Lanxess: Fehlausbruch



08:28 25.03.19

Nach dem Fehlausbruch in der vergangenen Woche zeigt sich die Lanxess-Aktie angeschlagen. Schon zuvor hatte der Wert eine nur unterdurchschnittliche Entwicklung verzeichnet. Mit einem Open End Turbo Short auf Lanxess könnte sich eine Trading-Chance von 66 Prozent ergeben.

Ende letzter Woche hatte Lanxess seine Zahlen zum letzten Jahr vorgelegt. Der Kölner Konzern steigerte seinen Umsatz (von 6,3 auf 7,2 Milliarden Euro) und seinen operativen Gewinn (von 0,93 auf 1,02 Milliarden Euro) und möchte der Hauptversammlung am 23. Mai eine Erhöhung der Dividende um 0,10 auf 0,90 Euro vorschlagen. Eine Woche zuvor stehen die Zahlen für das erste Quartal des laufenden Jahres auf der Tagesordnung. Diese möchte Lanxess zusammen mit einer Prognose für das Gesamtjahr am 14. Mai präsentieren.

Lanxess ist ein führender Spezialchemiekonzern aus Köln mit rund 15400 Mitarbeitern in 33 Ländern und an 60 Produktionsstandorten. Das Kerngeschäft des Konzerns stellen die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von chemischen Zwischenprodukten, von Additiven, Spezialchemikalien und Kunststoffen dar. Zuletzt hatte der Konzern mitgeteilt, dass er wegen einer schwächeren Nachfrage in China in diesem Jahr nicht mit einem steigenden Gewinn rechnet, der Rückgang aber kompensiert werden könne.

Das vor kurzem ausgelöste Kaufsignal, das sich durch das Überwinden des zuvor bearbeiteten Widerstands um 50 Euro ergeben hatte, ist mittlerweile gelöscht. Mit dem seit Mitte letzter Woche schwachen Gesamtmarkt fiel auch die Aktie des Spezialchemiekonzerns zurück und tilgte die positive Aussicht. Nicht erst seit der unterdurchschnittlichen Entwicklung der letzten Wochen, als die Aktie trotz des freundlichen Marktes nur zur Seite tendierte, wurde klar, wie abhängig der Konzern vom Automobilmarkt sei, meinten Analysten.

Aus technischer Sicht war das Ringen am Widerstand um 50 Euro nur für kurze Zeit von Erfolg gekrönt. Nachdem die Notierungen die Hürde überwunden hatten, stiegen sie auf ein Hoch bei 52,12 Euro an, kamen aber sofort wieder zurück. Somit ergab sich ein Fehlausbruch. Der könnte nachhaltigen Schaden in der Aktie angerichtet haben, dass die Anleger das Vertrauen in einen weiteren Anstieg vorerst verlieren. Kursziele könnten sich dann auf der Unterseite und vorrangig am Tief von Anfang des Jahres um 40 Euro befinden.

Lanxess (Tageschart in Euro) Tendenz:
Lanxess (Wochenchart in Euro)
Wichtige Chartmarken
Widerstände: 49,81 // 50,20 // 52,12 // 57,14
Unterstützungen: 48,31 // 45,94 // 44,94 // 39,47

Mit einem Open End Turbo Short (WKN HX4XB3) können risikofreudige Anleger, die eine fallenden Lanxess-Aktie erwarten, überproportional profitieren. Der Abstand zur Stopp-Loss-Barriere beträgt dabei 26,2 Prozent. Der Einstieg in diese spekulative Position bietet sich dabei stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an. Der könnte im Basiswert bei 50,50 Euro platziert werden. Im Open End Turbo Short ergibt sich ein Stoppkurs bei 1,06 Euro. Unter 47,50 Euro könnte er auf Einstandsniveau nachgezogen werden. Ein Trading-Ziel nach unten könnte sich auf kurze Sicht um 40 Euro ergeben. Für die spekulative Idee beträgt das Chance-Risiko-Verhältnis 4,0 zu 1.

Strategie für fallende Kurse
WKN: HX4XB3
Typ: Open End Turbo Short
akt. Kurs: 1,26 - 1,27 Euro
Emittent: UniCredit
Basispreis: 60,815 Euro
Basiswert: Lanxess
KO-Schwelle: 60,815 Euro
akt. Kurs Basiswert: 48,505 Euro
Laufzeit: Open end
Kursziel: 2,11 Euro
Hebel: 4,0
Kurschance: + 66 Prozent
Quelle: UniCredit


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Über den Autor
 
Autor: S. Feuerstein S. Feuerstein,
Hebelzertifikate-Trader

Stephan Feuerstein ist Chefredakteur des Hebelzertifikate-Traders (www.hebelzertifikate-trader.de) und Herausgeber des Strategie-Traders (www.strategie-trader.de). In beiden Briefen steht das Trading mit Derivaten im Vordergrund, wobei alle Trades jeweils am Vortag angekündigt werden und beim Hebelzertifikate-Trader in einem Echtgeld-Musterdepot real gehandelt werden.

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