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Meldung
Frankfurt (www.fondscheck.de) - An den Rohstoffmärkten steht Gold wieder im Mittelpunkt des Interesses - vor allem wegen der zahlreichen politischen Unsicherheiten, so die Deutsche Börse AG.


Doch auch die anderen Edel- und Industriemetalle hätten in diesem Jahr im Preis ordentlich zugelegt. Beim Öl tue sich hingegen nicht mehr viel.

Dag Rodewald von der UBS melde hohe Zuflüsse in breit aufgestellten Rohstoff-ETFs wie dem UBS CMCI Composite (ISIN IE00B53H0131 / WKN A1C79N ) sowie dem UBS ETFs CMCI ex-Agriculture (ISIN IE00BZ2GV965 / WKN A141AP ), der Agrarprodukte ausschließe. Laut Frank Mohr von der Commerzbank sei das Interesse an Rohstoff-ETCs im Moment eher gering. "Wir sehen kaum Aktivität", erkläre der Händler.

Am Mittwochmittag werde die Feinunze zu 1.237 US-Dollar gehandelt, das ergebe gegenüber dem Jahresschlusskurs von 1.141 ein Plus von 8,4 Prozent. "Gold ist als sicherer Hafen gefragt, so dass sogar die Aussicht auf höhere US-Leitzinsen den Preis kaum belastet", kommentiere die Rohstoffexpertin Barbara Lambrecht von der Commerzbank.

Die auf Edelmetalle spezialisierte Investmentgesellschaft Stabilitas glaube nicht, dass steigende Zinsen negativ für die Goldpreisentwicklung seien - im Gegenteil. "Wir bleiben nach wir vor bei unserer Einschätzung, dass steigende Zinsen im Zusammenhang mit einer ansteigenden Inflationsrate das perfekte Umfeld für eine Goldhausse bieten", erkläre Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer von Stabilitas.

Anleger würden das ähnlich zu sehen scheinen: ETF Securities melde anhaltende Zuflüsse in Gold-ETCs (ISIN DE000A0LP781 / WKN A0LP78). Jan-Hendrik Hein, Leiter für den deutschsprachigen Raum bei dem ETC-Emittenten, erwarte allerdings Gegenwind durch den Zinsanstieg: "Wir prognostizieren einen Goldpreis von 1.230 US-Dollar per Ende des Jahres, da die Notenbanken bei den Zinsen einen schärferen Ton anschlagen werden." Bis zur Jahresmitte könne der Preis aber noch auf 1.300 US-Dollar steigen - getrieben durch einen schwächeren US-Dollar, niedrige Zinsen und politische Ereignisse wie die Wahlen in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland.

Auf der Umsatzliste der Börse Frankfurt für die vergangenen vier Wochen stünden Gold-ETCs wie Xetra Gold (ISIN DE000A0S9GB0 / WKN A0S9GB ), der Gold Bullion Securities (ISIN DE000A0LP781 / WKN A0LP78 ), der db Physical Gold Euro Hedged (ISIN DE000A1EK0G3 / WKN A1EK0G ), der Source Physical Gold (ISIN DE000A1MECS1 / WKN A1MECS ) und der ETFS Physical Gold (ISIN DE000A0N62G0 / WKN A0N62G ) ganz oben.

Der Ölpreis, der nach den Beschlüssen der OPEC über Förderkürzungen Ende November einen Satz nach oben gemacht habe, bewege sich bereits seit Dezember seitwärts. Am Mittwochmittag koste ein Barrel der Nordseesorte Brent 56,24 US-Dollar.

"Gestützt wird der Preis durch Berichte, dass die Produzentenländer die vereinbarten Förderkürzungen zu mehr als 90 Prozent umgesetzt haben", erkläre Lambrecht. Dies nähre die Erwartung eines knapperen Angebots, auch wenn die Versorgung aktuell offensichtlich noch immer reichlich sei. Etwa seien in den USA die Vorräte an Rohöl und Benzin auf neue Rekordniveaus geklettert. "Vorerst dürfte der Ölpreis weiter seitwärts tendieren", meine die Analystin. "Im weiteren Jahresverlauf dürfte die Disziplin bei der Förderkürzung aber nachlassen, was den Preis unter Druck setzen wird."

ETF Securities melde Abflüsse aus Öl-ETCs. Betroffen seien vor allem WTI-Produkte, während es bei Brent-ETCs (ISIN DE000A1N49P6 / WKN A1N49P ) Zuflüsse gebe. "Hierin äußert sich die traditionelle Sichtweise, dass Brent eher von der Erschöpfung der europäischen Ölfelder und der OPEC-Förderpolitik betroffen ist, während WTI hauptsächlich von der US-Produktion von Schieferöl abhängt", bemerke Hein. An der Börse Frankfurt würden sich Anleger auf den ETFS Brent 1mth (ISIN DE000A0KRKM5 / WKN A0KRKM ) und den ETFS Crude Oil (ISIN DE000A0KRJX4 / WKN A0KRJX ) konzentrieren.

Auch viele Industriemetallpreise seien in diesem Jahr kräftig gestiegen: So liege der Kupferpreis aktuell bei 6.034 US-Dollar je Tonne nach 5.523 Ende Dezember, der Zinkpreis bei 2.872 US-Dollar nach 2.558 und der Aluminiumpreis bei 1.886 nach 1.693 US-Dollar. Der Preis für Nickel sei im Januar gefallen, habe sich aber längst erholt und liege mit 11.045 US-Dollar jetzt ebenfalls höher als Ende des vergangenen Jahres. "Insbesondere Blei, das sich in der Nähe eines Vierjahreshochs befindet, und Kupfer mit einem Eineinhalbjahreshoch könnten mit weiteren Kurssteigerungen in den kommenden Wochen neue Kaufsignale setzen", meine Siegel.

Laut ETF Securities hätten Anleger ihr Engagement in Industriemetallen erhöht, etwa mit dem breit streuenden ETFS Industrial Metals (ISIN DE000A0SVX75 / WKN A0SVX7 ). "Sie stellen die beabsichtigte Lockerung des indonesischen Ausfuhrverbots für Eisenerz in Frage", erkläre Hein. Die Ankündigung habe im Januar zunächst die Industriemetallpreise belastet, da bei einer Aufhebung der seit 2014 gültigen Exportsperre mit einem Anstieg des globalen Angebots zu rechnen sei. "Jenes wird sich aber wohl in Grenzen halten, zumal Unternehmen, die bereits Aufbereitungsanlagen bauen, für bis zu fünf Jahre kostenlose Lieferungen erhalten."

Das Handelsaufkommen im ETFS Copper (ISIN DE000A0KRJU0 / WKN A0KRJU ), ETFS Zinc (ISIN DE000A0KRKA0 / WKN A0KRKA ) oder ETFS Aluminium (ISIN DE000A0KRJS4 / WKN A0KRJS ) sei in den vergangenen Wochen allerdings verhalten geblieben. (22.02.2017/fc/a/e)


 

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