Brent Crude Rohöl ICE Rolling


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NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind auch am Dienstag trotz zahlreicher Krisenherde auf der Welt kaum gestiegen. Zwischenzeitlich deutlichere Gewinne schmolzen bis zum Abend dahin. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September 107,84 US-Dollar. Das waren 16 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI stieg um 18 Cent auf 104,77 Dollar.

Am Ölmarkt deutet nach wie vor vieles darauf hin, dass die Auswirkungen einer weiteren Eskalation der Ukraine-Krise als begrenzt angesehen werden. Die Risikoaufschläge für Rohöl sind nach wie vor recht gering. Dass die Europäische Union zusätzliche Sanktionen gegen Russland prüft, lässt die Investoren offenbar kalt. Die Möglichkeit, dass Russland seinerseits mit Strafmaßnahmen reagiert und etwa seine Energielieferungen nach Europa unterbricht, wird augenscheinlich als gering eingeschätzt.

Am US-Markt deutet zudem viel darauf hin, dass Anleger von weiter fallenden Preisen ausgehen. So muss zurzeit für Rohöl um so weniger gezahlt werden, je weiter das Lieferdatum in der Zukunft liegt. Diese als "Backwardation" bekannte Situation ist ungewöhnlich. Die Rohstoffexperten der Commerzbank begründen die Lage mit der hohen Nachfrage amerikanischer Raffinerien nach sofort verfügbarem Öl, was die Preise aktueller Lieferkontrakte nach oben treibe.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist unterdessen gefallen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Dienstag kostete ein Barrel am Montag im Durchschnitt 105,07 US-Dollar. Das waren 47 Cent weniger als am Freitag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells./bgf/he



 

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