Die Geldanlage: Eine kleine Einführung



16:24 07.12.18

Die Geldanlage oder das Investment sind viel belächelte, nicht selten verachtete, aber auch mystifizierte Praktiken. Der Traum vom "kleinen Einsatz" auf der einen und "riesigem Gewinn" auf der anderen Seite hat schon so manchen gestandenen Bürger dazu bewogen, sein Erspartes ins Rennen um die höchste Dividende bzw. den sich am besten entwickelnden Kurs zu schicken - viele haben ihr Erspartes niemals wieder gesehen. Das Spiel mit dem Geld ist also nicht immer ein glückhaftes; häufiger ist es gar ein leidiges bzw. leidbringendes. In diesem Artikel wollen wir einen Beitrag dazu leisten, die Geldanlage im buchstäblichen Sinne eher zu einer Glücksquelle werden zu lassen. Wir zeigen, was man dabei - vor allem als Anfänger bzw. Anfängerin - besonders zu Beginn beachten sollte.

Wissen, was man will: Ziele setzen

Jede Geldanlage setzt freilich, und trivialerweise, voraus, dass zuvor ein Entschluss gefasst worden ist, sie überhaupt zu tätigen oder doch zumindest zu erwägen. Bei genauerem Hinschauen ist dies jedoch nicht gar so trivial, denn schließlich kann erst ein Entschluss dazu führen, dass man sich Ziele setzt und insofern auch darüber nachdenkt, welche Möglichkeiten einem zur Realisierung dieser Ziele überhaupt offenstehen. Dies ist der leichte Part.



Die Ziele sind deshalb verhältnismäßig einfach gesetzt, weil es hier nicht allzu viele Alternativen gibt: Entweder man möchte eine möglichst hohe Rendite erzielen, eine möglichst flexible Verfügbarkeit der Einlagen sicherstellen oder nur absolut sichere, langfristige Investments tätigen und im Gegenzug Abstriche auf der Gewinnseite in Kauf nehmen. Dieses sogenannte "magische Dreieck der Geldanlage" ist relativ zügig ausbalanciert, denn die Zielsetzung hängt maßgeblich von der persönlichen Ist-Situation ab: Wenn ich nur wenig Geld investieren kann, keine kurzfristigen Anschaffungen und dergleichen plane und mir bloß eine gewisse materielle Absicherung im Alter von der Anlage erhoffe, dann werde ich nicht groß überlegen müssen, um mich für eine möglichst sichere Investition zu entscheiden (wohlgemerkt: vollkommene Sicherheit gibt es natürlich nie).

Wie kann man das, was man will, erreichen? Handlungsoptionen ausloten

Nachdem die Ziele gesteckt worden sind, fängt, wie bereits angedeutet, der komplizierte Part an. Wie kann ich sie erreichen? Hierzu muss man die Handlungsoptionen, die einem persönlich und institutionell zur Verfügung stehen, ausloten. "Persönlich" meint dabei vor allem das eigene Finanzwissen sowie etwaiges "soziales Kapital", also Netzwerke aus Freunden, Bekannten und Kollegen, die einem mit Rat und Tat zur Seite stehen könnten. "Institutionell" bezieht sich dagegen auf alle möglichen Formen von Beratungsdienstleitungen, die man in Anspruch nehmen kann, wenn man investieren möchte. Beispielsweise kann man sich bei seiner Hausbank beraten lassen. Alternativ kann aber auch ein sogenannter unabhängiger Finanzberater eine gute Hilfe sein. Der Unterschied zwischen einem Hausbankberater und einem unabhängigen Berater besteht vor allem darin, dass der erstere nicht aus dem vollen Angebot, das auf dem Finanzmarkt verfügbar ist, schöpfen kann und an Verträge mit bestimmten Emittenten gebunden sowie von etwaigen Provisionen abhängig ist. Dies kann ihn dazu verleiten, im Zweifelsfall nicht nur zum Wohle des Kunden zu handeln. Außerdem können hier weitere Kosten (z.B. Depotgebühren) anfallen.

Hat man sich erst für ein bestimmtes Vorgehen entschieden, empfiehlt es sich, nicht gleich "Hals über Kopf" ins Geschäft einzusteigen, sondern sukzessive sich heranzutasten und ein "Gefühl" für den Markt zu entwickeln. Risiken gilt es möglichst zu streuen. In jedem Fall jedoch, sollte man viel Geduld mitbringen. Denn: Geld anlegen, heißt vor allem, warten können!

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