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Meldung
München (www.fondscheck.de) - Aktien aus dem Euroraum hatten es in diesem Jahr nicht immer leicht, so die Experten von "FundResearch".

Der EURO STOXX 50 habe per 31. August ein Plus von lediglich 2,5 Prozent verzeichnet.
Die Stimmung scheine sich jedoch gedreht zu haben: Einer Studie der Bank of America Merrill Lynch von Anfang September zufolge würden Fondsgesellschaften wieder stärker auf Euro-Aktien setzen. Einen Anteil daran habe auch die Europäische Zentralbank (EZB) durch ihre angekündigten Unterstützungsmaßnahmen.

Laut Studie würden per Saldo 11 Prozent (Saldo aus positiven und negativen Antworten in Prozent der Umfrageteilnehmer) der bei der Umfrage befragten Fondsmanager den Euroraum zu einer Region erklären, für die sie in den kommenden zwölf Monaten eine Übergewichtung favorisieren würden. Einen Monat zuvor hätten per Saldo noch 4 Prozent erklärt, Euro-Aktien untergewichten zu wollen. Diesen ersten Anstieg der Gewichtung seit drei Monaten würden die Studienautoren auf die EZB-Maßnahmen zurückführen, die das Interesse an Euroland-Aktien wiederbelebt hätten.

Diesen Erwartungen würden jedoch die Einschätzungen für die konjunkturelle Entwicklung der Eurozone entgegenlaufen: Vier von zehn europäischen Fondsmanagern würden es für möglich halten, dass es in den kommenden zwölf Monaten zu einer Rezession in Europa kommen könnte. Einen Monat zuvor habe dies nur jeder zehnte Fondsmanager erklärt. Entsprechend würden jetzt 74 Prozent (nach 62 Prozent im Vormonat) erwarten, dass es zu einem breit angelegten Quantitative Easing der EZB kommen werde.

Aktienfonds der Eurozone hätten im laufenden Jahr ihren Wert bisher durchschnittlich um 2,4 Prozent steigern können und lägen damit im Bereich des EURO STOXX 50. Die besten Performances hätten Exchange Traded Funds (ETFs) verzeichnet, denen ein Dividenden-Index zugrunde liege. Beispielsweise der iShares EURO Dividend ETF (ISIN DE000A0HG2P4 / WKN A0HG2P ) von der BlackRock-Tochter iShares. Mit einem Plus von 12,8 Prozent per 31. August 2014 sei er der Top-Performer des Jahres.

Der mehr als 540 Millionen Euro schwere ETF sei allerdings nur mit der Euro-FondsNote 4 bewertet. Das sei auf die Entwicklung in den vergangenen Jahren zurückzuführen: Die Wertentwicklungen von 19,2 Prozent 2013, 45,9 Prozent in den vergangenen drei Jahren und 38,6 Prozent über fünf Jahre seien zwar allesamt positiv. Die Kategorie "Aktienfonds Euroland" des FINANZEN FundAnalyzer (FVBS) habe sich jedoch besser entwickelt. Die Sharpe-Ratio des Fonds über fünf Jahre liege mit 0,43 leicht unter der des Durchschnitts (0,46). Dem ETF liege der Dow Jones EURO STOXX Select Dividend 30 zugrunde. Darin seien Aktien wie die Banco Santander, Orange oder E.ON enthalten.

Auf den gleichen Index setze der Deka EURO STOXX Select Divdend 30 ETF (ISIN DE000ETFL078 / WKN ETFL07 ) der DekaBank. 12,6 Prozent sei es im laufenden Jahr nach oben gegangen. Aber in der Vergangenheit habe er den Durchschnitt der Peergroup ebenfalls nicht toppen können. Die Sharpe-Ratio über fünf Jahre sei zwar identisch. Dennoch reiche es für den 100 Millionen Euro-ETF nur zur FondsNote 4.

Gleiches gelte für den ComStage EURO STOXX Select Dividend 30 ETF (ISIN LU0378434236 / WKN ETF051 ) und den dbx EURO STOXX Select Dividend 30 ETF (ISIN LU0292095535 / WKN DBX1D3 ): Starke Wertentwicklungen von 12,6 bzw. 12,1 Prozent im laufenden Jahr, auf lange Sicht aber unterdurchschnittlich und daher nur FondsNote 4.

Bei Euroland-ETFs sei also Vorsicht geboten: Finanzberater sollten sich nicht von der guten Performance in diesem Jahr blenden lassen. Überzeugend seien hingegen die Kosten: Die Gesamtgebühren für die Top-Performer würden im Schnitt 0,3 Prozent betragen.

Zum Vergleich ein aktiv verwalteter Euroland-Aktienfonds: Der First Private Euro Dividenden STAUFER (ISIN DE0009779611 / WKN 977961 ) komme im laufenden Jahr auf ein Plus von 8,6 Prozent und liege damit deutlich hinter den ETFs. Aber hier überzeuge der Gesamteindruck und nicht nur der Moment: 2013 habe Fondsmanager Tobias Klein mit einem Plus von 33,6 Prozent geschlossen. Im Zeitraum von drei Jahren sei es um 68,7 Prozent nach oben gegangen und über fünf Jahre stehe ein Wertzuwachs von 71,2 Prozent. Die Sharpe-Ratio in dieser Zeitspanne betrage 0,77. Ergebnis: FondsNote 1. Die Gesamtkosten: 1,7 Prozent. Das Fondsvolumen von rund 780 Millionen Euro investiere Klein zu gut einem Viertel in Finanzdienstleistungen. Industrietitel würden rund 20 Prozent und Versorger etwa 13 Prozent ausmachen. Im Portfolio seien Aktien wie AXA, Allianz oder Münchner Rück enthalten. (Ausgabe vom 18.09.2014) (19.09.2014/fc/a/f)


 

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