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Meldung
London (www.fondscheck.de) - Da sich die Lage an den globalen Anleihemärkten und in der Weltwirtschaft eintrübt, hat Ariel Bezalel, Manager des Jupiter Dynamic Bond-Fonds (ISIN LU0459992896 / WKN A0YC40 ), einige taktische Änderungen auf Portfolioebene vorgenommen, so die Experten von Jupiter Asset Management (Jupiter AM).


Dieses Jahr seien die Experten lange Zeit der Meinung gewesen, dass der Markt einen potenziellen Wachstumsanstieg in der US-Wirtschaft unterschätzen könnte, und hätten eher zu den Verfechtern gehört, die eine baldige Erhöhung der Leitzinsen in den USA erwartet hätten.

Mittlerweile hätten die Experten ihre Ansicht geändert, da sie befürchten würden, dass die US-Wirtschaft gegen steigende externe Risiken nicht immun sei. Deshalb stehe bei den Experten nun Kapitalerhalt an erster Stelle und die Experten hätten im Fonds einige taktische Veränderungen vorgenommen. Nachfolgend würden Anleger eine Zusammenfassung der Risiken finden, die die Experten zu dieser Entscheidung veranlasst hätten.

Nach Meinung der Experten habe der Markt die geopolitischen Risiken bisher eher ausgeblendet. Die Lage sei in einigen Regionen zunehmend angespannt (Syrien, Irak, Hongkong und Russland/Ukraine) und auch die mögliche Ausbreitung von Ebola könnte eine Bedrohung darstellen. Doch der Markt habe bisher kaum darauf reagiert.

Auch wenn die Experten das Inflationsrisiko weiterhin längerfristig überwachen würden - insbesondere, wenn sich die Lage am US-Arbeitsmarkt verschlechtere -, sei die sinkende Inflation nach Erachten der Experten kurzfristig ein akuteres Risiko geworden. Das spiegele sich in einigen Indikatoren wider: Im starken Rückgang der "US-Breakeven-Rates" (d.h. die Inflationserwartungen, die auf Basis des Renditevergleichs von inflationsindexierten Anleihen und konventionellen US-Staatsanleihen berechnet würden), in der Rally des US-Dollars (was gleichbedeutend sei mit einer niedrigeren Inlandsinflation sowie einer knapperen globalen Liquidität) und in den fallenden Rohstoffpreisen (die ein Indikator für die Nachfrage in China und für die Weltwirtschaft im Allgemeinen seien).

Straffe die FED die Zügel? In welchem Ausmaß und wann? Die Aussichten seien unklarer geworden. Die Experten würden nach wie vor davon ausgehen, dass das Tapering wie geplant im Oktober auslaufen werde. Jetzt stehe aber zur Diskussion, ob die Zinsen 2015 steigen würden.

Die Experten hätten sich der Marktmeinung angenähert, dass die Zinsen kontinuierlicher steigen und von den Wirtschaftsdaten abhängen würden. Für eine aggressive Haltung der FED scheine das aktuelle Umfeld zu fragil und die Experten würden davon ausgehen, dass vermehrte Anzeichen für einen Deflationsdruck Notenbankchefin Yellen mildere Töne anstimmen lasse.

Die Europäische Zentralbank (EZB) werde vermutlich nach und nach ihr komplettes quantitatives Lockerungsprogramm durchziehen, auch wenn die Vollendung wahrscheinlich noch einige Zeit dauern werde. Nach Erachten der Experten gebe der schwache Euro der EZB etwas mehr Zeit, und der Fokus werde kurzfristig auf der Durchführung der bisher angekündigten Kaufprogramme von forderungsbesicherten Wertpapieren (Asset Backed Securities) und gedeckten Schuldverschreibungen (Covered Bonds) liegen. Regionale politische Uneinigkeiten würden nach wie vor weitergehende geldpolitische Unterstützung verhindern.

Obwohl sich die britische Wirtschaft bisher ganz gut entwickelt habe, sei sie gegen eine Schwäche im Euroraum nicht immun, da sie viel in diese Region exportiere. Auch wenn die Experten weiterhin davon ausgehen würden, dass die Bank of England im Vergleich zu den anderen großen Zentralbanken am ehesten die Zinszügel anziehen werde, sei der Zeitpunkt unklarer geworden.

Vor diesem Hintergrund hätten die Experten auf Portfolioebene einige taktische Änderungen vorgenommen und würden ihren Schwerpunkt auf Kapitalerhalt legen.

In den USA hätten die Experten ihre Short-Position in 5-jährigen US-Staatsanleihen zurückgefahren. Das Risiko eines zweiten Taperings sei geringer geworden und die Experten würden eher erwarten, dass die Zinsen noch für eine Weile niedrig bleiben würden.

Ihr Engagement in australischen Staatsanleihen hätten die Experten stark erhöht (auf ca. 22%) und dem Portfolio dadurch ein etwas größeres Sicherheitspolster verschafft. Im Vergleich zu anderen Staatsanleihen würden die Experten australische Papiere nach wie vor für attraktiv halten.

Die Gesamtduration des Portfolios sei um etwa zwei Jahre auf 4,5 Jahre erhöht worden. Die Experten würden weiterhin eine 13%ige Long-Position im US-Dollar halten, die sich als Absicherung gegen makroökonomische Unsicherheiten bewährt habe.

Bei Unternehmensanleihen seien die Experten insgesamt nach wie vor zurückhaltend und würden in diesem Umfeld äußerst selektiv vorgehen. Die Experten würden sich weiterhin auf vorrangige Wertpapiere und Kurzläufer konzentrieren und hätten ihre Ausrichtung auf die Marktsegmente mit einem höheren Beta reduziert.

Coco-Bonds würden beispielsweise nur noch 1,5% des Fonds ausmachen (zuvor seien es ca. 5% gewesen). Die Gesamtallokation in Hochzinsanleihen betrage ca. 60%, und die Experten würden im kommenden Jahr Anleihetilgungen in Höhe von 10% sowie die Kündigung von weiteren Anleihen erwarten, was die Position der Experten auf natürliche Weise reduzieren werde.

Die Cash-Position der Experten betrage momentan ca. 10%, was die Sorge der Experten reflektiere, dass die Kreditmärkte künftig vermutlich größeren Schwankungen ausgesetzt sein würden. Die Experten würden auch geldmarktnahe Papiere wie kurzlaufende Staatsanleihen aus Griechenland und Zypern sowie Anleihen von Thomas Cook, die 2015 auslaufen und ca. 3% abwerfen würden, halten.

An den Märkten für Hochzinsanleihen und Schwellenländeranleihen würden die Experten nach wie vor selektive Anlagechancen sehen und sich auf hochwertigere Papiere sowohl im Bereich Staatsanleihen als auch Unternehmensanleihen mit Investment Grade konzentrieren.

In Zeiten wie diesen bewährt sich unserer Ansicht nach ein dynamischer, flexibler Ansatz und wir gehen davon aus, dass diese taktischen Veränderungen den Jupiter Dynamic Bond-Fonds für die kommenden turbulenten Zeiten besser positioniert haben, so die Experten von Jupiter AM. (Ausgabe Oktober 2014) (21.10.2014/fc/a/f)


 

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