RWE: Wie groß ist das Potential noch?



12:14 17.04.19

Branchenvergleich Aktienkurs: Rwe erzielte in den vergangenen 12 Monaten eine Performance von 19,89 Prozent. Ähnliche Aktien aus der „Multi-Dienstprogramme“-Branche sind im Durchschnitt um 16,36 Prozent gestiegen, was eine Outperformance von +3,54 Prozent im Branchenvergleich für Rwe bedeutet. Der „Versorgungsunternehmen“-Sektor hatte eine mittlere Rendite von 16,36 Prozent im letzten Jahr. Rwe lag 3,54 Prozent über diesem Durchschnittswert. Die Überperformance in beiden Bereichen führt zu einem „Buy“-Rating in dieser Kategorie.

Analysteneinschätzung: Auf langfristiger Basis schätzen Analysten die Aktie der Rwe als „Hold“-Titel ein. Denn von insgesamt 18 Analysten lagen diese Bewertungen vor: 0 Buy, 1 Hold, 0 Sell. Aus dem letzten Monat liegen keine Analystenupdates zu Rwe vor. Im Mittel erwarten die Analysten dabei ein Kursziel in Höhe von 0 EUR. Daraus errechnet sich eine Erwartung in Höhe von -100 Prozent, da der Schlusskurs derzeit 23,59 EUR beträgt, was einer „Sell“-Einstufung entspricht. Auf Basis aller Analystenschätzungen vergeben wir daher die Bewertung „Buy“.

Technische Analyse: Die Rwe ist mit einem Kurs von 23,59 EUR inzwischen +4,38 Prozent vom gleitenden Durchschnitt der zurückliegenden 50 Tage, dem GD50, entfernt. Dies führt zur kurzfristigen Einschätzung „Hold“. Auf Basis der vergangenen 200 Tage hingegen lautet die Einstufung „Buy“, da die Distanz zum GD200 sich auf +13,47 Prozent beläuft. Insofern schätzen wir die Aktie aus charttechnischer Sicht für die beiden Zeiträume insgesamt als „Buy“ ein.

Fundamental: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ist eine wichtige Kennzahl zur Beurteilung der Ertragskraft und -entwicklung eines Unternehmens im Vergleich zu einem oder mehreren anderen. Bei Rwe beträgt das aktuelle KGV 8,19. Vergleichbare Unternehmen aus der Branche „Multi-Dienstprogramme“ haben im Durchschnitt ein KGV von 33,45. Rwe ist aus fundamentalen Gesichtspunkten damit Stand heute unterbewertet. Die Aktie erhält von der Redaktion in dieser Kategorie daher eine „Buy“-Einschätzung.

Sentiment und Buzz: Das Internet kann Stimmungen verstärken oder sogar drehen. Je nach Diskussionsintensität, also der Anzahl von Wortbeiträgen in den sozialen Medien und der Häufigkeit und Tiefe der Stimmungsänderung ergeben sich neue Einschätzungen für Aktien. Bei Rwe haben wir langfristig in Bezug auf die Diskussionintensität eine unterdurchschnittliche Aktivität gemessen und ordnen diesem Signal die Bewertung „Sell“ zu. Die Rate der Stimmungsänderung zeigt indes kaum Änderungen. Wir kommen daher für das langfristige Stimmungsbild zum Gesamtergebnis „Sell“.

Anleger: Aktienkurse lassen sich neben den harten Faktoren wie Bilanzdaten auch durch weiche Faktoren wie die Stimmung einschätzen. Unsere Analysten haben Rwe auf sozialen Plattformen betrachtet und gemessen, dass die Kommentare bzw. Befunde überwiegend negativ gewesen sind. Zudem haben die Nutzer der sozialen Medien rund um Rwe in den vergangenen zwei Tagen vor allem negative Themen aufgegriffen. Damit erhält die Aktie für diese Betrachtung die Einstufung „Sell“. Desweiteren wurde diese Analyse durch die Betrachtung von Handelssignalen angereichert. Dabei stehen ein konkret berechnetes Signal zur Verfügung (1 „Sell“), woraus sich auf der Ebene der Handelssignale eine „Sell“ Bewertung ergibt. Damit kommt die Redaktion zu dem Befund, dass Rwe hinsichtlich der Stimmung als „Sell“ eingestuft werden muss.

Relative Strength Index: Der Relative-Stärke-Index (auch Relative Strength Index, abgekürzt RSI) wird in der technischen Analyse verwendet um einzuschäten, ob ein Titel überkauft oder überverkauft ist. Überkaufte Titel könnten demzufolge kurzfristig eher Kursrücksetzer sehen während bei überverkauften Titeln eher Kursgewinne möglich sind. Für diesen Punkt der Analyse ziehen wir den RSI auf 7- und auf 25-Tage-Basis für Rwe heran. Zunächst der RSI7: dieser liegt aktuell bei 54,07 Punkten, zeigt also an, dass Rwe weder überkauft noch -verkauft ist. Damit erhält das Wertpapier eine „Hold“-Bewertung für den 7-Tage-RSI. Der 25-Tage-RSI schwankt weniger stark im Vergleich. Rwe ist auch auf 25-Tage-Basis weder überkauft noch -verkauft (Wert: 36,45). Deswegen bekommt die Aktie für den RSI25 ebenfalls eine „Hold“-Bewertung. Zusammen erhält das Rwe-Wertpapier damit ein „Hold“-Rating in diesem Abschnitt.



Dividende: Rwe schüttet gegenüber dem Durchschnitt der Branche Multi-Dienstprogramme auf Basis der aktuellen Kurse eine Dividendenrendite von 2,97 % und somit 0,55 Prozentpunkte weniger als die im Mittel üblichen 3,52 % aus. Der Ertrag ist somit nur leicht niedriger und führt zur Einstufung „Hold“.

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Ein Beitrag von Jens Becker




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Über den Autor
 
Autor: Robert Sasse Robert Sasse
Robert Sasse
Unternehmer, Journalist und vor allem Herzblut-Börsianer

Der Autor und Verleger Robert Sasse vereint in seinem Lebenslauf über 15 Jahre Börsenerfahrung kombiniert mit hohen Verantwortungsbereichen in Wirtschaftsunternehmen und eigenen Unternehmensgründungen. Er ist studierter Betriebswirt und besitzt einen Master of Science in Marketing und Sales.

Schon Robert Sasses Studienzeit zeigt, dass der 34-jährige Rheinländer sehr vielseitig ist. Er studierte Betriebswirtschaftslehre, Physiologie, Sozialwissenschaften sowie Marketing & Sales in Dortmund, Koblenz, Riga, Wismar und Bamberg. In dieser Zeit sammelte er ein diversifiziertes Wissen über die Beschaffenheit der Märkte, die Funktionsweise von Unternehmen und die Gesellschaftsstruktur.
Dabei hatte der Rheinländer immer einen klaren Fokus: Die Finanzwelt. Schon zu Beginn seines Studiums sammelte er erste Erfahrungen im Finanzsektor und zwar in einer Beratungsgesellschaft für Aktienanalysen. Schnell hatte er sich das nötige Grundwissen angeeignet, um diese selbst zu verfassen und Empfehlungen zu schreiben.

Finanzwissen im In- und Ausland

Dieses Finanzwissen vertiefte Robert Sasse während seiner Auslandssemester weiter: Im Zeitraum von 2005 bis 2010 arbeitete er in Redaktionen in Riga, Vilnius, Tallinn, Prag und Budapest.

Zu Robert Sasses Auftraggebern zählten unter anderem der Finanzen Verlag, die Baltische Rundschau, Euro am Sonntag, die Budapest Times, die FAZ, Wirtschaft konkret und die Budapester Zeitung. Darüber hinaus betreute Robert Sasse während seines Studiums zwei Jahre lang ein Muster-Depot, etablierte ein interaktives Online-Lexikon und arbeitete für diverse Internetseiten im Finanzbereiche.

Außerdem führte er eine Kapitalmarktstudie über Rating-Agenturen durch, betreute ein Fonds-Tool und engagierte sich auf der Internationalen Anleger-Messe.

Erste Unternehmensgründung 2003

Schon in jungen Jahren konnte sich Robert Sasse als Finanzredakteur einen Namen machen. Das verhalf im bereits im Jahr 2003, erstmalig unternehmerisch tätig zu werden. Er gründete seinen eigenen Verlag, den rpes Sachbuchverlag. Insgesamt vier Jahre war Robert Sasse für den Verlag für die Deutsche Wirtschaft tätig. Hier kombinierte der Rheinländer seine Stärken im Management mit der Online-Welt. Er verantwortet in seiner Position als Profitcenter-Verantwortlicher den Bereich E-Business. Hier leitete er 14 Finanzredakteure und verhalf ihnen mit seinem Wissen zu mehr Nutzen und besserer Qualität in den Texten der E-Mail-Newsletter. In dieser Zeit machte Robert Sasse sich die digitale Welt zu Eigen und verknüpfte sie mit seinem Finanz-Wissen.

Geschäftsführer der YES investmedia GmbH

Nach knapp 15 Jahren Erfahrung in der Medien- und Verlagsbranche ist Robert Sasse heute Geschäftsführer der YES investmedia GmbH und Chefredakteur verschiedener Finanzdienste. In dieser Position verhilft er seinen Kunden und Lesern, den immer schneller werdenden Wandel der Märkte zu erfassen und durch wirtschaftlich hoch erfolgreiche Marketing Kampagnen strategische Vorteile im Wettbewerb zu erzielen.

Schon in jungen Jahren konnte sich Robert Sasse als Finanzredakteur einen Namen machen. Das verhalf im bereits im Jahr 2003, erstmalig unternehmerisch tätig zu werden. Er gründete seinen eigenen Verlag, den rpes Sachbuchverlag.

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