DAX: Das sieht mittlerweile gar nicht gut aus!



15:32 16.11.18

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Das sieht mittlerweile gar nicht gut aus! Der deutsche Leitindex rutscht im Laufe des Handelstages immer weiter abwärts. Die Unterstützungszone im Bereich von 11.051 rückt immer näher. Ein Test des Tiefs könnte schneller kommen als manchem Bullen lieb ist.

Der Start in den heutigen Handelstag war eigentlich gar nicht so schlecht. Ordentliche Vorgaben aus Übersee halfen dem DAX im frühen Handel ein wenig auf die Sprünge und der deutsche Leitindex konnte sich im frühen Handel eigentlich ganz gut stabilisieren. Doch diese Stabilisierung erwies sich als wenig nachhaltig. Der DAX kämpft weiter um Halt und vor allem aus Sicht von technischen Analysten sieht es für den DAX aktuell gar nicht gut aus. Ein Test des Tiefs im Bereich von 11.051 wird aus deren Sicht immer wahrscheinlicher. Zudem gibt es erneut wenig hoffnungsvolle Nachrichten aus Großbritannien.

Die schlechten Nachrichten aus London reißen auch heute nicht ab. Der für die Abstimmung im Parlament womöglich entscheidende Bündnispartner für die Tories, die konservative nordirische DUP, drängt Premierministerin May offenbar zum Rücktritt. Die Drohung der DUP ist laut Medienberichten unmissverständlich: Solle May nicht zurücktreten, will die DUP ihre Zustimmung im Unterhaus verweigern. Die Tories sind jedoch zwingend auf die Unterstützung der nordirischen Partei angewiesen, da sie sonst nicht auf die notwendige Mehrheit kommen. Als wäre der Brexit nicht schon Belastung genug, droht den Briten nun auch noch eine handfeste Regierungskrise.


Während Anleger am deutschen Aktienmarkt noch halbwegs sportlich mit den Nachrichten aus London umgehen, sieht das am britischen Aktienmarkt mittlerweile ganz anders aus. Vor allem Bank- und Immobilienaktien wurden im gestrigen Handel massiv abgestraft. Die RBS verlor 9,6 Prozent, Barclays immerhin 4,1 Prozent und Lloyds verabschiedeten sich mit einem Minus von fünf Prozent aus dem Handel. Die beiden Airlines Ryanair und Easyjet verloren im gestrigen Handelsverlauf 5,3 beziehungsweise 6,6 Prozent. Trotzdem reagiert der FTSE insgesamt noch erstaunlich gelassen, ob der politischen Turbulenzen. Auf Wochensicht hat sich der britische Leitindex zwar immer wieder heftig bewegt, doch insgesamt notiert er nahezu unverändert gegenüber der Vorwoche.

Endlich wieder nach oben ging es gestern an den US-Leitbörsen. Der Dow Jones konnte um immerhin 0,8 Prozent zulegen, der S&P 500 sogar um knapp ein Prozent. Noch etwas dynamischer konnte sich gestern die NASDAQ erholen und um 1,8 Prozent zulegen. Allerdings gab es heute Morgen schon wieder eine Hiobsbotschaft aus dem Tech-Sektor: Die vorgelegten Zahlen von Nvidia haben Anleger offenbar massiv enttäuscht und führen zu einem wahren Exodus bei der Aktie des Chipherstellers. Bei Nvidia sind es nicht unbedingt die Zahlen für das zurückliegende Quartal die für enttäuschte Gesichter sorgten, es ist vielmehr der Ausblick der Anleger Sorgen bereitet. Im abgelaufenen Quartal konnte Nvidia seinen Umsatz um immerhin 20 Prozent auf nun 3,18 Milliarden US-Dollar steigern, das war zwar etwas weniger als von Analysten erwartet, aber das allein wäre noch nicht tragisch. Die Prognose für das laufende Quartal enttäuscht jedoch massiv. Analysten hatten Nvidia Erlöse im Bereich von 3,4 Milliarden US-Dollar zugetraut. Der Konzern selbst, rechnet allerdings nur mit Gewinnen im Bereich von 2,7 Milliarden Euro.
   

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Über den Autor
 
Autor: Cornelia Frey Cornelia Frey,
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Cornelia Frey und Holger Scholze informieren abwechselnd um das Geschehen im Derivatebereich der Stuttgarter Börse. Neben Fernsehinterviews beim Nachrichtensender n-tv, berichten sie in Radiointerviews und den Marktberichten EUWAX Trends über das Geschehen bei Optionsscheinen & Co. Die Beiträge stellen keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten da. Unter dem Link https://www.boerse-stuttgart.de/rd/de/register können Sie Ihre E-Mail Adresse für den Versand der Marktberichte registrieren lassen. Die Berichte werden dann automatisch per E-Mail an Sie versandt.

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