HHLA


WKN: A0S848 ISIN: DE000A0S8488
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Meldung

Heute mal ein Beitrag zu zwei Hamburger Aktiengesellschaften (denn bei beiden gab es am Dienstag neue Zahlen): Hawesko und HHLA.

Hawesko ist bekanntlich ein Weinhändler, der Firmenname steht für „Hanseatisches Wein- und Sekt-Kontor“.

Und HHLA ist die „Hamburger Hafen und Logistik AG“ – da ist der Name Programm.

Und wie sehen nun die neuen Zahlen aus? Zunächst zu Hawesko.

Dazu eine Bemerkung vorab: 2019 verlief bei Hawesko ziemlich durchwachsen. Das eine Segment (E-Commerce) konnte ein Umsatzwachstum von 5,1% vorweisen – beim Segment B2B hingegen schrumpfte der Umsatz um 4,1%. Ein Lagerumzug habe „Kraft, Umsatz und Ergebnis gekostet“, so Hawesko. Doch nun nach erfolgtem Umzug könnte es mit dem B2B Segment im laufenden Geschäftsjahr besser laufen. Die Kapazität des neuen Lagers sei auch größer als die des alten Lagers.

Doch zu den aktuellen Zahlen, die am Dienstag veröffentlicht wurden. Konkret geht es um die Zahlen zum 1. Quartal 2020: Die zeigten beim Segment E-Commerce erneut ein Umsatzplus, und zwar von 5,6% auf 41,3 Mio. Euro.

Und das Segment B2B, sieht es da nach dem Lagerumzug besser aus? Immerhin wurde der Umsatzrückgang gestoppt, doch von Wachstum im Jahres-Vergleich war nichts zu sehen: Der Umsatz lag im B2B-Segment in Q1 2020 mit 36,9 Mio. Euro „auf dem Niveau des Vorjahresquartals“. Angesichts des Rückgangs der Nachfrage aus dem „Hotel- und Gastgewerbe“ (Stichwort Coronavirus-Pandemie) kann das aber schon durchaus als gewisser Erfolg gesehen werden.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) konnte Hawesko im 1. Quartal im Vergleich zum Vorjahresvergleich um 2,6% auf 3,9 Mio. Euro steigern. Das sieht doch insgesamt recht gut aus. Eine Prognose für das Gesamtjahr will Hawesko übrigens nicht abgeben, nachvollziehbar. Hier gibt es wohl zwei unterschiedliche Trends. Das Segment B2B wird tendenziell Umsatzrückgänge verzeichnen, solange die Gastronomie unter Einschränkungen leidet (B2B = Verkauf direkt an andere Unternehmen).

Doch das Segment E-Commerce verzeichnet tendenziell eine gegenläufige Umsatzentwicklung: Wenn die Leute verstärkt zu Hause bleiben, dann wird eher mal Wein online bestellt (= E-Commerce). Welcher der beiden Faktoren stärker ausfällt, vermag ich aktuell nicht einzuschätzen.

Und dann noch zum Hamburger Hafen und Logistik AG, der „HHLA“. Da war laut der gestrigen Meldung das 1. Quartal 2020 durch ein „herausforderndes Umfeld“ (wie es euphemistisch heißt) belastet.

Der Umsatz lag demnach in Q1 2020 bei 335,7 Mio. Euro und damit 3,4% unter dem Vorjahresquartal. Das geht ja noch. Aber: Beim Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) sah es deutlich schlechter aus. Da ging es um 38,6% auf 36,7 Mio. Euro abwärts. Und es gab im ersten Quartal ja erst „erste Anzeichen eines sich abschwächenden Handels“, Stichwort Coronavirus-Pandemie.

Im laufenden 2. Quartal könnten Umschlag und Transport von Containern weiter zurückgehen. Prognose für das Gesamtjahr? Da hält sich die HHLA hanseatisch zurück: Die sei aktuell „nicht verlässlich möglich“. Man geht aber davon aus, dass im „Teilkonzern Hafenlogistik“ das Ebit „stark unter Vorjahr liegen“ werde, so die HHLA.

Die Frage ist, wieviel davon schon im Kurs „drin“ ist, schließlich hat der Aktienkurs auf Jahres-Sicht rund ein Drittel an Kurswert verloren.


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