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WKN: A0S848 ISIN: DE000A0S8488
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Meldung
Betreff: Kritisches Renditeniveau: Wie lange hält Spanien durch?
Von:
Stefan Hofmann - Stock-World <stefan.hofmann@stock-world.de>
Datum:
23.06.2012 07:56
An:
sta.traub_stw_jda9f3sd3@ariva.de


Die Erleichterung im Zuge der Wahl in Griechenland war nur von kurzer Dauer. Schnell setzte sich an den Finanzmärkten die Überzeugung durch, dass mit dem Sieg der Konservativen eigentlich nicht mehr als ein wenig Zeit gewonnen ist. Erst die kommenden Tage und Wochen werden zeigen was der erneute Urnengang in Griechenland wirklich wert war. Wer hoffte, dass zumindest die übrigen Krisenstaaten vom Wahlausgang profitieren könnten, wurde ebenfalls enttäuscht: Die Renditen für spanische Anleihen mit 10-jähriger Laufzeit übersprangen noch am Montagvormittag die sieben Prozent-Marke.

29,7 Prozent der Stimmen entfielen auf die Neo Demokratia (ND) um Parteichef Samaras. Die sozialdemokratische Pasok um den früheren Finanzminister Venizelos konnte 12,3 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Mit 26,9 Prozent der Stimmen erzielte die linksradikale Syriza das beste Ergebnis ihrer Geschichte. Allerdings – und somit war das Minimalziel für die Europartner erstmal erreicht – war das gute Ergebnis der Syriza nicht gut genug, um eine mögliche Koalition aus den Eurobefürwortern aus Pasok und ND zu verhindern. Ein solches Bündnis könnte im besten Fall 163 der insgesamt zur Verfügung stehenden 300 Sitze auf sich vereinen und würde somit über eine hauchdünne, aber regierungsfähige Mehrheit im Athener Parlament verfügen. Die erste Erleichterung ob des Wahlausgangs schlug auf dem Finanzmarkt schon bald wieder in Ernüchterung um: Bereits am späten Vormittag hatten Leidensgenossen wie insbesondere Spanien bereits wieder mit stark steigenden Renditen zu kämpfen…

Wie lange kann Spanien das noch durchhalten? Diese Frage wird längst nicht mehr nur hinter vorgehaltener Hand diskutiert. Mit Renditen jenseits der sieben Prozent bei Papieren mit 10-jähriger Laufzeit ist es, realistisch betrachtet, nur eine Frage der Zeit bis Spanien seinen Marktzugang verliert. Marktteilnehmer sind derzeit extrem skeptisch was die weitere Entwicklung auf der iberischen Halbinsel betrifft. Nachdem der Banksektor voraussichtlich 100 Milliarden Euro erhalten wird, gehen Beobachter davon aus, dass auch der spanische Staat demnächst um Hilfe ersuchen wird. Unklar scheint zu-dem ob die bewilligten 100 Milliarden für den Finanzsektor überhaupt ausreichen werden. Laut Recherchen der Financial Times Deutschland sitzen Spaniens Kreditinstitute auf Risikopapieren im Gesamtwert von 153 Milliarden Euro.

„Keinen Gesprächsbedarf“ sah Barack Obama am Rande des G20-Gipfels in Mexiko und sagte ein Treffen mit Vertretern der Eurozone kurzfristig ab. „Kein Gesprächsbe-darf“ in der aktuellen Situation? Es scheint untertrieben, wenn man sagen würde, dass die Absage auf Unverständnis in Reihen der europäischen Partner gestoßen wäre. Die Kritik der Weltgemeinschaft am europäischen Krisenmanagement wird lauter und

Brasiliens Finanzminister steht keineswegs alleine da, wenn er konstatiert, dass „die Maßnahmen, die getroffen werden“ nicht ausreichend sind „um die Probleme zu lösen“. Indonesiens Präsident befürchtet einen Flächenbrand der von Europa ausgehend die ganze Weltwirtschaft mit in den Abgrund reißen könnte und liegt damit auf einer Linie mit seinen asiatischen Nachbarn aus China und Südkorea. Dass die Europäer nicht nach Mexiko gefahren sind, um sich vor aller Welt verbal verprügeln und vorführen zu lassen, stellte EU-Kommissionspräsident Barroso unmissverständlich klar. „Wir lassen uns hier von niemandem belehren“ konstatierte der vor Wut kochende Portugiese. Namentlich verbot er sich insbesondere von den US-Amerikanern jegliche Kritik, mit dem Verweis, dass der Auslöser der jetzigen Krise wohl kaum in Europa zu suchen sei.

Zumindest die psychischen Auswirkungen der Schuldenkrise, haben sich bereits auf deutsche Finanzexperten durchgeschlagen. Der Index des Mannheimer Zentrums für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), verzeichnete mit einem Minus von 27,7 Punkten im Vergleich zum Vormonat den höchsten Verlust seit 14 Jahren. Erstaunlicherweise hatte die Eintrübung der Konjunkturaussichten kaum Einfluss auf den Rentenmarkt.


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