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Meldung
Frankfurt (www.zertifikatecheck.de) - Hausse an den Aktienmärkten, steigende Zinsen, starker US-Dollar - an Themen mangelt es derzeit nicht, so Deutsche Börse AG.


Das sei auch im Zertifikate-Handel in den vergangenen vier Wochen zu spüren gewesen. "Es war und ist viel los", berichte Manuel Tulezi von der ICF Bank. "Bewegt haben die Wahl Trumps, das Referendum in Italien und der Zinsanstieg", erkläre Anouch Wilhelms von der Commerzbank.

Der Dow Jones habe am Montag dieser Woche ein neues Allzeithoch erreicht, der S&P 500 liege nur noch knapp darunter. Und auch der DAX, in der Vorwoche noch wegen Sorgen um Italien unter Druck, habe ordentlich zugelegt: Am Mittwochmorgen habe der Index mit knapp 10.947 Punkten ein Jahreshoch erreicht.

Beliebtester Basiswert im Zertifikate-Handel sei - wieder immer - der DAX gewesen. "Aktuell gibt es die Themen Finanzkrise, Bankenkrise, Europa- und Eurokrise sowie Trump, außerdem Öl, Gold und Zinsen, doch der DAX bleibt mit großem Abstand das meistgehandelte Underlying", stelle Simon Görich von der Baader Bank fest. Viel um gehe zum Beispiel in einem zwölffach gehebelten Long-Zertifikat auf den DAX Future (ISIN DE000CD4H159 / WKN CD4H15 ), das den zwölffach gehebelt abbilde.

"Jetzt wird auf steigende Kurse gesetzt", berichte Tulezi. So würden Bonus-Zertifikate auf den DAX (ISIN DE000PB83F88 / WKN PB83F8 ) gekauft, ebenso wie Knock-out-Calls (ISIN DE000TD731T5 / WKN TD731T ). Vor dem Italien-Referendum seien bei der Commerzbank gehebelte Short-Zertifikate (ISIN DE000CD4H1F0 / WKN CD4H1F ) und Put-Optionsscheine auf den DAX (ISIN DE000CR50AT0 / WKN CR50AT ) gesucht gewesen. Auch laut Christian Glaser von der BNP Paribas hätten sich Anleger auf DAX-Zertifikate konzentriert. "Gefragt waren aber zum Beispiel auch Put-Optionsscheine wie der Mini Short auf den italienischen FTSE MIB (ISIN DE000PB2E9P3 / WKN PB2E9P )."

Trump-Blase oder Anfang einer lang anhaltenden, konjunkturgetriebenen Rally? Was US-Aktien angehe, würden die Meinungen offenbar auseinandergehen. Bei der Commerzbank seien zum Beispiel gehebelte Short-Zertifikate (ISIN DE000CR5JKW9 / WKN CR5JKW ) und Call-Optionsscheine (ISIN DE000CN7ZV01 / WKN CN7ZV0 ) auf den Dow Jones Future bzw. Dow Jones gekauft worden.

Von den Einzeltiteln als Basiswerte würden bei der Commerzbank Daimler, Allianz, Deutsche Bank, Amazon (ISIN DE000CD5GRE4 / WKN CD5GRE) und Tesla dominieren. "Das Apple-Thema ist durch", meine Wilhelms. Laut Görich stünden die Deutsche Bank, die Commerzbank und VW im Fokus, je nach Nachrichtenlage.

Auch der chinesische Internetriese Tencent zehe viel Aufmerksamkeit auf sich, gesetzt werde laut Görich auf Call-Optionsscheine (ISIN DE000SG8C0H8 / WKN SG8C0H) mit Strike bei 200 bzw. 225 Hongkong-Dollar. Stehe der Aktienkurs also bei Ausübung unter 200 bzw. 225 Hongkong-Dollar, verfalle der Optionsschein wertlos, andernfalls werde der Aktienwert zurückgezahlt in einem Bezugsverhältnis von 10 Scheinen je Aktie.

Die US-Währung habe seit dem Trump-Sieg stark aufgewertet, der US-Dollar koste mittlerweile nur noch 1,07 Euro, vor der Wahl seien es noch 1,11 Euro gewesen. Auch gegenüber anderen Währungen zeige sich der Greenback stark. Anleger seien aber offenbar uneins, wie es weitergehe. "Wir sehen Positionierungen in beide Richtungen", berichte Tulezi. Wilhelms melde Käufe in einen Knock-out-Put (WKN CDSFSY) und einem Knock-out-Call auf Euro/US-Dollar (ISIN DE000CE3LMR1 / WKN CE3LMR ).

Glaser zufolge hätten sich Anleger für einen Knock-out-Schein auf das Währungspaar (ISIN DE000PS1LEN0 / WKN PS1LEN ) mit Schwelle kurz vor der Parität bei 1,034 US-Dollar interessiert.

Doch auch Öl und Gold würden derzeit stark beachtet. Der Ölpreis sei seit der OPEC-Einigung auf eine Förderkürzung vergangene Woche deutlich gestiegen, aktuell liege der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent bei 54 US-Dollar. "Meist wird auf steigende Kurse gewettet", erkläre Tulezi, etwa mit Call-Optionsscheinen (ISIN DE000DGJ8NT4 / WKN DGJ8NT). "Kunden die am Anstieg der Ölpreise partizipieren wollen, nehmen zum Beispiel Indexzertifikate wie das Open-End Zertifikat auf Brent Crude Rohöl (ISIN NL0000202109 / WKN 256678 ) ins Auge", erkläre Glaser.

Gold, das sich in der ersten Jahreshälfte noch kräftig verteuert habe, gehöre in der zweiten Jahreshälfte zu den großen Verlierern. Aktuell liege der Goldpreis wieder nur noch bei 1.171 US-Dollar je Feinunze, im Juli seien es in der Spitze 1.367 US-Dollar gewesen. "Der Aufwärtstrend ist eindeutig gestoppt", bemerke Wilhelms. Dennoch gebe es offenbar noch viele Goldfans: Gesetzt werde auf Knock-out-Calls auf Gold (ISIN DE000CR5DR71 / WKN CR5DR7 ) und Index-Zertifikate (ISIN DE000CN4CAP6 / WKN CN4CAP ). Bei der ICF Bank hätten sich Anleger unterdessen von Discount- und Bonus-Zertifikaten auf das Edelmetall (ISIN DE000DGD2NC9 / WKN DGD2NC ) getrennt.

Obwohl die US-Notenbank noch nicht aktiv geworden sei: Mit dem Sieg von Trump seien die Zinsen in den USA kräftig gestiegen, auch in Deutschland sei es deutlich nach oben und für den Euro-Bund-Future nach unten gegangen. Wilhelms zufolge würden Anleger auf weiter steigende Zinsen spekulieren und auf entsprechende Zertifikate (ISIN DE000CE44LV4 / WKN CE44LV) setzen. Auch bei der ICF Bank hätten sich Investoren entsprechend positioniert, wie Tulezi beobachtet habe, zugegriffen worden sei etwa in einem 15fach gehebelten Short-Zertifikat auf den Euro-Bund Future (ISIN DE000TD9S156 / WKN TD9S15 ). (Ausgabe vom 07.12.2016) (08.12.2016/zc/a/a)


 

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