Commerzbank: So sehen Sieger aus!



09:21 21.04.19

Fundamental: Das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) beträgt aktuell 9,92 und liegt mit 24 Prozent unter dem Branchendurchschnitt (Branche: Handelsbanken) von 13,02. Die Aktie ist damit aus heutiger Sicht unterbewertet. Deshalb erhält Commerzbank auf dieser Stufe eine „Buy“-Bewertung.

Sentiment und Buzz: Während der letzten Wochen war eine Zunahme negativer Kommentare über Commerzbank in Social Media zu beobachten. Das Stimmungsbarometer der Marktteilnehmer zeigte in den roten Bereich. Die Aktie erhält von der Redaktion deshalb eine „Sell“-Bewertung. Die Intensität bzw. vereinfacht ausgedrückt die Häufigkeit der Beiträge zu einer Aktie liefert Anzeichen dafür, ob das Unternehmen aktuell viel oder wenig im Fokus der Anleger steht. Über Commerzbank wurde unwesentlich mehr oder weniger diskutiert als normal. Dies führt zu einem „Hold“-Rating. Insgesamt bekommt die Aktie dadurch ein „Sell“-Rating.

Branchenvergleich Aktienkurs: Die Aktie hat im vergangenen Jahr eine Rendite von -29,04 Prozent erzielt. Im Vergleich zu Aktien aus dem gleichen Sektor („Finanzen“) liegt Commerzbank damit 36,72 Prozent unter dem Durchschnitt (7,68 Prozent). Die mittlere jährliche Rendite für Wertpapiere aus der gleichen Branche „Handelsbanken“ beträgt -3,98 Prozent. Commerzbank liegt aktuell 25,07 Prozent unter diesem Wert. Aufgrund der Unterperformance bewerten wir die Aktie auf dieser Stufe insgesamt mit einem „Sell“.

Anleger: Ein Blick auf die Diskussion in Social Media zeigt folgendes Bild: Die Marktteilnehmer waren in den letzten Tagen grundsätzlich überwiegend positiv eingestellt gegenüber Commerzbank. Es gab insgesamt acht positive und zwei negative Tage. An vier Tagen gab es keine eindeutige Richtung. Die neuesten Nachrichten der vergangenen ein bis zwei Tage über das Unternehmen sind ebenfalls hauptsächlich positiv. Auf der Basis unserer Stimmungsanalyse erhält Commerzbank daher eine „Buy“-Einschätzung. Insgesamt erhält Commerzbank von der Redaktion für die Anlegerstimmung ein „Buy“-Rating.

Analysteneinschätzung: Von Analysten wird die Commerzbank-Aktie aktuell mit „Hold“ bewertet. Dieses Rating setzt sich aus 6 „Buy“-, 11 „Hold“- und 2 „Sell“-Bewertungen zusammen, welche in den letzten zwölf Monaten abgegeben wurden. Auch für den letzten Monat liegen qualifizierte Analysen vor. Dabei kam es zu 1 Buy, 1 Hold und 1 Sell-Einstufungen. Dies entspricht auf kurzfristiger Betrachtungsbasis für uns einer Gesamteinschätzung „Hold“. Legt man die durchschnittliche Kursprognose der Analysten zugrunde (9,01 EUR) hat das Wertpapier ein Aufwärtspotential von 11,39 Prozent (ausgehend vom letzten Schlusskurs, 8,092 EUR), was einer „Buy“-Empfehlung entspricht. Alles in allem erhält Commerzbank eine „Hold“-Bewertung für diesen Abschnitt der Analyse.

Technische Analyse: Die Commerzbank ist mit einem Kurs von 8,092 EUR inzwischen +15,27 Prozent vom gleitenden Durchschnitt der zurückliegenden 50 Tage, dem GD50, entfernt. Dies führt zur kurzfristigen Einschätzung „Buy“. Auf Basis der vergangenen 200 Tage hingegen lautet die Einstufung „Hold“, da die Distanz zum GD200 sich auf +4,82 Prozent beläuft. Insofern schätzen wir die Aktie aus charttechnischer Sicht für die beiden Zeiträume insgesamt als „Buy“ ein.

Relative Strength Index: Mithilfe des Relative Strength Index (RSI), einem Indikator aus der technischen Analyse, lässt sich eine Aussage treffen, ob ein Wertpapier „überkauft“ oder „überverkauft“ ist. Dazu werden die Auf- und Abwärtsbewegungen eines Basiswerts über die Zeit in Relation gesetzt. Schauen wir auf den RSI der letzten 7 Tage für die Commerzbank-Aktie: der Wert beträgt aktuell 15,86. Demzufolge ist das Wertpapier überverkauft, wir vergeben somit ein „Buy“-Rating. Der RSI der letzten 25 Handelstage ist weniger volatil als der RSI7 und ergänzt unsere Analyse um eine längerfristigere Betrachtung. Der RSI25 liegt bei 37,06, was bedeutet, dass Commerzbank hier weder überkauft noch -verkauft ist, im Gegensatz zum RSI7. Das Wertpapier wird somit abweichend als „Hold“ eingestuft. Insgesamt liefert die Analyse der RSIs zu Commerzbank damit ein „Buy“-Rating.



Dividende: Commerzbank schüttet gegenüber dem Durchschnitt der Branche Handelsbanken auf Basis der aktuellen Kurse eine Dividendenrendite von 2,63 % und somit 0,12 Prozentpunkte weniger als die im Mittel üblichen 2,75 % aus. Der Ertrag ist somit nur leicht niedriger und führt zur Einstufung „Hold“.

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Ein Beitrag von Jens Becker




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Über den Autor
 
Autor: Robert Sasse Robert Sasse
Robert Sasse
Unternehmer, Journalist und vor allem Herzblut-Börsianer

Der Autor und Verleger Robert Sasse vereint in seinem Lebenslauf über 15 Jahre Börsenerfahrung kombiniert mit hohen Verantwortungsbereichen in Wirtschaftsunternehmen und eigenen Unternehmensgründungen. Er ist studierter Betriebswirt und besitzt einen Master of Science in Marketing und Sales.

Schon Robert Sasses Studienzeit zeigt, dass der 34-jährige Rheinländer sehr vielseitig ist. Er studierte Betriebswirtschaftslehre, Physiologie, Sozialwissenschaften sowie Marketing & Sales in Dortmund, Koblenz, Riga, Wismar und Bamberg. In dieser Zeit sammelte er ein diversifiziertes Wissen über die Beschaffenheit der Märkte, die Funktionsweise von Unternehmen und die Gesellschaftsstruktur.
Dabei hatte der Rheinländer immer einen klaren Fokus: Die Finanzwelt. Schon zu Beginn seines Studiums sammelte er erste Erfahrungen im Finanzsektor und zwar in einer Beratungsgesellschaft für Aktienanalysen. Schnell hatte er sich das nötige Grundwissen angeeignet, um diese selbst zu verfassen und Empfehlungen zu schreiben.

Finanzwissen im In- und Ausland

Dieses Finanzwissen vertiefte Robert Sasse während seiner Auslandssemester weiter: Im Zeitraum von 2005 bis 2010 arbeitete er in Redaktionen in Riga, Vilnius, Tallinn, Prag und Budapest.

Zu Robert Sasses Auftraggebern zählten unter anderem der Finanzen Verlag, die Baltische Rundschau, Euro am Sonntag, die Budapest Times, die FAZ, Wirtschaft konkret und die Budapester Zeitung. Darüber hinaus betreute Robert Sasse während seines Studiums zwei Jahre lang ein Muster-Depot, etablierte ein interaktives Online-Lexikon und arbeitete für diverse Internetseiten im Finanzbereiche.

Außerdem führte er eine Kapitalmarktstudie über Rating-Agenturen durch, betreute ein Fonds-Tool und engagierte sich auf der Internationalen Anleger-Messe.

Erste Unternehmensgründung 2003

Schon in jungen Jahren konnte sich Robert Sasse als Finanzredakteur einen Namen machen. Das verhalf im bereits im Jahr 2003, erstmalig unternehmerisch tätig zu werden. Er gründete seinen eigenen Verlag, den rpes Sachbuchverlag. Insgesamt vier Jahre war Robert Sasse für den Verlag für die Deutsche Wirtschaft tätig. Hier kombinierte der Rheinländer seine Stärken im Management mit der Online-Welt. Er verantwortet in seiner Position als Profitcenter-Verantwortlicher den Bereich E-Business. Hier leitete er 14 Finanzredakteure und verhalf ihnen mit seinem Wissen zu mehr Nutzen und besserer Qualität in den Texten der E-Mail-Newsletter. In dieser Zeit machte Robert Sasse sich die digitale Welt zu Eigen und verknüpfte sie mit seinem Finanz-Wissen.

Geschäftsführer der YES investmedia GmbH

Nach knapp 15 Jahren Erfahrung in der Medien- und Verlagsbranche ist Robert Sasse heute Geschäftsführer der YES investmedia GmbH und Chefredakteur verschiedener Finanzdienste. In dieser Position verhilft er seinen Kunden und Lesern, den immer schneller werdenden Wandel der Märkte zu erfassen und durch wirtschaftlich hoch erfolgreiche Marketing Kampagnen strategische Vorteile im Wettbewerb zu erzielen.

Schon in jungen Jahren konnte sich Robert Sasse als Finanzredakteur einen Namen machen. Das verhalf im bereits im Jahr 2003, erstmalig unternehmerisch tätig zu werden. Er gründete seinen eigenen Verlag, den rpes Sachbuchverlag.

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