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Meldung
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Allianz Wachstum Europa - A - EUR (ISIN DE0008481821 / WKN 848182 ) engagiert sich vorwiegend an den Aktienmärkten Europas, so die Analysten von Allianz Global Investors.


Dabei konzentriere er sich auf Titel, deren Wachstumspotenzial nach Ansicht des Fondsmanagements im aktuellen Kurs nicht hinreichend berücksichtigt sei (Growth-Ansatz). Anlageziel sei es, auf langfristige Sicht Kapitalwachstum zu erwirtschaften.

Im April seien die Kurse am globalen Aktienmarkt im Schnitt weiter angestiegen, obwohl die Konjunkturdaten vielerorts schwächer als erwartet ausgefallen seien. Nicht nur die Wachstumsrisiken für Europa nahmen weiter zu, auch in der für die Weltwirtschaft wichtigen Region China schien sich die Konjunktur abzuschwächen, so die Analysten von Allianz Global Investors.

Die Daten aus den Vereinigten Staaten hätten zuletzt ein gemischtes Bild signalisiert. Die durchwachsenen Wirtschaftsdaten seien jedoch von den Hoffnungen der Marktteilnehmer auf eine weiterhin lockere Geldpolitik der führenden Notenbanken überlagert worden. Auf regionaler Ebene habe die japanische Börse mit hohen Kursgewinnen herausgeragt. In Europa hätten insbesondere die Börsen der südlichen Euro-Teilnehmerländern von der Erwartung profitiert, dass die Europäische Zentralbank ihren Leitzins weiter senken könnte, um die Konjunktur zu stärken. Der deutsche Aktienmarkt habe ein solides Plus erzielt. Dem generellen Interesse an Aktienanlagen seien die überwiegend positiv ausgefallenen Ergebnisse großer US-amerikanischer Unternehmen zugute gekommen. Europäische Wachstumsaktien hätten im April moderat an Wert zugelegt, seien jedoch hinter Substanzwerten zurückgeblieben.

In diesem Marktumfeld habe der Fonds seitwärts tendiert und sei hinter dem Marktdurchschnitt zurückgeblieben. Hierfür seien sowohl die Einzeltitelauswahl als auch die daraus resultierende Sektorallokation verantwortlich gewesen. Insgesamt hätten die Anleger im Monat April Finanzwerte und andere in der letzten Zeit in der Wertentwicklung zurückgebliebene Sektoren wie beispielsweise Versorger und Telekommunikationsunternehmen bevorzugt.

Auf der Einzeltitelebene hätten Ingenico, Jeronimo Martins und St. James's Place zu den Titeln mit dem höchsten Ergebnisbeitrag im Berichtsmonat gezählt. Weitere Positionen im Fonds, die besonders gut abgeschnitten hätten, seien Danone, L'Oréal und G4S gewesen. Des Weiteren sei es positiv gewesen, nicht in Titeln wie Nestlé, Diageo, BHP Billiton und Rio Tinto investiert gewesen zu sein, da diese Titel eine unterdurchschnittliche Wertentwicklung verzeichnet hätten. Auf der anderen Seite hätten die Analysten insbesondere ihre Engagements in Carlsberg, Sodexo und Saipem die relative Wertentwicklung des Portfolios gedämpft, und auch SAP, Atlas Copco und Bureau Veritas seien eine Phase temporärer Kursschwäche durchlaufen. Schlussendlich seien sie auch nicht in Titeln wie GlaxoSmithKline, BASF und BBVA investiert gewesen, die überdurchschnittlich im Wert gestiegen seien.

Im April hätten die Analysten die Fondsstruktur im Wesentlichen unverändert belassen, da sie weiterhin von ihren Engagements überzeugt gewesen seien.

Aktienanlagen würden aus fundamentaler Sicht weiterhin aussichtsreich erscheinen. So dürfte das Wirtschaftswachstum in den USA angesichts der verbesserten Arbeitsmarktlage und steigender Immobilienpreise intakt bleiben. In den großen Schwellenländern sollte sich die Konjunktur nicht zuletzt dank expansiver Fiskal- und Geldpolitik wieder beschleunigen. Beides spreche dafür, dass die Weltwirtschaft auf Erholungskurs bleibe. Zusätzliche Unterstützung dürften die Aktienmärkte durch das große Gewinn- und Liquiditätspolster vieler Unternehmen erhalten, das für Dividendenausschüttungen und für Übernahmen verwendet werden könne.

Zudem würden die Aktienbewertungen insgesamt weiterhin moderat erscheinen. Allerdings könnte eine Kombination aus optimistischer Stimmung, schwächeren Wirtschaftsdaten und der politischen Nachrichtenlage zu Rücksetzern führen. So bestünden weiterhin insbesondere Risiken in Form verzögerter Reformen in Europa und Ausgabenkürzungen in den USA.

Während das Konsumentenvertrauen zugenommen habe, würden einige Frühindikatoren auf anhaltend rezessive Tendenzen im Euro-Währungsraum hindeuten, insbesondere in den Peripheriestaaten. Zwar habe die Leistungsbilanz der Eurozone zuletzt einen Überschuss ausgewiesen, jedoch sei die Staatsverschuldung weiter gestiegen und die laufenden Defizite seien teils deutlich nach oben korrigiert worden. Immerhin dürfte die Belastung der öffentlichen Haushalte in vielen Peripheriestaaten im Laufe des Jahres etwas zurückgehen. Zudem sollte sich die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank stabilisierend bemerkbar machen. Die Aktienbewertungen würden vergleichsweise moderat erscheinen und ein Großteil der politischen Risiken scheine bereits in den aktuellen Kursen berücksichtigt zu sein.

Aussichtsreich würden unverändert solche Unternehmen erscheinen, die über strukturelle Wachstumstreiber verfügen würden, die ihre Produkte weitgehend konjunkturunabhängig absetzen könnten und eine gute Wettbewerbsposition aufweisen würden. Sie würden häufig über überlegene Geschäftsmodelle verfügen bzw. von langfristigen Wachstumstrends profitieren und damit selbst in schwierigen Marktphasen die Aussicht auf eine überdurchschnittliche Kursentwicklung bieten. (20.05.2013/fc/a/f)


 

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