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WKN: A0S848 ISIN: DE000A0S8488
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Meldung
Hamburg (www.aktiencheck.de) - Oliver Drebing, Analyst von SRH AlsterResearch, stuft die HHLA-Aktie (ISIN DE000A0S8488 / WKN A0S848 ) unverändert mit "kaufen" ein.


Das niedersächsische Kabinett habe die Einwilligung zur Elbvertiefung beschlossen. Den entlang des Flusslaufs bestehenden Sorgen zu Deichsicherheit und einem für die Obstlandwirtschaft nachteiligen höheren Salzgehalt der Elbe werde durch finanzielle Kompensationen und Schutzauflagen Rechnung getragen. Niedersachsens Ministerpräsident McAllister habe sich somit gegen politische Taktierer durchgesetzt. Diese Einigung hätten die Analysten für diese Woche erwartet. Das Risiko, dass die Elbvertiefung nun noch durch Klagen und Gerichtsentscheide aufgehalten werde, sei gering. Anders als bei der geplanten Ausbaggerung der Weser seien wichtige Hürden genommen.

So sehe die EU-Kommission laut einer Erklärung vom Dezember in der Elbvertiefung ein Projekt von übergeordnetem öffentlichen Interesse. Anders auch als beim Ausbau des Frankfurt Airport seien unmittelbare Benachteiligungen von Parteien nicht gegeben. Lediglich Risiken und Eventualitäten gelte es abzuwägen. Die Ausbauarbeiten an der Elbe würden nach zwei Jahren abgeschlossen sein, die für die Schifffahrt relevanten eigentlichen Baggerarbeiten bereits nach rund neun Monaten.

Die nunmehr unmittelbar bevorstehende Elbvertiefung könnte nochmals für einen Dynamikschub sorgen. Zusammen mit einer parallel in Angriff genommenen Modernisierung des Kiel-Kanals (fünfte Schleuse) würden die Rahmenbedingungen gestärkt, damit die Hamburger Terminals mittel- wie langfristig überdurchschnittlich an Attraktivität gewinnen würden. Auch aufgrund gestiegener Treibstoffpreise kämen die vorteilhaften geographischen Aspekte und die hohe Effizienz der HHLA-Infrastruktur in den Transportkalkulationen von und nach Zentral- und Nordosteuropa mittlerweile wieder voll zum Tragen (Schnelligkeit, Verlässlichkeit/ Planbarkeit). Über die für 2011 vermeldeten Erfolge hinaus halte man weitere Marktanteilsgewinne gegenüber Rotterdam, Antwerpen und Bremerhaven für vorprogrammiert.

Die Verhandlungsposition der HHLA gegenüber den Liniendiensten sei durch die fehlende Inangriffnahme der Elbvertiefung lange genug geschwächt gewesen. Das Signal von heute sei eine Befreiung von sehr hinderlichen Einwänden. Die Liniendienste selbst würden sich auf der Strecke Asien-Nordrange (insbesondere mit Rotterdam, Hamburg, Antwerpen) wieder der Gewinnschwelle nähern. Bei einem Spotpreis für den Seetransport eines Standardcontainer von Shanghai nach Europa von derzeit wieder 1.660 USD würden 137% mehr erzielt als zu Jahresbeginn. Gegenüber den 490 USD von Mitte Dezember betrage die Steigerung 239%. Bei den Kontraktpreisen zwischen der chinesischen Küste und Europa betrage die Steigerung 76% seit Jahresbeginn. Im selben Zeitraum seien die Bunkerölpreise um rund 15% gestiegen. Die Ergebnisaussichten der HHLA-Kunden seien innerhalb eines Quartals von prekär auf hoffnungsvoll gedreht.

Die Vorlage des vollständigen Geschäftsberichts 2011 habe zwei positive Ergänzungen der bereits Anfang Februar bekannt gegebenen vorläufigen Eckdaten beinhaltet. Zum einen seien die Minderheitenanteile deutlich niedriger gewesen, weil Hapag-Lloyd, wieder mit 25%-Kapitalanteil am Terminal Altenwerder (CTA) beteiligt, aufgrund nicht prognostizierbarer Veränderungen der Dienstestrukturen kein Gewinnanteil des Terminals von 50% zugestanden habe. Zum anderen sei der Dividendenvorschlag von 0,65 EUR je Aktie höher bemessen als erwartet.

Die Analysten von SRH AlsterResearch bestätigen für die HHLA-Aktie das Anlageurteil "kaufen" und das Kursziel von 40 EUR. Der Verkehrsinfrastruktur-Titel biete ein hohes Maß sowohl an Dynamik wie substanzgebundener Sicherheit. (Analysevom 03.04.2012) (03.04.2012/ac/a/d)


 

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