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Meldung

Novo Nordisk (WKN:A1XA8R) ist zweifelsfrei ein wertvolles und achtenswertes Unternehmen, das sich in der Behandlung von Diabetes einen Namen gemacht hat. Wenn du als Investor mit einer Dividendenrendite unter 3 % und einem stagnierenden Aktienkurs zufrieden bist, dann bist du bei den Dänen gut aufgehoben. Wenn ein Unternehmen 3.000 Arbeitsplätze abbauen will, dann hat das aber auch zwingende Gründe. Schauen wir doch mal, wo Novo Nordisk steht und was die Wettbewerber so machen.

Novo Nordisks Hauptumsatzbringer sind Diabetes-Medikamente

Wir müssen unbedingt erst klarstellen, dass Diabetes nicht als lebensbedrohende Krankheit wie Krebs oder Multiple Sklerose anerkannt ist. Das ist in diesem Zusammenhang wichtig, da in der Regel Gesundheitssysteme in solchen Fällen für Medikamente keine Höchstpreise bezahlen, sondern nacheinander erst die günstigsten Behandlungen decken.

Aus diesem Grund erwarte ich auch nicht, dass sich heilende Zelltherapien bei Diabetes durchsetzen werden, es sei denn, dass sie zu einem deutlich niedrigeren Preis als heute möglich angeboten werden können. Das allerdings macht sie dann auch eher unattraktiv für die Pharmaindustrie.

Wie du weißt, gibt es zwei unterschiedliche Arten von Diabetes. Dabei ist Diabetes Typ 1 eine Autoimmunerkrankung, bei der der Körper gar kein Insulin mehr produziert und dieses daher regelmäßig gespritzt werden muss. Dies betrifft allerdings nur 10 % aller Diabetiker.

Die Mehrheit mit 90 % dieser Gruppe haben Diabetes Typ 2, bei dem die Produktion von Insulin im Körper langsam einsetzt und der Körper weniger empfindlich auf Insulin reagiert. Wie aber werden Diabetiker denn standardmäßig behandelt?

Typische Diabetes-Behandlung

Die Einstiegstherapie erfolgt mit preisgünstigem Metformin, um den Blutzucker zu senken. Reicht das nicht mehr aus, wird zum Metformin ein weiteres Antidiabetikum verabreicht. Erst wenn der Blutzuckerspiegel nicht mehr in den Griff zu bekommen ist, wird Insulin bzw. eine Kombinationstherapie nötig.

Das erklärt auch, warum nur 6 % aller Diabetiker zu Novo-Nordisk-Produkten greifen, die meisten auf kostengünstige Insuline, die dank Wettbewerbern wie Sanofi einem harten Preiskampf ausgesetzt sind.

Gutes Geld verdienen die Dänen aber vor allem mit ihrem GLP-1-Analogon Semaglutid, von dem wesentlich der weitere Erfolg des Unternehmens abhängen wird. Wirklich positiv war, dass Semaglutid im direkten Vergleich zum GLP-1-Analogon Trulicity von Eli Lilly noch effektiver in seiner Wirkung war.

Du wirst nun wahrscheinlich denken, dass dadurch die Gewinne deutlich zunehmen werden. Zudem arbeiten die Dänen an einer oralen Variante, sodass Semaglutid als Pille eingenommen werden kann und damit die lästige Injektion entfällt. Ja, ABER …

Von allen Diabetes-Patienten werden 26 Millionen mit Produkten von Novo Nordisk behandelt, und zwar die meisten mit preiswertem Insulin (siehe Tab. 1).

Diabetes-Therapie von Novo Nordisk Zahl der behandelten Patienten
Humaninsulin 11,2 Mio.
Modernes Insulin 12,5 Mio.
Insulin der neuen Generation 0,9 Mio.
GLP-1 Analoga 1,4 Mio.

Tab. 1: Anzahl behandelter Patienten pro Therapie von Novo Nordisk (Quelle: Unternehmenspräsentation)

Wie du siehst, werden GLP-1 Analoga nur bei etwas über 5 % der Patienten eingesetzt. Das bestätigt die anfangs aufgestellte Hypothese, dass Diabetes zumeist kostengünstig behandelt wird, da die Krankheit nicht lebensbedrohend ist. Das bedeutet für Novo Nordisk aber, dass die Umsätze mit ihrem Hoffnungsträger Semaglutid sich nur bescheiden auf die Gesamt-Performance des Unternehmens auswirken werden.

Noch schlimmer aber sind die auslaufenden Patente, die wie ein Damoklesschwert über den Dänen hängen.

Was mich wirklich besorgt über Novo Nordisks Zukunft

Laut Evaluate Pharma ist Novo Nordisk das weltweit an Nummer 1 stehende Pharmaunternehmen, das mit auslaufendem Patentschutz zu kämpfen hat. Danach sind schon oder werden kurzfristig 9 Mrd. US-Dollar Umsatz aus 2017 durch Verlust der Exklusivität dem Risiko des direkten Wettbewerbs ausgesetzt sein.

Du fragst dich vielleicht, ob das viel oder wenig ist? Aus dem Unternehmensbericht erfährt man, dass der Gesamtumsatz 2017 bei 111,696 Mrd. Dänischen Kronen lag. Das sind umgerechnet ca. 17,3 Mrd. US-Dollar, sodass mehr als die Hälfte des Umsatzes durch direkten Wettbewerb gefährdet ist.

Nun hat Novo Nordisk den Vorteil der Marktführerschaft sowie bestehender Verträge, sodass nicht alles gleich verloren ist. Dennoch wird die Preiserosion ihren Tribut verlangen, sodass die Umsätze sinken werden und auch der eine oder andere Kunde zum Wettbewerber wechselt.

Novo Nordisks Hämophilie-Produkte gegen die Bluterkrankheit haben aufgrund der häufigen Immunisierung bei Blutern zudem klare Schwächen, sodass schon lange nach Alternativen geforscht wird. Roche hat 2017 die Zulassung für das deutlich überlegene Hemlibra erhalten, sodass Novo Nordisk schon jetzt enorm an Boden verliert. Zudem ist innerhalb von 1–2 Jahren mit einer Gentherapie bei Hämophilie zu rechnen, sodass der Medikamenteneinsatz dann insgesamt deutlich abnehmen könnte.

Bei Wachstumshormonen hat der Wettbewerb durch auslaufende Patente und dadurch auftretende Generika schon extrem stark zugenommen, sodass hier eine deutliche Preiserosion auftritt, weil kein Unterschied bei den Wirkstoffen vorhanden ist und der Kunde dann das günstigste Produkt auswählt.

Was mich zudem stört, ist, dass Hämophilie-Produkte sowie Wachstumshormone 17 % des Umsatzvolumens von Novo Nordisk ausmachen. Und hier ist das Risiko enorm groß, dass weitere Marktanteile verloren gehen und damit Umsätze und Gewinne sinken werden.

Fazit

Novo Nordisk kämpft gegen auslaufende Patente und damit sinkende Marktanteile, und insbesondere Produkte für Hämophilie und Wachstumshormone gehen geradezu den Bach runter. Bei Insulinen könnte sich das wiederholen, sodass Hoffnungsträger wie Semaglutid diese Umsatz- und Gewinneinbrüche vielleicht nur schwer werden ausgleichen können.

Zum Glück für Novo nehmen Diabetes und Fettleibigkeit so stark zu, dass sie Verluste durch die Mehrzahl an Patienten eventuell auffangen können. Im besten Fall, und das sagt auch die Unternehmensführung, wird Novo im niedrigen einstelligen Prozentbereich wachsen.

Gibt es da nicht weit bessere Aktien?

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Stefan Graupner besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Novo Nordisk.

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