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Meldung
Kronberg (www.fondscheck.de) - In den vergangenen Jahren haben US-Aktien andere wichtige Märkte outperformed, so Angel Agudo, Fondsmanager des Fidelity America Fund (ISIN LU0069450822 / WKN 986390); ISIN LU0048573561/ WKN 973280, A (USD)) bei Fidelity Worldwide Investment.


Seit dem Tief im Jahr 2009 habe sich der S&P 500 mehr als verdreifacht. Die starke Performance spiegele sowohl die Erholung der US-Konjunktur, die die Unternehmensgewinne angetrieben habe, als auch die verbesserte Anlegerstimmung vor dem Hintergrund der beispiellos lockeren Geldpolitik der US-Notenbank wider.

US-Aktien seien angesichts dieser kräftigen Kursgewinne zwar mittlerweile nicht mehr günstig, historisch betrachtet aber immer noch recht fair bewertet. Von einer Überhitzung oder starken Überbewertung am amerikanischen Aktienmarkt könne daher nicht die Rede sein. So liege das durchschnittliche Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) der US-Aktien von aktuell 19,2 nur knapp über dem 30-jährigen Durchschnitt von 18,4.

Ähnlich sehe es beim Kurs/Buchwert-Verhältnis (KBV) aus. Die Kennziffer liege mit aktuell 2,6 nur etwas höher als der 30-jährige Durchschnittswert von 2,4. Das KBV sage aber wenig über den Zustand der Bilanzen der US-Konzerne aus. Dagegen belege die Kennziffer der Cash Asset Ratio, dass die Bilanzen sehr robust seien. So betrage die Cash Asset Ratio bei US-Unternehmen ohne Finanzwerte im Durchschnitt 12 Prozent. Sie liege damit auf einem Rekordniveau und weit über dem langfristigen Durchschnittswert von 6,7 Prozent.

Dividenden seien eine weitere wichtige Bewertungskennziffer. Trotz der starken Kursgewinne liege die aktuelle Dividendenrendite beim S&P 500 dank des starken Dividendenwachstums bei 2 Prozent. Das sei mehr, als zehnjährige US-Treasuries bringen würden, deren Rendite aktuell bei 1,8 Prozent liege. Immerhin 239 Unternehmen aus dem S&P 500 würden derzeit mehr ausschütten, als zehnjährige US-Treasuries abwerfen würden. Und bei 87 Firmen betrage die Dividendenrendite deutlich über 3 Prozent.

Es sei aber auch wichtig, die Aktienbewertungen im Kontext der aktuellen Umstände zu betrachten. So würden die derzeitige Nullzinspolitik und die sehr niedrigen Anleiherenditen außergewöhnliche Rahmenbedingungen bilden, die die Aktienmärkte entsprechend beeinflusst hätten und weiter beeinflussen würden. Dabei seien vor allem zwei Punkte zu beobachten: der realwirtschaftliche und der finanzielle Einfluss.

Die niedrigen Leitzinsen und Anleiherenditen würden sich zum einen positiv auf die reale Wirtschaft auswirken, und zwar durch geringere Finanzierungskosten für Konsumenten und Unternehmen. Das sei für die Unternehmensgewinne und -margen positiv und sollte höhere Aktienbewertungen erlauben. Zum anderen habe dieses Umfeld einen finanziellen Einfluss, weil bei der Suche nach attraktiven Erträgen die Nachfrage nach Dividendenpapieren ansteige, was sich wiederum auf die Bewertungen auswirke.

Auch strukturelle Gründe würden dafür sprechen, dass die Profitabilität der US-Konzerne weiter auf hohem Niveau sein werde. So sei der Anteil der Unternehmensgewinne am Bruttoinlandsprodukt 2013 auf das höchste je erreichte Niveau gestiegen. Das habe vor allem auch damit zu tun, dass der Anteil der Löhne und Gehälter am US-Bruttoinlandsprodukt spürbar gesunken sei, was wiederum den Unternehmen zugute komme. (Ausgabe vom 05.03.2015) (06.03.2015/fc/a/f)


 

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