Firmenanleihen: Die aufgeschobenen Risiken sind nicht aufgehoben



09:11 15.03.19

Liebe Leser,

oberflächlich betrachtet hat sich die Lage beruhigt und die Notenbanken haben es wieder einmal geschafft, den Märkten ihre Sorgen zu nehmen. Aber die Risiken sind unter der Oberfläche immer noch die gleichen wie zuvor. Es lohnt daher gerade in diesen Tagen einen Blick auf die Unternehmensanleihen und die hier lauernden Risiken zu werfen.

Ein typisches Beispiel dafür, wie viele Unternehmen das billige Geld der Notenbanken in den vergangenen Jahren für zweifelhafte Aktionen genutzt haben, ist IBM. Das US-IT-Unternehmen hat Übernahmen von zweifelhaftem strategischen Wert getätigt und Kredite aufgenommen, um eigene Aktien am Markt zurückkaufen zu können.

Ein Einzelfall ist IBM dabei keineswegs. Andere Unternehmen haben ihre Dividenden nicht aus dem Gewinn, sondern mittels neuer Kredite finanziert und insgesamt haben die Verbindlichkeiten der Unternehmen seit der Finanzkrise nicht ab-, sondern stark zugenommen. Das Volumen ist um bis zu 50 Prozent gestiegen und Industrie und Privathaushalte sind heute mit 249.000 Milliarden US-Dollar verschuldet. Das entspricht 322 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung.

In ihrer Not haben die Anleger jede Anlage aufgekauft, die auf den Markt kam, nur um ein wenig Rendite zu erzielen. Dass man sich damit auch ein hohes Risiko eingekauft hat, ist vielen Anlegern gar nicht bewusst. Das zweite Halbjahr 2018 hat aber deutlich gezeigt, wie leicht die Kurse der Unternehmensanleihen unter Druck geraten können, wenn die Investoren plötzlich kalte Füße bekommen.

Inzwischen haben sich die Kurse zwar weitgehend wieder erholt, doch weil die Firmen das billige Geld der Notenbanken nicht für operativ sinnvolle Zukäufe und neue Investitionen ins eigene Geschäft genutzt haben, sondern Bilanzkosmetik betrieben haben, hat ihre Fähigkeit, die aufgenommenen Schulden bedienen und bei Fälligkeit zurückzahlen zu können, weiter gelitten.

IBM hat in den letzten 18 Jahren so viele eigene Aktien zurückgekauft, dass sich die Zahl der ausgegebenen Aktien halbiert hat. Der Gewinn pro Aktie ist dadurch deutlich gestiegen. Nur wer als Anleger genauer hinschaut, der sieht, dass der Umsatz seit Jahren stagniert und die Verbindlichkeiten deutlich gestiegen sind.

Anleger, die um diese Zusammenhänge wissen, der achten sowohl beim Kauf von Aktien wie auch beim Erwerb von Unternehmensanleihen darauf, dass nur noch echte Qualität in das eigene Depot eingekauft wird.



Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Tag und grüße Sie herzlich

Ihr

Bernd Heim


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Über den Autor
 
Autor: Volker Gelfarth Volker Gelfarth
Volker Gelfarth ist unabhängig beratender Unternehmensanalyst und renommierter Chefredakteur. Seine Publikationen „Die Aktien-Analyse“, Strategisches Investieren“, „Gelfarths Dividenden-Letter“ und „Gelfarths Premium-Depot“ sind seit vielen Jahren unentbehrliches Handwerkszeug privater und institutioneller Aktienanleger.
Der Diplom-Produktions-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich mit seinem Researchunternehmen voll und ganz der Value-Analyse widmete. Mit unermüdlichen Willen analysierte er als einer der ersten systematisch das Anlage-Verhalten der weltweit erfolgreichsten Investoren und machte dieses seinen Lesern zugänglich.

Erfolgsstrategien für Groß- und Kleinanleger Den gelernten Ingenieur interessieren als Grundlage seiner Bewertungen und Empfehlungen vor allem harte Fakten, solide Daten und seriös überprüfte Zahlen.
Seine Leser danken es ihm. Schon seit 2 Jahrzehnten schlagen Gelfarths Empfehlungen Jahr für Jahr die Märkte deutlich. Bis zu 4mal besser als der Dax.

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