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Meldung
Stuttgart (www.aktiencheck.de) - Die anhaltende Unsicherheit um die Eurozone sowie die Sorge vor einer Konjunkturabschwächung in China dämpften die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer an den Rohstoffmärkten, berichten die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg.


Schwache Einkaufsmanagerindices aus Europa (Ifo-Geschäftsklima, Markit) und China (HSBC) hätten das Wasser auf die Mühlen der Konjunkturskeptiker geliefert.

Während sich die Edelmetalle dem Abwärtsdruck weitgehend hätten entziehen können, hätten die Öl- und Metallpreise weiter nachgegeben. Gegen den Trend hätten die Notierungen von Erdgas angezogen. Alle wichtigen Indices lägen seit Jahresbeginn mittlerweile recht deutlich im Minus. Lediglich der LBBW Long/Short Index notiere seit Anfang des Jahres noch im Plus.

Der Ölpreis der Sorte Brent bleibe weiter unter Druck. Selbst wenn die Sorgen um die Konjunktur wieder abflauen sollten, sei der Ölmarkt gut versorgt. Darauf würden sowohl die jüngsten Lagerbestände als auch die Fördermengen hindeuten. So dürfte Saudi-Arabien der IEA zufolge erstmals über 10 Mio. Barrel pro Tag auf den Markt bringen. Einzig der Atomstreit mit dem Iran habe derzeit das Potenzial, für steigende Preise zu sorgen. Hier habe die Handelswoche trotz wieder aufgenommener Gespräche nur wenig Fortschritte gebracht.

Derweil bleibe der Abstand zwischen US-Leichtöl und Brent mit aktuell knapp 17 US-Dollar hoch. Die Flussrichtung der Seaway-Pipeline habe sich zwar vorige Woche umgekehrt, bringe aber die hohen Lagerbestände in Cushing (46,8 Mio. Barrel, neuer Rekordstand!) aufgrund der geringen Kapazität der Pipeline (ca. 150.000 Barrel pro Tag) nur in recht überschaubaren Mengen nach Houston.

Aus charttechnischer Sicht sei der seit Sommer 2008 bestehende mittelfristige Aufwärtstrend im Goldpreis gebrochen worden. Beginnend mit dem Allzeithoch von September 2011 habe sich ein kleiner Abwärtstrend etabliert. Allerdings habe sich im Bereich von 1.522 USD eine starke Unterstützung herausgebildet. Trotz seines Status als sicherer Hafen habe sich der Goldpreis noch nicht nennenswert von den Zwischentiefs lösen können. Attraktiver erscheine derzeit Silber.

Vor dem Hintergrund des negativen Umfeldes hätten sich die Verluste an den Metallmärkten in Grenzen gehalten. So hätten Pläne von J.P. Morgan Chase (ISIN US46625H1005 / WKN 850628 ), einen physischen Kupfer-ETF auf den Markt bringen zu wollen, für etwas Stabilisierung gesorgt. Perspektivisch würden die Industriemetalle aktuell Erholungspotenzial bieten. (25.05.2012/ac/a/m)


 

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