WTI-Öl mit massiver Korrekturwelle



12:50 09.11.18

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Der Ölpreis hat auf Jahressicht eine dynamische Rally hinter sich. Die amerikanische Ölsorte WTI kletterte von 44 Dollar im Juni 2017 bis auf 76 US-Dollar empor. Das Jahreshoch markierte der Energieträger vor ungefähr einem Monat: Erst Anfang Oktober kostete ein Barrel (159 Liter) zeitweise 76,48 US-Dollar.

Doch seitdem geht es massiv nach Süden. Das Öl verlor in den letzten vier Wochen fast täglich an Wert. Aktuell notiert der Rohstoff nur noch bei 60,33 US-Dollar - es ging um mehr als 20 Prozent abwärts.

Die Stimmung hat gedreht

Die Korrektur ging einher mit den Sorgen um die Weltwirtschaft. Nach der Aufwärtsbewegung des vergangenen Jahres bremst die Sorge vor einer Eskalation des internationalen Handelskonflikts sowie andere geopolitische Risiken. Auch die Aktienmärkte kamen zeitgleich deutlich zurück.

Die OPEC rechnet aufgrund der möglichen Schwäche der Weltwirtschaft für 2019 offenbar bereits mit einem Angebotsüberschuss an Öl und denkt über eine Drosselung der Förderung nach. So schnell kann sich das Blatt wenden.

Charttechnik: Aufwärtstrend gebrochen

Aus charttechnischer Sicht hat das WTI den Aufwärtstrend des letzten Jahres bei 68 Dollar eindeutig gebrochen. Damit wurde ein negatives Signal generiert. Die wichtige Trendlinie führte den Energieträger 16 Monate lang aufwärts. Auch die charttechnische Unterstützung bei 66,50 Dollar gehört der Vergangenheit an. Das negative Signal wurde damit bestätigt.

In der folgenden Abbildung ist das Rohöl der amerikanischen Sorte WTI seit Juni 2017 dargestellt (in US-Dollar je Barrel, Candlestick-Chart auf Tagesbasis):

 



 

Eingetrübtes Gesamtbild

Nach der massiven Talfahrt des Energieträgers muss kurzfristig möglicherweise eine technische Gegenbewegung eingeplant werden. Das Öl wird nicht ewig in diesem Tempo nach Süden rauschen. Auf Sicht der kommenden Tage oder Wochen dürfte eine Erholung starten. Möglicherweise wird der Bereich von 66 Dollar noch einmal idealtypisch angelaufen.

Übergeordnet hat sich das Bild des Öls jedoch nachhaltig eingetrübt. Mittelfristig gesehen sind weiter sinkende Notierungen wahrscheinlich. Als erstes Kursziel gilt der Unterstützungsbereich von 58 Dollar. Auf Sicht von mehreren Monaten könnte auch der nächste Unterstützungsbereich bei 53,30 Dollar angelaufen werden.

 

Freundliche Grüße aus Köln

Bernd Raschkowski

www.rohstoff-dienst.de

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Über den Autor
 
Autor: Bernd Raschkowski Bernd Raschkowski,
Stockstreet GmbH

Bernd Raschkowski handelte bereits im Alter von 16 Jahren die ersten Wertpapiere und ist mittlerweile seit 14 Jahren erfolgreicher Trader und Anlagecoach. Seine journalistische Leidenschaft entdeckte er während seines Studiums und verfasste schon unzählige Marktberichte und Kapitalmarktanalysen für namhafte Medien wie N-TV, T-Online, N24, Der Aktionär und Die Telebörse. Der gelernte Dipl.-Kaufmann analysiert die Finanzmärkte mit einem ganzheitlichen Ansatz aus volkswirtschaftlichen Daten, Charttechnik sowie der Verhaltensökonomie. Für mehr Information: www.stockstreet.de

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