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Meldung
Wien (www.aktiencheck.de) - Der Höhepunkt des weltweiten Aufschwungs ist nach Ansicht von Feri erreicht, so die Experten von "FONDS professionell".


Der Vermögensverwalter rechne für 2019 mit einer deutlichen Abkühlung der Konjunktur.

Der Aufschwung der Weltwirtschaft habe seinen Höhepunkt erreicht. Spätestens ab der zweiten Jahreshälfte werde die globale Konjunktur an Dynamik verlieren, davon sei der Vermögensverwalter Feri überzeugt. Als Hauptgrund nenne Feri die zu erwartende massive Liquiditätsabfuhr von Seiten der Notenbanken. "Dadurch geraten die ungelösten strukturellen Probleme der Weltwirtschaft wieder stärker in den Fokus, vor allem die nach wie vor hohe Verschuldung und das geringe Produktivitätswachstum", sage Axel Angermann, Chef-Volkswirt bei Feri.

Ausgangspunkt für die kommende weltwirtschaftliche Abkühlung würden nach Ansicht der Feri-Experten die USA sein: Zwar seien zunächst noch spürbare fiskalische Impulse zu erwarten, durch die verabschiedete Steuerreform ebenso wie durch höhere Staatsausgaben. Zugleich würden sich aber die Anzeichen mehren, dass der Konjunkturaufschwung in seine letzte Phase eintrete.

So könnte die Inflationsrate auf ein Niveau oberhalb von drei Prozent steigen, würden die Experten prognostizieren. Neben spürbar stärker steigenden Löhnen könnten dazu auch höhere Importpreise beitragen. Dieses Szenario sei durch den schwächeren US-Dollar und die protektionistischen Maßnahmen der Regierung überaus wahrscheinlich. Wenn es dazu kommt, dürfte sich die FED gezwungen sehen, die Geldpolitik im kommenden Jahr über das bisher kommunizierte Maß hinaus zu straffen. Ergebnis: "Wir rechnen damit, dass das Wachstum der US-Wirtschaft im Jahr 2019 auf weniger als zwei Prozent sinken wird", sage Angermann.

Starke Binnennachfrage stützt Deutschland

Die Abschwächung der Konjunktur in den USA würde auch die deutsche Wirtschaft treffen. "Anders als in der Vergangenheit wird der negative außenwirtschaftliche Impuls aber durch eine starke Binnennachfrage abgefedert", sage Angermann. Denn im laufenden Aufschwung würden vor allem die Bauwirtschaft, der Einzelhandel und viele Dienstleistungsbranchen wesentlich zur gesamtwirtschaftlichen Expansion beitragen.

Dies dürfte sich angesichts der positiven Lage auf dem Arbeitsmarkt und steigender Löhne auch noch eine Weile fortsetzen, prognostiziere der Feri-Experte. Die Dynamik des Wachstums werde im kommenden Jahr auch in Deutschland zurückgehen. Einen deutlichen Einbruch der Konjunktur erwarte Angermann hierzulande aber vorerst nicht. (26.04.2018/ac/a/m)


 

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