Infineon: So gut, wie seit langer Zeit nicht!



15:58 24.04.19

Anleger: Infineon wurde in den vergangenen zwei Wochen von den überwiegend privaten Nutzern in sozialen Medien als besonders positiv bewertet. Zu diesem Schluss kommt unsere Redaktion bei der Auswertung der diversen Kommentare und Wortmeldungen, die sich in den beiden vergangenen Wochen mit diesem Wert befasst haben. Darüber hinaus wurden in den vergangenen Tagen überwiegend positive Themen rund um den Wert angesprochen. Zusammengefasst sind wir der Auffassung, die Anleger-Stimmung auf dieser Ebene erlaubt daher die Einstufung „Buy“. Ergänzend hat die Redaktion auch exakt berechenbare Signale herausgefiltert und fand dabei schlussendlich 2 Sell-Signale. Dieser Auswertung ordnen wir daher eine „Sell“ Empfehlung zu. Deshalb erzeugt die Messung der Anleger-Stimmung insgesamt eine „Buy“-Einstufung.

Technische Analyse: Eine Betrachtung der charttechnischen Entwicklung einer Aktie mithilfe des gleitenden Durchschnitts kann dazu genutzt werden, den aktuellen Trend des Wertpapiers zu ermitteln. Schauen wir uns den gleitenden Durchschnitt des Schlusskurses der Infineon-Aktie aus den letzten 200 Handelstagen an. Dieser Wert beträgt aktuell 19,52 EUR. Damit liegt der letzte Schlusskurs (21,475 EUR) deutlich darüber (Unterschied +10,02 Prozent). Wir bewerten die Aktie auf dieser Basis damit als „Buy“ Wie sieht diese Rechnung aus, wenn man den gleitenden Durchschnitt auf Basis der letzten 50 Handelstage bestimmt? Auch für diesen Wert (19,56 EUR) liegt der letzte Schlusskurs über dem gleitenden Durchschnitt (+9,79 Prozent), somit erhält die Infineon-Aktie auch für diesen ein „Buy“-Rating. Die Infineon-Aktie wird für die einfache Charttechnik in Summe somit mit einem „Buy“-Rating versehen.

Fundamental: Die Aktie von Infineon gilt nach dem Maßstab des Kurs-Gewinn-Verhältnisses (KGV) als unterbewertet. Denn: Das KGV liegt mit 24,05 insgesamt 12 Prozent niedriger als der Branchendurchschnitt im Segment „Halbleiter- und Halbleiterausrüstung“, der 27,25 beträgt. Vor diesem Hintergrund erhält die Aktie aus Sicht der fundamentalen Analyse die Einstufung „Buy“.

Relative Strength Index: Mithilfe des Relative Strength Index (RSI), einem Indikator aus der technischen Analyse, lässt sich eine Aussage treffen, ob ein Wertpapier „überkauft“ oder „überverkauft“ ist. Dazu werden die Auf- und Abwärtsbewegungen eines Basiswerts über die Zeit in Relation gesetzt. Schauen wir auf den RSI der letzten 7 Tage für die Infineon-Aktie: der Wert beträgt aktuell 10,25. Demzufolge ist das Wertpapier überverkauft, wir vergeben somit ein „Buy“-Rating. Der RSI der letzten 25 Handelstage ist weniger volatil als der RSI7 und ergänzt unsere Analyse um eine längerfristigere Betrachtung. Im Gegensatz zum RSI der letzten 7 Handelstage ist Infineon auf dieser Basis weder überkauft noch -verkauft. Die somit abweichende Bewertung der Aktie für den 25-Tage-RSI ist daher ein „Hold“-Rating. Insgesamt liefert die Analyse der RSIs zu Infineon damit ein „Buy“-Rating.

Dividende: Infineon hat mit einer Dividendenrendite von 1,26 Prozent momentan einen leicht niedrigeren Wert als der Branchendurchschnitt (1,98%). Die Differenz zu vergleichbaren Werten aus der „Halbleiter- und Halbleiterausrüstung“-Branche beträgt -0,72. Aufgrund dieser Konstellation erhält die Infineon-Aktie in dieser Kategorie eine „Hold“-Bewertung.

Branchenvergleich Aktienkurs: Infineon erzielte in den vergangenen 12 Monaten eine Performance von 3,09 Prozent. Ähnliche Aktien aus der „Halbleiter- und Halbleiterausrüstung“-Branche sind im Durchschnitt um 19,24 Prozent gestiegen, was eine Underperformance von -16,15 Prozent im Branchenvergleich für Infineon bedeutet. Der „Informationstechnologie“-Sektor hatte eine mittlere Rendite von 17,32 Prozent im letzten Jahr. Infineon lag 14,24 Prozent unter diesem Durchschnittswert. Die Unterperformance sowohl im Branchen- als auch im Sektorvergleich führt zu einem „Sell“-Rating in dieser Kategorie.

Sentiment und Buzz: Während der letzten Wochen war eine Zunahme negativer Kommentare über Infineon in Social Media zu beobachten. Das Stimmungsbarometer der Marktteilnehmer zeigte in den roten Bereich. Die Aktie erhält von der Redaktion deshalb eine „Sell“-Bewertung. Die Intensität bzw. vereinfacht ausgedrückt die Häufigkeit der Beiträge zu einer Aktie liefert Anzeichen dafür, ob das Unternehmen aktuell viel oder wenig im Fokus der Anleger steht. Über Infineon wurde deutlich weniger diskutiert als normal, außerdem ist eine abnehmende Aufmerksamkeit zu verzeichnen. Dies führt zu einem „Sell“-Rating. Insgesamt bekommt die Aktie dadurch ein „Sell“-Rating.



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Ein Beitrag von Jens Becker




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Über den Autor
 
Autor: Robert Sasse Robert Sasse
Robert Sasse
Unternehmer, Journalist und vor allem Herzblut-Börsianer

Der Autor und Verleger Robert Sasse vereint in seinem Lebenslauf über 15 Jahre Börsenerfahrung kombiniert mit hohen Verantwortungsbereichen in Wirtschaftsunternehmen und eigenen Unternehmensgründungen. Er ist studierter Betriebswirt und besitzt einen Master of Science in Marketing und Sales.

Schon Robert Sasses Studienzeit zeigt, dass der 34-jährige Rheinländer sehr vielseitig ist. Er studierte Betriebswirtschaftslehre, Physiologie, Sozialwissenschaften sowie Marketing & Sales in Dortmund, Koblenz, Riga, Wismar und Bamberg. In dieser Zeit sammelte er ein diversifiziertes Wissen über die Beschaffenheit der Märkte, die Funktionsweise von Unternehmen und die Gesellschaftsstruktur.
Dabei hatte der Rheinländer immer einen klaren Fokus: Die Finanzwelt. Schon zu Beginn seines Studiums sammelte er erste Erfahrungen im Finanzsektor und zwar in einer Beratungsgesellschaft für Aktienanalysen. Schnell hatte er sich das nötige Grundwissen angeeignet, um diese selbst zu verfassen und Empfehlungen zu schreiben.

Finanzwissen im In- und Ausland

Dieses Finanzwissen vertiefte Robert Sasse während seiner Auslandssemester weiter: Im Zeitraum von 2005 bis 2010 arbeitete er in Redaktionen in Riga, Vilnius, Tallinn, Prag und Budapest.

Zu Robert Sasses Auftraggebern zählten unter anderem der Finanzen Verlag, die Baltische Rundschau, Euro am Sonntag, die Budapest Times, die FAZ, Wirtschaft konkret und die Budapester Zeitung. Darüber hinaus betreute Robert Sasse während seines Studiums zwei Jahre lang ein Muster-Depot, etablierte ein interaktives Online-Lexikon und arbeitete für diverse Internetseiten im Finanzbereiche.

Außerdem führte er eine Kapitalmarktstudie über Rating-Agenturen durch, betreute ein Fonds-Tool und engagierte sich auf der Internationalen Anleger-Messe.

Erste Unternehmensgründung 2003

Schon in jungen Jahren konnte sich Robert Sasse als Finanzredakteur einen Namen machen. Das verhalf im bereits im Jahr 2003, erstmalig unternehmerisch tätig zu werden. Er gründete seinen eigenen Verlag, den rpes Sachbuchverlag. Insgesamt vier Jahre war Robert Sasse für den Verlag für die Deutsche Wirtschaft tätig. Hier kombinierte der Rheinländer seine Stärken im Management mit der Online-Welt. Er verantwortet in seiner Position als Profitcenter-Verantwortlicher den Bereich E-Business. Hier leitete er 14 Finanzredakteure und verhalf ihnen mit seinem Wissen zu mehr Nutzen und besserer Qualität in den Texten der E-Mail-Newsletter. In dieser Zeit machte Robert Sasse sich die digitale Welt zu Eigen und verknüpfte sie mit seinem Finanz-Wissen.

Geschäftsführer der YES investmedia GmbH

Nach knapp 15 Jahren Erfahrung in der Medien- und Verlagsbranche ist Robert Sasse heute Geschäftsführer der YES investmedia GmbH und Chefredakteur verschiedener Finanzdienste. In dieser Position verhilft er seinen Kunden und Lesern, den immer schneller werdenden Wandel der Märkte zu erfassen und durch wirtschaftlich hoch erfolgreiche Marketing Kampagnen strategische Vorteile im Wettbewerb zu erzielen.

Schon in jungen Jahren konnte sich Robert Sasse als Finanzredakteur einen Namen machen. Das verhalf im bereits im Jahr 2003, erstmalig unternehmerisch tätig zu werden. Er gründete seinen eigenen Verlag, den rpes Sachbuchverlag.

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