EUR/NOK: Die Norwegische Krone interessiert Sie nicht? Sollte Sie aber!



14:27 13.03.19

Zugegeben, das Währungspaar EUR/NOK (ISIN: EU0009654698) ist keine große Nummer gegenüber den Big Playern EUR/USD, EUR/JPY oder USD/JPY etc. Und aus Norwegen hört man oftmals nur Meldungen im Zusammenhang mit dem größten Staatsfonds der Welt (der zuletzt mit 50 Milliarden Euro Verlust von sich reden machte), Kreuzfahrtschiffen, Fischfang oder Ökostrom. Jüngst war jedoch wieder von der Norwegischen Krone zu hören, als es darum ging, dass die Norwegische Zentralbank (Norges Bank) noch im März die nächste Zinserhöhung auf 1,00 % angehen könnte. Der Euro ging darauf hin wieder deutlich schwächer. Welchen Weg die Einheitswährung jetzt im großen Bild einschlagen könnte, erfahren Sie im Folgenden.

Erst Ende 2018 war es dem Euro gelungen gegenüber der Norwegischen Krone auf ein Rekordhoch von 10,06 NOK zu steigen. Zuletzt gab es einen vergleichbaren Wechselkurs im Zuge der Finanzkrise, als die Norwegische Krone zum Euro Ende 2008/Anfang 2009 in wenigen Monaten um über 26 % regelrecht auf fast 10 NOK gecrasht war.

Kein Durchkommen über 10 NOK

EUR/NOK im Wochen-Chart mit angedeuteter Keilbildung

EUR/NOK im Wochen-Chart mit angedeuteter Keilbildung

In den letzten Jahren wurde der Bereich um 10 NOK wiederholt angegriffen. Ein nachhaltiger Durchbruch gelang dem Euro jedoch bis heute nicht. Die vergeblichen Versuche an die 10er Marke heran haben im langfristigen Chartbild ein markantes Chartbild hinterlassen. Zum einen hat sich eine Widerstandszone zwischen ca. 9,75 und 10 NOK herauskristallisiert und zum anderen hat sich ein steigender Keil entwickelt. In Kombination verheißen sie nichts Gutes für den Euro.

EUR/NOK im Tages-Chart mit fertiger ABC-Korrektur



EUR/NOK im Tages-Chart mit fertiger ABC-Korrektur

Das knappe Rekordhoch Ende 2019 wurde sogleich wieder verkauft. Der Euro fiel hier zur Norwegischen Krone impulsiv als 5-teilig zurück. Ab dem 31. Januar begann dann ab 9,65 NOK eine Erholungsbewegung (ABC-Korrektur) auf 9,88 NOK, die am 8. März abrupt zwischen dem 50er und 62er Korrektur-Retracement endete. Seitdem geht der Euro wieder schwächer.

Es droht ein kleiner Euro-Crash

Es deutet sich damit jetzt an, dass dem Euro weitere Schlagseite droht. In den nächsten Wochen könnte bereits die 9 NOK Marke zur Diskussion stehen. Und bereits bei Kursen unter ca. 9,60 NOK, also dann, wenn die Kurse aus dem besagten Keil nach unten ausbrechen, gilt höchste Alarmstufe. Am Ende könnte es zu einer ähnlichen Situation kommen wie Anfang 2009 als der Euro - nach damaligen neuen Allzeithochs - zur Norwegischen Krone in wenigen Monaten um 15 % gefallen war. Anleger und Investoren, die in Norwegen zu tun haben, sollten jetzt nicht in Panik geraten. Aber zumindest sollte der angedeutete Euro-Verfall auf bis zu 8,50 NOK im Hinterkopf behalten werden, um vom drohenden Euro-Crash nicht überrascht bzw. überrannt zu werden.

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in dem besprochenen Wertpapier derzeit investiert. Die bereitgestellten Informationen spiegeln lediglich die persönliche Meinung des Autors wider, stellen keine Anlageberatung oder Aufforderung zu Wertpapiergeschäften dar und können eine individuelle anleger- und anlagengerechte Beratung nicht ersetzen.

Viele Grüße,

Ihr Robert Schröder

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Autor: Robert Schröder Robert Schröder,
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Robert Schröder, Elliott-Waves.com bietet Ihnen Analysen, Prognosen und konkrete Trading-Ideen zu Aktienindices und Währungspaaren. Bereits seit 10 Jahren erstellt der Technische Analyst Robert Schröder treffsichere Kursprognosen mit Hilfe des Elliott-Wellen-Prinzips. Die Anwendung ist komplex, erlaubt aber bei gekonnter Umsetzung Prognosen mit hoher Präzision. In eindeutigen Analysen und regelmäßigen Updates u.a. zu Dow Jones, EUR/USD und Nasdaq 100 sowie dem Bund Future stellt er Ihnen sein umfangreiches Wissen zur Verfügung. So bleiben Sie dem Markt immer einen Schritt voraus.

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