Alibaba jetzt mit Alipay



08:23 12.02.19

Der Bezahldienst Alipay von Alibaba erweitert das Geschäftsmodell in Europa: Mit einer neuen Lizenz kann das Unternehmen auch europäischen Kunden seine Bezahlfunktion anbieten. Zudem kann er seinen Service für Händler erweitern, damit chinesische Touristen in Europa in noch mehr Läden mit Alipay bezahlen können. Der Capped-Bonus VA9P4T bietet bei 29 Prozent Puffer derzeit 13 Prozent p.a. Rendite. Als Aktienanleihe bietet sich die WKN VF1JGQ an.Wer es offensiv mag, greift zum Turbo VF1NNL

Alipay ist ein Bezahldienst des chinesischem Konzerns Alibaba, welches im Jahr 2004 als Bezahlmethode für den Onlinehandel gestartet ist. Doch eine reine Finanz-App ist Alipay schon lange nicht mehr. Mit mehr als 700 Millionen aktiven Nutzern ist sie eine der größten Bezahl- und „Lifestyleplattformen“ weltweit. Nutzer erhalten beispielsweise auch Informationen zu Händlern in der Nähe, können einen Tisch im Restaurant reservieren, Kinotickets oder ein Taxi buchen.

Alipay wird in 20 europäischen Ländern akzeptiert. Um Alipay jedoch nutzen zu können, brauchte man bisher ein Konto in China und einen chinesischen Pass. Nun hat Alipay von der Finanzaufsicht in Luxemburg eine Lizenz als E-Geld-Institut erhalten: Mit der Lizenz kann Alipay so sein Geschäftsmodell in zwei Bereichen erweitern: Einerseits kann das Unternehmen auch europäischen Verbrauchern seine Bezahlfunktion anbieten. Andererseits kann es seinen Service für Händler ausweiten. Dies dürfte den europäischen Zahlungsverkehrsmarkt massiv beeinflussen, berichtet das Handelsblatt.

Alipay’s Bezahlfunktion auch für europäische Kunden

Dank der zweiten EU-Zahlungsdiensterichtlinie (auch PSD2 genannt) hätte Alipay direkten Zugang auf die Konten seiner Kunden, um dort in deren Auftrag Überweisungen auszuführen. Durch diesen Direktzugang werden Partnerschaften mit Banken oder Kreditkartenunternehmen überflüssig sein. Des Weiteren droht den traditionellen Unternehmen der Verlust des Kundenkontakts. Die Machtverhältnisse am Zahlungsverkehrsmarkt ändern sich, und Anbieter neben Alipay, wie Google und Amazon, die ebenfalls eine E-Geld-Lizenz haben, könnten profitieren.



Die Ausweitung auf den europäischen Markt bietet enormes Potential: Der chinesische Markt ist zwar groß, aber bereits weitgehend gesättigt. Deshalb sind die 500 Millionen Verbraucher in Europa aus chinesischer Sicht ein sehr attraktives Ziel. Vor allem weil sich das Bezahlen mit dem Smartphone hier noch nicht ganz durchgesetzt hat.

Zahl der kooperierenden Händler steigt

In Europa will Alipay die Zahl der kooperierenden Händler steigern, damit chinesische Touristen in noch mehr Geschäften mit Alipay bezahlen können. Dabei helfen dem Unternehmen die großen Zahlungsdienstleister wie Wirecard, Concardis, BS Payone und Ingenico, die den Bezahldienst an die Kassen der Händler bringen.

Eine Kooperation mit Alipay lohnt sich für die europäischen Händler: Im Jahr 2017 haben chinesische Touristen in Deutschland circa EUR 5,8 Milliarden ausgegeben. Im Schnitt waren es pro Reise EUR 3.710. Allein in München, Frankfurt und Düsseldorf geben sie im Durchschnitt ohne Hotelkosten mehr als 750 Euro pro Tag aus.

Quelle: Vontobel. eigene Recherche

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Über den Autor
 
Autor: Feingold-Research Feingold-Research
Die beiden ehemaligen FTD- und Börse Online-Redakteure Benjamin Feingold und Daniel Saurenz haben zusammen das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort stellen die beiden Kapitalmarktexperten und Journalisten ihre Marktmeinung, Perspektiven und Strategien inklusive konkrete Produktempfehlungen vor. In zwei Musterdepots werden die eigenen Strategien mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert (feingold-research.com).

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