X-pert Zertifikat Quanto auf Brent Crude Rohöl ICE [Deutsche Bank AG]


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13.08.09 Discount-Zertifikate bleiben Anlegers Lieblinge


 
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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Umsatzdynamik am Zertifikatemarkt ist nach Einschätzung so mancher Marktteilnehmer geringer, als es angesichts der stabilen Börsen zu erwarten wäre, so die Deutsche Börse AG.


"Die Anleger üben sich in kritischer Zurückhaltung", meine etwa Frank Marsollek von der Baader Bank. Auch Sven Titze von ICF Kursmakler berichte von einem insgesamt ruhigen Handel, zum einen bedingt durch die Urlaubszeit, zum anderen aber durch eine vielfach verbreitete abwartende Haltung. Nach den stattlichen Börsengewinnen der vergangenen Wochen möchten viele offenbar jetzt nichts mehr riskieren.

Unter Anlegern beliebt seien derzeit vor allem Discount-Zertifikate auf den DAX und DJ EURO STOXX 50. Hier würden nach Beobachtung der Baader Bank große Positionen gekauft. Hintergrund sei das weiterhin vorhandene Bedürfnis nach Sicherheit. "Discount-Produkte haben sich nach der Krise superfest etabliert", beschreibe Gregoire Toublanc von der BNP Paribas den Trend. Die Papiere würden zu einem Abschlag erworben und dadurch einen Risikopuffer - aber auch begrenzte Gewinnchancen bieten. Sie würden als ideal für konservative Anleger gelten. Bei Discount-Zertifikaten auf den DAX würden die Caps laut BNP Paribas im Moment meist zwischen 4.500 und 5.200 Punkten liegen.

Besonders umsatzstark im Handel mit Zertifikaten an der Deutschen Börse seien in den vergangenen vier Wochen allerdings ein Index-Tracker (ISIN DE0007093353 / WKN 709335 ) auf den DAX®, ein Ölpreis-Tracker (ISIN DE000DB3DNA4 / WKN DB3DNA ) sowie ein Expresszertifikat (ISIN DE000DR5B4B6 / WKN DR5B4B ) auf den DJ EURO STOXX gewesen.

Toublanc beobachte darüber hinaus ein wachsendes Interesse an Bonus-Zertifikaten. Deren Marktanteil sei nach seinen Berechnungen im Vergleich zum ersten Quartal um 65 Prozent gestiegen. "Die Leute trauen sich wieder, Positionen einzugehen", meine er. Bonus-Zertifikate würden über einen Risikopuffer für Kursverluste des Basiswertes verfügen; oberhalb ihrer Risikoschwelle würden sie einen Mindestgewinn durch den Bonusbetrag garantieren.

Ebenfalls gut würden im Moment die Hebelprodukte weggehen. Nach Einschätzung der Baader Bank möchten Anleger wenig Kapital investieren und dennoch am Kursaufschwung partizipieren. ICF Kursmakler berichte von einer regen Nachfrage nach Knock-out-Zertifikaten, etwa dem X-Turbo (ISIN DE000TB28WY8 / WKN TB28WY ) der HSBC Trinkaus & Burkhardt auf den DAX. Mit solchen Zertifikaten werde eine Hebelwirkung erreicht, die das Papier in beide Richtungen schneller bewege. Würden Knock-out-Schwellen überschritten, könne der Einsatz aber komplett verloren gehen.

Für Knock-out-Papier würden sich besonders spekulativ orientierte Anleger interessieren, laut Titze seien darunter im Moment viele, die intraday handeln, d.h. innerhalb eines Tages kaufen und verkaufen würden. Überhaupt werde der Markt weiterhin von Tradern dominiert. "Der klassische Anleger fehlt", berichte Toublanc. Dementsprechend sei der Zeithorizont auch eher kurz.

Toublanc mache außerdem einen Trend hin zu selektiven Anlagen aus, d.h. es werde wieder mehr auf einzelne Unternehmen gesetzt. Als Beispiel nenne er einen Optionsschein (ISIN DE000BN3GQN1 / WKN BN3GQN ) auf die Deutsche Bank-Aktie. Allerdings würden dabei die Bluechips bevorzugt, an kleinere und mittlere Adressen wage sich noch kaum jemand. "Ausnahme sind hier Adressen aus der Solarbranche", erläutere Toublanc. Auch Währungszertifikate seien nach Einschätzung des Experten wieder gefragter, vor allem auf das Euro/Dollar-Verhältnis.

Bei den Rohstoffzertifikaten, etwa auf Öl oder Edelmetalle, gebe es nach Einschätzung der Marktteilnehmer im Moment keine großen Ausschläge. In diesem Bereich hätten sich die Anleger im Moment eher für ETFs entschieden, meine Marsollek von der Baader Bank. Allerdings würden die Umsätze, etwa bei Ölpreistrackern, durchaus hoch bleiben, oft würden aber Gewinne glattgestellt: "Nach dem deutlichen Ölpreisanstieg schließen viele jetzt ihre Positionen", erkläre Titze von ICF Kursmakler. Zwar habe der Ölpreis zuletzt nachgegeben und notiere aktuell bei knapp 72 US-Dollar für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent Crude, zum Jahreswechsel seien es allerdings noch unter 40 US-Dollar gewesen - ein ziemlich beeindruckendes Plus von 80 Prozent. (13.08.2009/zc/n/a)


 

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