Weitere Meldungen
14:24 Jupiter-Fonds: Großbritannien hat gewählt - Fo.
13:58 Platin am Kreuzwiderstand: 35%-Chance bei K.
13:43 Equinet belässt Deutsche Post auf "buy" - Zie.
12:24 thyssenkrupp-Aktie: Möglicher Zusammenschlus.
11:56 Commerzbank belässt Deutsche Post auf "buy".
11:56 Legg Mason Martin Currie European Absolute .
10:47 Goldman senkt Ziel für Deutsche Post - "Conv.
10:24 Franklin European Growth Fund: 05/2016-Beric.
08:48 HWB Fonds: KW25-Bericht, hohe Marktverluste.
08:31 DNCA Invest - Velador-Fonds: 05/2016-Berich.
24.06.16 Wave XXL-Optionsscheine auf Deutsche Teleko.
24.06.16 M&G Income Allocation Fund: Größere Aussch.
24.06.16 Berenberg belässt Thyssenkrupp auf "buy" - Z.
24.06.16 BB Entrepreneur Europe Small (Lux)-Fonds: 05.
24.06.16 UniRak Konservativ A-Fonds: Schwankungsärm.
24.06.16 DKB Zukunftsfonds: 05/2016-Bericht, Wertzuw.
24.06.16 Deutsche Concept Kaldemorgen-Fonds: Mit Kur.
24.06.16 Franklin Biotechnology Discovery Fund: 05/201.
24.06.16 DNCA Invest - South Europe Opportunities-Fon.
24.06.16 DKB Asien-Fonds: 05/2016-Bericht, Wertzuwa.


nächste Seite >>
 
Meldung
London (www.fondscheck.de) - Im aktuellen Marktkommentar analysieren die Fondsmanager von Jupiter Asset Management den Ausgang des Brexit-Referendums und dessen Auswirkungen auf ihre Portfoliostrategie.


Obwohl der Jupiter Global Financials SICAV-Fonds (ISIN LU0262307480 / WKN A0KEM3 ) nur zu etwa 15 Prozent in börsennotierten britischen Aktien engagiert ist - mehr als die Hälfte dieser Unternehmen erwirtschaftet zudem über 50 Prozent ihrer Gewinne außerhalb Großbritanniens - lässt sich Folgendes nicht leugnen: Für britische Banken besteht angesichts höherer Finanzierungskosten, der Risiken für das Bruttoinlandsprodukt und den Häusermarkt, ganz zu schweigen von der Reisepassproblematik, ein nicht unerhebliches Abwärtsrisiko, so Guy de Blonay, Fondsmanager des Jupiter Global Financials SICAV-Fonds. Es sei wichtig, sich bewusst zu machen, dass es sich um einen globalen Fonds handele. Dieser sei stark diversifiziert in den Subsektoren der Finanzwelt und unterhalte aktuell nur eine einzelne, kleine Position bei britischen Banken.

Die Experten hätten Banken insgesamt stark untergewichtet, sowohl in Europa, als auch im Rest der Welt und sie würden sich in einer starken Position im Falle einer anhaltenden Schwäche des Pfunds sehen. Abseits der Politik in Großbritannien hätten sich europäische Bankaktien trotz der nach unten revidierten Prognosen zum Gewinn je Aktie (EPS) weitestgehend behauptet. Sinkende Inflationserwartungen, ein niedrigerer Euribor, schwächere Margen und die anhaltenden Probleme in puncto Aktiva-Qualität würden jedoch dafür sorgen, dass die Experten die EPS-Prognosen für den Sektor weiter gefährdet sehen würden.

Vor allem angesichts des Ergebnisses des Referendums ist es wichtig sich in Erinnerung zu rufen, dass es bei unserer Strategie nicht um Europa geht, sondern um europäische Expertise, so Alexander Darwall, Fondsmanager des Jupiter European Growth SICAV (ISIN LU0260085492 / WKN A0J317); ISIN LU0260086037/ WKN A0J319, I (EUR); ISIN LU0329190499/ WKN A0NBGT, L (GBP)). Seit vielen Jahren würden die Experten diese Strategie verfolgen und sie hätten einige Krisen kommen und gehen sehen. Es habe nie den Ansatz der Experten verändert, der darin bestehe, in Unternehmen zu investieren, die auf globaler Ebene wettbewerbsfähig und erfolgreich seien. Was diese Firmen auszeichne, sei, dass sie sich unter unterschiedlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durchsetzen könnten. Die Experten hätten ihr Portfolio aufgrund des Referendums in keiner Weise angepasst und würden dies auch angesichts des Ergebnisses nicht tun.

Mit der Entscheidung, die Europäische Union zu verlassen, hat sich das Vereinigte Königreich in unbekannte Gewässer begeben, so C├ędric de Fonclare, Fondsmanager des Jupiter European Opportunities SICAV (ISIN LU0260086623 / WKN A0J33N ). Fest stehe, dass eine Phase der Unsicherheit bevorstehe, die so lange dauern werde, wie die Verhandlungen über den Austrittsprozess anhalten würden. Die Märkte seien selten ein Freund von Unsicherheit und so scheine es nur realistisch anzunehmen, dass das Britische Pfund eine geraume Weile schwach bleiben werde. Dies könne gewiss Unternehmen schaden, die in den binnenwirtschaftlich orientierten Sektoren operieren würden; bei den Titeln in dem Portfolio der Experten handele es sich dagegen zumeist naturgemäß um international tätige Firmen. Rein auf den Heimatmarkt Großbritannien fokussierte Titel, wie etwa Bauunternehmen, Banken oder lokale Einzelhändler, seien in dem Portfolio der Experten nur in sehr geringem Maße vertreten.

Nach dem anfänglichen Schock könnte sich die Lage im Laufe der Zeit durchaus wieder normalisieren, so wie letztendlich in der Schweiz, nachdem die Nationalbank dort 2015 die Euro-Bindung aufgegeben habe. Die Experten würden auch mit einem volatilen Eurokurs rechnen, da dieser Ausgang des Referendums weder für die Wirtschaft noch den politischen Prozess in der Eurozone eine gute Nachricht sei. Der Fokus der Experten liege indes weiter auf der Auswahl einzelner Unternehmen, von denen die Experten überzeugt seien, dass sie unter verschiedensten Makrobedingungen stärker wachsen könnten als die Gesamtwirtschaft. Dieser Ansatz habe sich mittlerweile seit über zehn Jahren gut bewährt und werde dies nach Meinung der Experten auch weiterhin tun.

Wir haben im Vorfeld der Abstimmung auf eine übergewichtete Duration gesetzt, basierend auf der Prämisse, dass die Reaktion am Staatsanleihenmarkt "asymmetrisch" ausfallen dürfte - sprich die Papiere gewinnen bei einem Brexit kräftiger hinzu, als sie im "Remain"-Fall verlieren würden, so Ariel Bezalel, Fondsmanager des Jupiter Dynamic Bond SICAV (ISIN LU0459992896 / WKN A0YC40 ). Die Experten persönlich würden sich momentan von jeglichem Gilt-Engagement fernhalten, was durch die erhöhte Volatilität und Sorgen um die langfristigen Auswirkungen auf Großbritanniens KreditRating bedingt sei. Auch besitze der Fonds keinerlei Exposure gegenüber dem Pfund, da sämtliche britische Credit-Titel in Euro, der Basiswährung des Fonds, abgesichert seien.

Das Engagement der Experten in Großbritannien komme durch auf GBP lautende Unternehmensanleihen zustande, die größtenteils aus dem Finanzsektor stammen würden. Diese Finanzunternehmen seien wiederum zu einem Großteil eher binnenwirtschaftlich orientiert, wie zum Beispiel Bausparkassen. Die Experten würden in den kommenden Wochen mit einer anhaltenden Schwäche im britischen Finanzsektor rechnen, würden dies allerdings zum Anlass für Positionserhöhungen nehmen - überall dort, wo die fundamentale Einschätzung der Experten positiv sei. Die etwas defensiveren Positionen in dem Portfolio der Experten, in Bereichen wie Staatsanleihen, Kreditabsicherungen und Gold-Wandelanleihen, sollten sich im aktuellen Unsicherheitsumfeld derweil allesamt als richtig erweisen.

Das Brexit-Votum wird mit großer Wahrscheinlichkeit zu einer Periode anhaltender Unsicherheit hinsichtlich der britischen Umweltpolitik führen, so Charlie Thomas, Head of Strategy, Environment & Sustainability. Gleichzeitig dürfte der Effekt auf Fördermittel ebenso signifikant sein. Beispielsweise habe die Europäische Investitionsbank die britische erneuerbare Energien Industrie mit über 7 Milliarden Euro subventioniert - vor allem im Bereich von Off-Shore-Windanlagen.

Es gebe also Gründe zur Sorge. Davon abgesehen habe es allerdings deutliche Anzeichen seitens institutioneller Investoren aus dem Privatsektor gegeben, etwaige Förderlücken zu schließen. Es bleibe abzuwarten, inwiefern dies von Unsicherheiten im Nachgang des Referendums beeinflusst werde. Zudem seien Aufgaben wie die Bekämpfung des Klimawandels eindeutig globaler Natur und nicht auf Europa beschränkt. Auch wenn britische Unternehmen von Volatilität betroffen sein würden, würden die Experten auf globale Marktführer mit Sitz in Großbritannien setzen, selbst wenn es zu einigen Rückschlägen in den nächsten Tagen kommen sollte. Dies gelte zum Beispiel für die Bereiche integrierter Luftverschmutzungskontrolle.

Die Austrittsentscheidung beim EU-Referendum hat zu einer weiteren Abwertung des Pfunds gegenüber einem Korb globaler Währungen geführt, so Stephen Mitchell, Head of Strategy, Global Equities. Diese Abwärtstendenz sei bereits vor der Abstimmung zu beobachten gewesen, nachdem die Umfragen einen möglichen Sieg des Austrittslagers angedeutet hätten. Aufgrund des Pfundverfalls würden die Experten glauben, dass sich der Brexit positiv auf das Portfolio auswirken könnte. Immerhin würden 88 Prozent des Portfolios auf andere Währungen als das GBP lauten. Von besonders großem Interesse für die Experten sei dabei der Wertverlust gegenüber dem US-Dollar.

Bei den Positionen der Experten in Großbritannien handele es sich mehrheitlich um internationale Unternehmen und Exporteure, denen die GBP-Schwäche einen positiven Währungseffekt bescheren sollte. In puncto Unternehmensgewinne und Aktionärserträge dürfte es infolge des Austrittsvotums nun zu einer längeren Phase der Unsicherheit kommen, in der die Marktteilnehmer akribisch arbeiten müssten, um die Folgen für bestimmte Unternehmen besser beurteilen zu können. Volatile Kapitalmärkte etwa könnten sich als große Herausforderung für Banken und Versicherungsgesellschaften erweisen, da sie die Verwaltung von Kapitalpositionen und daraus resultierende Aktionärserträge erschweren würden.

Die Experten würden derzeit keine britischen Banktitel halten, seien aber im Versicherungssektor engagiert. Diese Positionen würden wahrscheinlich entsprechend in Mitleidenschaft gezogen. Die langfristigen Auswirkungen auf die übrigen Positionen der Experten sollten sich im Kontext des Gesamtportfolios dagegen relativ in Grenzen halten, was der globalen Ausrichtung dieser Unternehmen zu verdanken sei.

Ich habe am morgen des Referendums die flüssigen Mittel des Fonds in Dollar getauscht, um im Falle der unerwarteten Entscheidung, die EU zu verlassen, gut abgefedert zu sein, so Steve Davies, Fondsmanager des Jupiter UK Dynamic Growth SICAV.

Die britische Binnenwirtschaft habe sich im Vorfeld des Referendums erstaunlich gut geschlagen. Laut einer jüngsten Erhebung zu britischen Einkommen seien die verfügbaren Einkommen im Jahresvergleich um sieben Prozent gewachsen, was ebenfalls geholfen habe. Die Unsicherheit aufgrund des Brexits stelle hier sicherlich eine Gefahr dar. Investitionen würden während der Verhandlungen vorübergehend zurückgehalten und die Konsumentenzuversicht dürfte beeinflusst werden. Zudem könnte ein schwächeres Pfund zu mehr Inflation führen. Ein Kompensationsfaktor könnte sein, wenn sich die Bank of England dazu entschließe, die Leitzinsen zu senken oder ein weiteres QE-Programm auflege. Rohstoffpreise könnten ebenso fallen aufgrund des stärkeren Dollars. Der Fonds der Experten sei nicht im Öl- und Minensektor investiert.

Die Beteiligungen des Jupiter UK Dynamic Growth SICAV bei britischen Banken würden weiterhin über einige Eigenhilfemöglichkeiten verfügen und seien nach Ansicht der Experten im globalen Vergleich immer noch sehr günstig. Allerdings werde es von einem Wirtschaftsabschwung nicht unbeeindruckt bleiben. Sobald sich der Staub lege, gelte es zu überprüfen, inwiefern eine schwächere Gewichtung der durch das Referendum betroffenen Titel angemessen und eine höhere Gewichtung von globaler ausgerichteten Titeln sinnvoll sei.

Ein fallendes Pfund und angeschlagene Aktienpreise britischer Unternehmen würden wahrscheinlich das M&A-Interesse aus Übersee wieder beleben. Es sei gut möglich, dass chinesische Investoren hierbei in vorderster Reihe stünden. (27.06.2016/fc/a/f)


 

Breaking News


Kurs- und weitere Informationen zum Thema:

The Jupiter Global Fund - Jupiter European Growth L EUR Acc

Aktuelle Diskussionen zum Thema:


Aktuelle Nachrichten zum Unternehmen:

Jupiter legt Schnellstart im deutsc. (25.11.14)
Jupiter-Fondsmanager setzt auf "z. (12.07.11)
Die besten Fondsmanager Österreic. (18.12.09)
Die besten Fondsmanager Deutschl. (17.12.09)
Die besten Fondsmanager Deutschl. (20.10.09)

Alle Nachrichten zum Unternehmen

Aktuelle Analysen zu den Unternehmen:

The Jupiter Global Fund - Jupiter European Growth L EUR Acc

Kurssuche
Status: nicht eingeloggt

Registrieren | Passwort vergessen?