weiter verdichtet und auch der relativ reine Doré-Barren zu hochreinem 999er Feingold umgeschmolzen. Mit den störenden Verunreinigungen verliert das Gold auch einen Teil seiner Geschichte. Wenn diese nicht exakt erfasst und dokumentiert wird, verliert sich an dieser Stelle die Spur. Man sieht dem Gold anschließend nicht mehr an, woher es kam und unter welchen Umständen es gewonnen wurde. Auch spätere Raubzüge und Enteignungen lassen sich durch ein Umschmelzen relativ leicht verschleiern. Der Kunde weiß nur in den seltensten Fällen, was er kauft Wer als Kunde Gold kauft, egal ob als Münze und Barren oder als Schmuckstück, der weiß im Grunde nichts bzw. nicht viel über die Geschichte seines Goldes. Er kennt nur den Feinheitsgrad und bei Investmentgold noch den Namen der Schmelze, die den Barren gegossen bzw. der Münze, die das Goldstück geprägt hat. Ob es sich bei seinem Gold jedoch um ethisch problematische Ware handelt, etwa Blutgold aus dem Kongo, mit dem Rebellen jahrelang die Käufe ihrer Waffen und damit die Unterdrückung zahlreicher Menschen finanzierten, das weiß der Kunde nicht. Selbst wenn der Kunde sich relativ sicher sein kann, dass sein Gold aus der modernen Produktion stammt, so vermag er zumeist nicht abzuschätzen, wie innerhalb des Unternehmens die Arbeitsbedingungen für die Bergarbeiter zu beurteilen sind und wie scharf oder lax die Umweltauflagen bei der Aufarbeitung der Erze beachtet werden. Manche Anleger stören sich an diesen Fragen nicht. Für andere verliert das Gold einen Teil seines Glanzes, wenn ihnen bewusst wird, dass möglicherweise Blut an ihrem Gold klebt. Um sich nicht mittelbar mitschuldig fühlen zu müssen, sind diese Kunden bereit, einen Aufpreis für das Edelmetall zu bezahlen, wenn sie im Gegenzug dafür die Bestätigung erhalten, dass ihr Gold unter ethisch fairen Arbeitsbedingungen gefördert wurde und auch die Belange des Umweltschutzes strikt beachtet wurden. Ein Nischenmarkt mit Vorbildcharakter Gemessen am weltweiten Handelsvolumen ist das Gold, das diese ethisch besonders sensibilisierten Kunden kaufen, nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Aber es gibt ihn und er wächst langsam und beständig. Vorreiter ist an dieser Stelle einmal mehr ‚Fairtrade‘. Wer nicht nur seinen Kaffee trinken will, ohne das Gefühl zu haben, die Kaffeebauern ausgenutzt zu haben, sondern auch auf den Ring an seinem Finger mit gutem Gewissen schauen möchte, der sollte seinen Schmuck nur bei jenen Goldschmieden bzw. Juwelieren kaufen, die ihr Gold und Silber aus unbelasteten Quellen und zu fairen Preisen beziehen. Das ist gar nicht so leicht, denn viele Punkte sind an dieser Stelle zu beachten. Sowie Altgold mit ins Spiel kommt, lässt sich die Geschichte des Goldes an der eigenen Hand kaum mehr verlässlich nachverfolgen. Bedenken Sie in diesem Zusammenhang, dass auf eine Minenproduktion von etwa 2.600 Tonnen noch einmal rund 1.000 bis 1.200 Tonnen Altgold kommen. Etwa ein Drittel des jährlich umgeschmolzenen und neu verarbeiteten Goldes kommt damit aus Quellen, die nicht unbedingt ethisch bedenklich sind, über die man aber beim besten Willen keine verlässlichen Aussagen mehr machen kann. Fairtrade setzt auf die Neuproduktion kleinerer Betriebe Wie beim Kaffee und anderen nachwachsenden Rohstoffen setzt Fairtrade auch beim Gold auf kleine Genossenschaften und Zusammenschlüsse. Sie müssen legalisiert sein und bestimmte Standards erfüllen. Illegale Bergbauaktivitäten sind damit ebenso ausgeschlossen, wie jene Gesellschaften, die mit den Rechten der Minenarbeiter ihre Probleme haben. Die hoch liegende Latte zu überspringen, ist für die kleinen Goldförderer dennoch von Vorteil, denn die Zusammenarbeit mit Fairtrade sichert ihnen einen höheren Verkaufspreis. Auch der durch Fairtrade zertifizierte Käufer muss sich am aktuellen Goldpreis orientieren. Er zahlt seinen Kooperationspartnern jedoch eine Vergütung, die 95 Prozent des Spottpreises beträgt. Grundlage ist der von der Londoner Bullion Market Association festgelegte Goldpreis. Über diesen vertraglich fixierten Mindestpreis hinaus erhält die von Fairtrade zertifizierte Mine noch eine zusätzliche Prämie von 2.000 US-Dollar pro Kilogramm Gold. Mit diesen Zusatzeinnahmen werden gemeinnützige Projekte wie Schulen und Krankenstationen finanziert, die allen zugutekommen. Fairtrade bemüht sich, mehr Käufer und Verkäufer für sein Modell zu gewinnen. Der Aufbau eines zertifizierten Händlernetzes steht dabei im Vordergrund. Fairtrade bietet Goldschmieden, Juwelieren und internationalen Schmuckmarken die Möglichkeit, von Fairtrade zertifiziertes Gold zu beziehen. Dieses Engagement kann mit dem Fairtrade Gold-Siegel gegenüber der Kundschaft sichtbar gemacht werden. Wer als Kunde gezielt nach diesem etwas teureren, aber ethisch unbedenklichen Gold fragt, trägt über kurz oder lang mit dazu bei, dass ein kleiner Markt immer größer wird und die Schattenseiten des Bergbaus weiter zurückgedrängt werden. Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Handelstag und grüße Sie herzlich Ihr Bernd Heim PS.: Die Informationen auf 7vor8.de sind für Sie kostenlos. Trotzdem: Jeder Artikel basiert auf einer gründlichen Recherche und verursacht eine Menge Aufwand. Deshalb meine Bitte an Sie: Teilen Sie diese Kolumne mit Ihren Freunden und Bekannten, wenn Sie möchten, dass auch Ihr persönliches Umfeld von diesen wertvollen Informationen profitiert.




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Über den Autor
 
Autor: Robert Sasse Robert Sasse
Robert Sasse
Unternehmer, Journalist und vor allem Herzblut-Börsianer

Der Autor und Verleger Robert Sasse vereint in seinem Lebenslauf über 15 Jahre Börsenerfahrung kombiniert mit hohen Verantwortungsbereichen in Wirtschaftsunternehmen und eigenen Unternehmensgründungen. Er ist studierter Betriebswirt und besitzt einen Master of Science in Marketing und Sales.

Schon Robert Sasses Studienzeit zeigt, dass der 34-jährige Rheinländer sehr vielseitig ist. Er studierte Betriebswirtschaftslehre, Physiologie, Sozialwissenschaften sowie Marketing & Sales in Dortmund, Koblenz, Riga, Wismar und Bamberg. In dieser Zeit sammelte er ein diversifiziertes Wissen über die Beschaffenheit der Märkte, die Funktionsweise von Unternehmen und die Gesellschaftsstruktur.
Dabei hatte der Rheinländer immer einen klaren Fokus: Die Finanzwelt. Schon zu Beginn seines Studiums sammelte er erste Erfahrungen im Finanzsektor und zwar in einer Beratungsgesellschaft für Aktienanalysen. Schnell hatte er sich das nötige Grundwissen angeeignet, um diese selbst zu verfassen und Empfehlungen zu schreiben.

Finanzwissen im In- und Ausland

Dieses Finanzwissen vertiefte Robert Sasse während seiner Auslandssemester weiter: Im Zeitraum von 2005 bis 2010 arbeitete er in Redaktionen in Riga, Vilnius, Tallinn, Prag und Budapest.

Zu Robert Sasses Auftraggebern zählten unter anderem der Finanzen Verlag, die Baltische Rundschau, Euro am Sonntag, die Budapest Times, die FAZ, Wirtschaft konkret und die Budapester Zeitung. Darüber hinaus betreute Robert Sasse während seines Studiums zwei Jahre lang ein Muster-Depot, etablierte ein interaktives Online-Lexikon und arbeitete für diverse Internetseiten im Finanzbereiche.

Außerdem führte er eine Kapitalmarktstudie über Rating-Agenturen durch, betreute ein Fonds-Tool und engagierte sich auf der Internationalen Anleger-Messe.

Erste Unternehmensgründung 2003

Schon in jungen Jahren konnte sich Robert Sasse als Finanzredakteur einen Namen machen. Das verhalf im bereits im Jahr 2003, erstmalig unternehmerisch tätig zu werden. Er gründete seinen eigenen Verlag, den rpes Sachbuchverlag. Insgesamt vier Jahre war Robert Sasse für den Verlag für die Deutsche Wirtschaft tätig. Hier kombinierte der Rheinländer seine Stärken im Management mit der Online-Welt. Er verantwortet in seiner Position als Profitcenter-Verantwortlicher den Bereich E-Business. Hier leitete er 14 Finanzredakteure und verhalf ihnen mit seinem Wissen zu mehr Nutzen und besserer Qualität in den Texten der E-Mail-Newsletter. In dieser Zeit machte Robert Sasse sich die digitale Welt zu Eigen und verknüpfte sie mit seinem Finanz-Wissen.

Geschäftsführer der YES investmedia GmbH

Nach knapp 15 Jahren Erfahrung in der Medien- und Verlagsbranche ist Robert Sasse heute Geschäftsführer der YES investmedia GmbH und Chefredakteur verschiedener Finanzdienste. In dieser Position verhilft er seinen Kunden und Lesern, den immer schneller werdenden Wandel der Märkte zu erfassen und durch wirtschaftlich hoch erfolgreiche Marketing Kampagnen strategische Vorteile im Wettbewerb zu erzielen.

Schon in jungen Jahren konnte sich Robert Sasse als Finanzredakteur einen Namen machen. Das verhalf im bereits im Jahr 2003, erstmalig unternehmerisch tätig zu werden. Er gründete seinen eigenen Verlag, den rpes Sachbuchverlag.

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