Die Tauben sind los



10:33 12.01.19

Euwax bonds

Der Freitag vergangener Woche lies Freude bei den Anlegern aufkommen: der DAX zündete am letzten Tag der verkürzten ersten Handelswoche ein Kursfeuerwerk und stieg um 3,37 Prozent. Der darauffolgende Montag verlief weitestgehend ereignislos, am Dienstag und Mittwoch legte der deutsche Leitindex nochmal um 0,52 und 0,83 Prozent zu und sorgte damit weiter für gute Stimmung bei den Marktteilnehmern. Am Donnerstag folgte dann eine Konsolidierung. Schlechte Vorgaben aus Asien drückten den DAX am Morgen ins Minus. Der Nikkei verlor am Mittwoch aufgrund der schwachen Inflation und des starken Yen 1,29 Prozent. Auch die amerikanischen Indizes mussten zum Ende der Woche Verluste hinnehmen.

Auch der anhaltende Handelsstreit belastet die Märkte. Obwohl sich die Gespräche zwischen den USA und China in den ersten beiden Tagen positiv auswirkten, machte sich am Donnerstag Ernüchterung breit. Die Gespräche seien gut verlaufen und es sei eine „Grundlage geschaffen“ worden, so die Angaben aus Peking. Eine Einigung oder ein nennenswerter Abbau von Differenzen wurde jedoch noch nicht erreicht. Dennoch kann zumindest von einem kleinen Fortschritt die Rede sein.

Dovishe Stimmung in den USA: Aus dem Dezember-Protokoll der Federal Reserve geht hervor, dass man sich mit weiteren Zinsschritten Zeit lassen wird. Ein Grund dafür könnten die Warnungen vor einer drohenden Rezession sein, sollten die Zinsen weiter zügig steigen. Dies bedeutet mitnichten, dass weitere Zinsschritte ausgeschlossen sind. Nur werden diese wohl nicht so schnell kommen, wie Ende des letzten Jahres noch vom Markt vermutet wurde. Im vergangenen Jahr wurde der Zins viermal um 25 Basispunkte angehoben, was den amerikanischen Präsidenten nicht selten toben lies. Es ist davon auszugehen, dass die Fed nicht auf den politischen Druck sondern auf die allgemein schwächer werde Konjunktur reagiert hat. US-Notenbanker Bostic empfiehlt sogar, in diesem Jahr die Zinsen nur einmal zu erhöhen.
Die Freude über langsamer steigende Zinsen wurde an den amerikanischen Märkten allerdings durch die jüngsten innerpolitischen Ereignisse etwas getrübt. Trump will sein Wahlversprechen, eine Mauer zu Mexiko zu bauen, nach wie vor umsetzen. Da allerdings der ursprüngliche Plan, Mexiko für die Mauer zahlen zu lassen, nicht aufgeht, würde der Mauerbau den amerikanischen Haushalt mit 5,7 Milliarden US-Dollar belasten. Da die Demokraten im Kongress die finanziellen Mittel für die Mauer nicht genehmigen wollen, kam es zum sogenannten Government-Shutdown. Der Stillstand betrifft rund ein Viertel der amerikanischen Behörden, laut dem Spiegel sind derzeit etwa 800.000 Beamten unbezahlt.
 




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