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Meldung
Berlin (www.aktiencheck.de) - Ryanair: ver.di begrüßt Betriebsratsgarantie der Bundesregierung - Aktiennews

ver.di begrüßt den heutigen Beschluss des Bundeskabinetts (15.
November 2018), wonach künftig auch fliegendes Personal uneingeschränkt einen Betriebsrat gründen kann, so die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in einer aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

"Diese Betriebsratsgarantie schützt Crewmitglieder vor der Willkür der mittlerweile immer zahlreicher werdenden Billigflieger, die prekär beschäftigen und bezahlen", sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hätte Wort gehalten, nachdem er die Klagen der Beschäftigten von Ryanair (ISIN: IE00BYTBXV33, WKN: A1401Z, Ticker-Symbol: RY4C, Nasdaq OTC-Symbol: RYAOF) in Berlin und Frankfurt in persönlichen Gesprächen gehört habe. "Das zeigt: Wenn Gewerkschaften Druck machen und Politiker den Menschen zuhören, dann hat arbeitnehmerfreundliche Politik eine Chance. ver.di und die Beschäftigten von Ryanair haben hier einen großen Erfolg errungen", so Bsirske.

Der Kabinettsbeschluss erfolgte wenige Tage nachdem die ver.di-Tarifkommission die vereinbarten Eckpunkte für einen Tarifvertrag mit Ryanair angenommen hatte. Die irische Billigfluggesellschaft hatte dabei allerdings die Einrichtung eines Betriebsrates abgelehnt. "Das ist ein Riesenerfolg für ver.di, die Ryanair-Beschäftigten und die gesamte Branche. Mit der Betriebsratsgarantie der Bundesregierung können die Ryanair-Kabinenmitglieder Betriebsräte gründen, ob Ryanair das passt oder nicht", so Christine Behle, im ver.di-Bundesvorstand zuständig für den Flugverkehr.

Die aus den 70er Jahren stammenden Regelungen im Betriebsverfassungsgesetz sehen Betriebsräte für fliegendes Personal nur dann vor, wenn dies ausdrücklich in einem Tarifvertrag vereinbart wird. Fehlende Kommunikationsmöglichkeiten in Zeiten ohne Tablets und Smartphones, aber auch sehr gute Löhne in mehrheitlich staatlich betriebenen Airlines taten damals ihr Übriges. Mit dem Aufkommen von Billigairlines ist die materielle Basis von fliegendem Personal allerdings drastisch verschlechtert worden und internationale Konzerne respektieren die sozialpartnerschaftliche Tradition in Deutschland meist nicht, so dass Gewerkschaften und Betriebsratsgründungen sehr oft behindert werden. Eine gesetzliche Betriebsratsgarantie gibt den Beschäftigten künftig die Chance, auch in diesen Airlines ihre Interessen zu vertreten.

Börsenplätze Ryanair-Aktie:

Xetra-Aktienkurs Ryanair-Aktie:
12,00 EUR -4,00% (15.11.2018, 11:07)

Tradegate-Aktienkurs Ryanair-Aktie:
11,915 EUR -6,00% (15.11.2018, 12:56)

ISIN Ryanair-Aktie:
IE00BYTBXV33

WKN Ryanair-Aktie:
A1401Z

Ticker-Symbol Ryanair-Aktie:
RY4C

Nasdaq Other OTC Ticker-Symbol Ryanair-Aktie:
RYAOF

Kurzprofil Ryanair Holdings plc.:

Ryanair (ISIN: IE00BYTBXV33, WKN: A1401Z, Ticker-Symbol: RY4C, Nasdaq OTC-Symbol: RYAOF) ist eines der größten Niedrigpreis-Flugunternehmen in Europa. Nach einer Umstrukturierung 1990/1991 wurde Ryanair zur ersten Fluggesellschaft, die das von Southwest Airlines in den USA mit großem Erfolg entwickelte Prinzip "Niedrigste Preise/Keine Extras" uneingeschränkt auch in Europa anwendet. Dabei werden die reinen Flugpreise niedrig gehalten, jedoch für bestimmte Leistungen wie Gepäckaufgabe, Online-Check-In oder Getränke und Mahlzeiten an Board Gebühren berechnet. Zudem verkauft Ryanair Werbeflächen auf Boarding Pässen, im On-Board-Display, auf der Homepage und im eigenen In-Flight Magazin.

Ryanair kooperiert seit 1999 mit dem Flugzeughersteller Boeing und bezieht seit 1999 von Boeing Maschinen des Typs Boeing 737-800. Die aktuelle Flotte besteht aus 303 Flugzeugen dieses Typs, die jeweils über eine Sitzplatzkapazität von rund 200 Plätzen verfügen. Inzwischen werden über 180 Destinationen rund um den Globus angeflogen. (15.11.2018/ac/a/a)



 

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