Deutsche Lufthansa: So kann es weitergehen!



10:24 20.04.19

Sentiment und Buzz: Zu den weichen Faktoren bei der Einschätzung einer Aktie zählt auch die langfristige Beobachtung der Kommunikation im Netz. Unter diesem Gesichtspunkt hat die Aktie von Deutsche Lufthansa für die vergangenen Monate folgendes Bild abgegeben: Die Diskussionsintensität, die sich vor allem durch die Häufigkeit der Wortbeiträge zeigt, hat dabei nur wenig Aktivität aufgewiesen. Daher erhält Deutsche Lufthansa für diesen Faktor die Einschätzung „Sell“. Die sogenannte Rate der Stimmungsänderung war eher schlecht, es ließ sich eine negative Änderung identifizieren. Dies ist gleichbedeutend mit einer „Sell“-Einstufung. Damit ist Deutsche Lufthansa insgesamt ein „Sell“-Wert.

Relative Strength Index: Ein prominentes Signal der technischen Analyse, der Relative Strength-Index, RSI, bezieht die Auf- und Abwärtsbewegungen von Kursen in einem Zeitraum von – musterhaft – 7 Tagen aufeinander. Bei einer Ausprägung zwischen 0 und 30 gilt ein Wert als „überverkauft“, bei 70 bis 100 als „überkauft“ und dazwischen als neutral. Der RSI der Deutsche Lufthansa führt bei einem Niveau von 5,52 zur Einstufung „Buy“. Der RSI25, bezogen auf einen Zeitraum von 25 Tagen, ist mit 53,76 ein Indikator für eine „Hold“-Einschätzung auf diesem Niveau. Damit stellt sich die Gesamteinschätzung auf „Buy“.

Analysteneinschätzung: Geht es nach der langfristigen Meinung von Analysten, dann wird die Deutsche Lufthansa-Aktie die Einschätzung „Buy“ erhalten. Insgesamt liegen folgende Bewertungen vor: 13 Buy, 6 Hold, 1 Sell. Auf kurzfristiger Basis, bezogen auf die vorliegenden Studien des vergangenen Monats, gilt die Aktie als „Buy“. In diesem Zeitraum stuften 7 Analysten den Titel als Buy ein, 2 als Hold und 1 als Sell. Schließlich ist auch das Kursziel der Analysten für die Bewertung der Aktie insgesamt interessant. Dieses wird bei 24,85 EUR angesiedelt. Damit würde die Aktie künftig eine Performance von 11,43 Prozent erzielen, da sie derzeit 22,3 EUR kostet. Diese Entwicklung führt zur Einstufung „Buy“. Für die gesamte Analysteneinschätzung vergeben wir als Redaktion insgesamt das Rating „Buy“.

Anleger: Die Diskussionen rund um Deutsche Lufthansa auf Plattformen der sozialen Medien geben ein deutliches Signal zu den Einschätzungen und Stimmungen rund um den Titel wider. Derzeit häufen sich in den Kommentaren und Meinungen in den beiden vergangenen Wochen insgesamt die negativen Meinungen. Darüber hinaus wurden in den vergangenen Tagen überwiegend negative Themen rund um den Wert angesprochen. Damit kommt unsere Redaktion zu dem Befund, das Unternehmen sei als „Sell“ einzustufen. Schließlich lassen sich im zurückliegenden Zeitraum auf dieser Ebene auch ein Handelssignal ermitteln. Das Bild ergibt 1 Sell-Signal. Dieses Ergebnis führt letztlich zu einer Einstufung als „Sell“ Aktie. Zusammengefasst ist die Redaktion somit der Auffassung, die Aktie von Deutsche Lufthansa sei bezogen auf die Anlegerstimmung mit „Sell“ angemessen bewertet.

Branchenvergleich Aktienkurs: Deutsche Lufthansa erzielte in den vergangenen 12 Monaten eine Performance von -13,21 Prozent. Ähnliche Aktien aus der „Fluggesellschaften“-Branche sind im Durchschnitt um 0,61 Prozent gestiegen, was eine Underperformance von -13,82 Prozent im Branchenvergleich für Deutsche Lufthansa bedeutet. Der „Industrie“-Sektor hatte eine mittlere Rendite von 1,04 Prozent im letzten Jahr. Deutsche Lufthansa lag 14,25 Prozent unter diesem Durchschnittswert. Die Unterperformance sowohl im Branchen- als auch im Sektorvergleich führt zu einem „Sell“-Rating in dieser Kategorie.

Fundamental: Je niedriger das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) einer Aktie ist, desto preisgünstiger erscheint sie auf den ersten Blick. Wachstumsaktien weisen meist ein höheres KGV auf. Deutsche Lufthansa liegt mit einem Wert von 5,25 unter dem Durchschnitt der Vergleichsbranche. Der genaue Abstand beträgt aktuell 79 Prozent bei einem durchschnittlichen KGV der Branche „Fluggesellschaften“ von 24,66. Durch das verhältnismäßig niedrige KGV kann die Aktie als „günstig“ bezeichnet werden und erhält daher auf der Basis fundamentaler Kritierien ein „Buy“.

Dividende: Derzeit schüttet Deutsche Lufthansa nur leicht höhere Dividenden aus als der Durchschnitt der Branche Fluggesellschaften. Der Unterschied beträgt 0,78 Prozentpunkte (3,58 % gegenüber 2,81 %). Wegen dieser geringen Differenz erhält die Dividendenpolitik der Aktie die Einstufung „Hold“.



Technische Analyse: Die 200-Tage-Linie (GD200) der Deutsche Lufthansa verläuft aktuell bei 21,16 EUR. Damit erhält die Aktie die Einstufung „Buy“, insofern der Aktienkurs selbst bei 22,3 EUR aus dem Handel ging und damit einen Abstand von +5,39 Prozent aufgebaut hat. Anders ist das Verhältnis gegenüber dem gleitenden Durchschnittskurs der zurückliegenden 50 Tage. Der GD50 hat derzeit ein Niveau von 21,58 EUR angenommen. Dies wiederum entspricht für die Deutsche Lufthansa-Aktie der aktuellen Differenz von +3,34 Prozent und damit einem „Hold“-Signal. Der Gesamtbefund auf Basis der beiden Zeiträume lautet demnach „Buy“.

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Ein Beitrag von Jens Becker




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Über den Autor
 
Autor: Robert Sasse Robert Sasse
Robert Sasse
Unternehmer, Journalist und vor allem Herzblut-Börsianer

Der Autor und Verleger Robert Sasse vereint in seinem Lebenslauf über 15 Jahre Börsenerfahrung kombiniert mit hohen Verantwortungsbereichen in Wirtschaftsunternehmen und eigenen Unternehmensgründungen. Er ist studierter Betriebswirt und besitzt einen Master of Science in Marketing und Sales.

Schon Robert Sasses Studienzeit zeigt, dass der 34-jährige Rheinländer sehr vielseitig ist. Er studierte Betriebswirtschaftslehre, Physiologie, Sozialwissenschaften sowie Marketing & Sales in Dortmund, Koblenz, Riga, Wismar und Bamberg. In dieser Zeit sammelte er ein diversifiziertes Wissen über die Beschaffenheit der Märkte, die Funktionsweise von Unternehmen und die Gesellschaftsstruktur.
Dabei hatte der Rheinländer immer einen klaren Fokus: Die Finanzwelt. Schon zu Beginn seines Studiums sammelte er erste Erfahrungen im Finanzsektor und zwar in einer Beratungsgesellschaft für Aktienanalysen. Schnell hatte er sich das nötige Grundwissen angeeignet, um diese selbst zu verfassen und Empfehlungen zu schreiben.

Finanzwissen im In- und Ausland

Dieses Finanzwissen vertiefte Robert Sasse während seiner Auslandssemester weiter: Im Zeitraum von 2005 bis 2010 arbeitete er in Redaktionen in Riga, Vilnius, Tallinn, Prag und Budapest.

Zu Robert Sasses Auftraggebern zählten unter anderem der Finanzen Verlag, die Baltische Rundschau, Euro am Sonntag, die Budapest Times, die FAZ, Wirtschaft konkret und die Budapester Zeitung. Darüber hinaus betreute Robert Sasse während seines Studiums zwei Jahre lang ein Muster-Depot, etablierte ein interaktives Online-Lexikon und arbeitete für diverse Internetseiten im Finanzbereiche.

Außerdem führte er eine Kapitalmarktstudie über Rating-Agenturen durch, betreute ein Fonds-Tool und engagierte sich auf der Internationalen Anleger-Messe.

Erste Unternehmensgründung 2003

Schon in jungen Jahren konnte sich Robert Sasse als Finanzredakteur einen Namen machen. Das verhalf im bereits im Jahr 2003, erstmalig unternehmerisch tätig zu werden. Er gründete seinen eigenen Verlag, den rpes Sachbuchverlag. Insgesamt vier Jahre war Robert Sasse für den Verlag für die Deutsche Wirtschaft tätig. Hier kombinierte der Rheinländer seine Stärken im Management mit der Online-Welt. Er verantwortet in seiner Position als Profitcenter-Verantwortlicher den Bereich E-Business. Hier leitete er 14 Finanzredakteure und verhalf ihnen mit seinem Wissen zu mehr Nutzen und besserer Qualität in den Texten der E-Mail-Newsletter. In dieser Zeit machte Robert Sasse sich die digitale Welt zu Eigen und verknüpfte sie mit seinem Finanz-Wissen.

Geschäftsführer der YES investmedia GmbH

Nach knapp 15 Jahren Erfahrung in der Medien- und Verlagsbranche ist Robert Sasse heute Geschäftsführer der YES investmedia GmbH und Chefredakteur verschiedener Finanzdienste. In dieser Position verhilft er seinen Kunden und Lesern, den immer schneller werdenden Wandel der Märkte zu erfassen und durch wirtschaftlich hoch erfolgreiche Marketing Kampagnen strategische Vorteile im Wettbewerb zu erzielen.

Schon in jungen Jahren konnte sich Robert Sasse als Finanzredakteur einen Namen machen. Das verhalf im bereits im Jahr 2003, erstmalig unternehmerisch tätig zu werden. Er gründete seinen eigenen Verlag, den rpes Sachbuchverlag.

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