Suedzucker: Das wars mit den guten Zeiten!



07:52 16.04.19

Fundamental: Die Aktie von Suedzucker gilt nach dem Maßstab des Kurs-Gewinn-Verhältnisses (KGV) als überbewertet. Denn: Das KGV liegt mit 56,8 insgesamt 121 Prozent höher als der Branchendurchschnitt im Segment „Nahrungsmittel“, der 25,71 beträgt. Vor diesem Hintergrund erhält die Aktie aus Sicht der fundamentalen Analyse die Einstufung „Sell“.

Branchenvergleich Aktienkurs: Suedzucker erzielte in den vergangenen 12 Monaten eine Performance von -15,35 Prozent. Ähnliche Aktien aus der „Nahrungsmittel“-Branche sind im Durchschnitt um 1,66 Prozent gestiegen, was eine Underperformance von -17 Prozent im Branchenvergleich für Suedzucker bedeutet. Der „Verbrauchsgüter“-Sektor hatte eine mittlere Rendite von 0,38 Prozent im letzten Jahr. Suedzucker lag 15,73 Prozent unter diesem Durchschnittswert. Die Unterperformance sowohl im Branchen- als auch im Sektorvergleich führt zu einem „Sell“-Rating in dieser Kategorie.

Relative Strength Index: Der Relative Strength Index (kurz: RSI) setzt die Auf- und Abwärtsbewegungen eines Basiswerts über die Zeit in Relation und ist damit ein guter Indikator für überkaufte oder unterkaufte Titel. Der RSI der letzten 7 Tage für die Suedzucker-Aktie hat einen Wert von 16,33. Auf dieser Basis ist die Aktie damit überverkauft und erhält eine „Buy“-Bewertung. Wir vergleichen den 7-Tage-RSI nun mit dem Wert des RSI auf 25-Tage Basis (64,31). Entgegen dem RSI7 ist Suedzucker hier weder überkauft noch -verkauft. Für den RSI25 wird das Wertpapier daher mit „Hold“ eingestuft. In Summe ergibt sich daher nach RSI-Bewertung ein „Buy“-Rating für Suedzucker.

Technische Analyse: Der aktuelle Kurs der Suedzucker von 11,57 EUR ist mit -8,39 Prozent Entfernung vom GD200 (12,63 EUR) aus Sicht der charttechnischen Bewertung ein „Sell“-Signal. Demgegenüber weist der GD50, der die mittlere Kursentwicklung aus 50 Tagen beziffert, einen Kurs von 12,77 EUR auf. Das bedeutet für den Aktienkurs, dass ein „Sell“-Signal vorliegt, da der Abstand -9,4 Prozent beträgt. Unter dem Strich wird der Kurs der Suedzucker-Aktie als „Sell“ bewertet, wenn der Durchschnitt aus 50 und 200 Tagen als Grundlage herangezogen wird.

Analysteneinschätzung: Die Aktie der Suedzucker wurde in den vergangenen zwölf Monaten von Analysten aus Research-Abteilungen insgesamt mit folgenden Einstufungen versehen: 2 Buy, 4 Hold und 4 Sell-Einstufungen. Daraus leiten wir für die langfristige Einstufung ein „Hold“ ab. In einer zweiten Betrachtung ist auch die Einstufung der Analysten für den vergangenen Monat interessant. Hier hat sich folgendes Bild ergeben: 0 Buy, 1 Hold, 3 Sell. Damit führen die jüngsten Analysen zu einem Gesamturteil von „Sell“. Das Kursziel für die Aktie der Suedzucker liegt im Mittel wiederum bei 14,08 EUR. Da der letzte Schlusskurs bei 11,57 EUR verläuft, ergibt sich eine erwartete Kursentwicklung von 21,72 Prozent. Dies ist verbunden mit der Einstufung „Buy“. Somit ergibt sich aus der Bewertung von Analysten für die Aktie der Suedzucker insgesamt die Einschätzung „Hold“.

Sentiment und Buzz: Suedzucker lässt sich auch über einen längeren Zeitraum hinsichtlich der Anzahl der Wortbeiträge (der Diskussionsintensität) und der Rate der Stimmungsänderung beobachten und auswerten. Daraus ergeben sich interessante Rückschlüsse über das langfristige Stimmungsbild der vergangenen Monate. Konkret: Die Aktie hat dabei nur schwache Aktivität im Netz hervorgebracht. Dies deutet auf eine unterdurchschnittliche Diskussionsintensität hin und erfordert eine „Sell“-Einstufung. Die Rate der Stimmungsänderung weist eine Veränderung zum Negativen auf, was eine Einschätzung als „Sell“-Wert entspricht. In der Gesamtbewertung ergibt sich damit für Suedzucker in diesem Punkt die Einstufung: „Sell“.

Anleger: Die Stimmungslage in sozialen Netzwerken war in den vergangenen Tagen überwiegend positiv. An sieben Tagen war die Diskussion vor allem von positiven Themen geprägt, während an sechs Tagen die negative Kommunikation überwog. In den vergangenen Tagen unterhielten sich die Anleger jedoch verstärkt über negative Themen in Bezug auf das Unternehmen Suedzucker. Als Resultat bewertet die Redaktion die Aktie mit einem „Hold“. Statistische Auswertungen auf der Basis großer historischer Datenmengen haben einen Überhang von Verkaufsignalen ergeben in den letzten zwei Wochen. Konkret handelte es sich um 7 „Sell“-Signale (bei 0 „Buy“-Signal) auf der Basis der Kommunikation, was zu einer „Sell“ Bewertung dieses Kriteriums führt. Zusammengefasst ergibt sich dadurch für das Anleger-Sentiment eine „Hold“-Einschätzung.



Dividende: Derzeit schüttet Suedzucker nur leicht niedrigere Dividenden aus als der Durchschnitt der Branche Nahrungsmittel. Der Unterschied beträgt 0,56 Prozentpunkte (1,72 % gegenüber 2,28 %). Wegen dieser geringen Differenz erhält die Dividendenpolitik der Aktie die Einstufung „Hold“.

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Ein Beitrag von Jens Becker




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Über den Autor
 
Autor: Robert Sasse Robert Sasse
Robert Sasse
Unternehmer, Journalist und vor allem Herzblut-Börsianer

Der Autor und Verleger Robert Sasse vereint in seinem Lebenslauf über 15 Jahre Börsenerfahrung kombiniert mit hohen Verantwortungsbereichen in Wirtschaftsunternehmen und eigenen Unternehmensgründungen. Er ist studierter Betriebswirt und besitzt einen Master of Science in Marketing und Sales.

Schon Robert Sasses Studienzeit zeigt, dass der 34-jährige Rheinländer sehr vielseitig ist. Er studierte Betriebswirtschaftslehre, Physiologie, Sozialwissenschaften sowie Marketing & Sales in Dortmund, Koblenz, Riga, Wismar und Bamberg. In dieser Zeit sammelte er ein diversifiziertes Wissen über die Beschaffenheit der Märkte, die Funktionsweise von Unternehmen und die Gesellschaftsstruktur.
Dabei hatte der Rheinländer immer einen klaren Fokus: Die Finanzwelt. Schon zu Beginn seines Studiums sammelte er erste Erfahrungen im Finanzsektor und zwar in einer Beratungsgesellschaft für Aktienanalysen. Schnell hatte er sich das nötige Grundwissen angeeignet, um diese selbst zu verfassen und Empfehlungen zu schreiben.

Finanzwissen im In- und Ausland

Dieses Finanzwissen vertiefte Robert Sasse während seiner Auslandssemester weiter: Im Zeitraum von 2005 bis 2010 arbeitete er in Redaktionen in Riga, Vilnius, Tallinn, Prag und Budapest.

Zu Robert Sasses Auftraggebern zählten unter anderem der Finanzen Verlag, die Baltische Rundschau, Euro am Sonntag, die Budapest Times, die FAZ, Wirtschaft konkret und die Budapester Zeitung. Darüber hinaus betreute Robert Sasse während seines Studiums zwei Jahre lang ein Muster-Depot, etablierte ein interaktives Online-Lexikon und arbeitete für diverse Internetseiten im Finanzbereiche.

Außerdem führte er eine Kapitalmarktstudie über Rating-Agenturen durch, betreute ein Fonds-Tool und engagierte sich auf der Internationalen Anleger-Messe.

Erste Unternehmensgründung 2003

Schon in jungen Jahren konnte sich Robert Sasse als Finanzredakteur einen Namen machen. Das verhalf im bereits im Jahr 2003, erstmalig unternehmerisch tätig zu werden. Er gründete seinen eigenen Verlag, den rpes Sachbuchverlag. Insgesamt vier Jahre war Robert Sasse für den Verlag für die Deutsche Wirtschaft tätig. Hier kombinierte der Rheinländer seine Stärken im Management mit der Online-Welt. Er verantwortet in seiner Position als Profitcenter-Verantwortlicher den Bereich E-Business. Hier leitete er 14 Finanzredakteure und verhalf ihnen mit seinem Wissen zu mehr Nutzen und besserer Qualität in den Texten der E-Mail-Newsletter. In dieser Zeit machte Robert Sasse sich die digitale Welt zu Eigen und verknüpfte sie mit seinem Finanz-Wissen.

Geschäftsführer der YES investmedia GmbH

Nach knapp 15 Jahren Erfahrung in der Medien- und Verlagsbranche ist Robert Sasse heute Geschäftsführer der YES investmedia GmbH und Chefredakteur verschiedener Finanzdienste. In dieser Position verhilft er seinen Kunden und Lesern, den immer schneller werdenden Wandel der Märkte zu erfassen und durch wirtschaftlich hoch erfolgreiche Marketing Kampagnen strategische Vorteile im Wettbewerb zu erzielen.

Schon in jungen Jahren konnte sich Robert Sasse als Finanzredakteur einen Namen machen. Das verhalf im bereits im Jahr 2003, erstmalig unternehmerisch tätig zu werden. Er gründete seinen eigenen Verlag, den rpes Sachbuchverlag.

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