Brent Crude Rohöl ICE Rolling


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NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Dienstag ihre Talfahrt fortgesetzt. Händler erklärten den Preisrückgang mit der Aussicht auf steigende Ölreserven in den USA und mit einem starken US-Dollar. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November kostete am späten Nachmittag 96,27 US-Dollar. Das waren 93 Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI fiel um 1,33 Dollar auf 93,24 Dollar. Bis zum frühen Nachmittag hatten sich die Ölpreise zunächst noch stabilisieren können, bevor eine neue Abwärtsbewegung einsetzte.

"Der Dollar wird immer stärker und übt damit immer mehr Druck auf die Ölpreise aus", sagte Rohstoffexperte Tariq Zahir vom New Yorker Beratungshaus Tyche Capital. Im Tagesverlauf hatte die US-Währung im Handel mit dem Euro den höchsten Stand seit zwei Jahren erreicht. Ein starker Dollar verteuert Rohöl in Ländern außerhalb des Dollarraums und bremst so die Nachfrage.

Außerdem rechnet der Markt laut Händlern mit einem Anstieg der Lagerbestände an Rohöl in den USA. Dies kann ein Hinweis auf eine schwächere Nachfrage sein. Die US-Regierung wird die Daten zu den US-Ölreserven am Mittwoch veröffentlichen.

"Generell werden die Ölmärkte aber nach wie vor von dem steigenden Angebot bestimmt", sagte Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank. "Libyen, Irak und Nigeria haben in den vergangenen Wochen ihre Produktion erhöht." Dieser Angebotsüberschuss treffe die Märkte in einer traditionell schwachen Nachfrageperiode, so Hansen.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) legte zuletzt ebenfalls zu. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Dienstag kostete ein Barrel am Montag im Durchschnitt 94,54 Dollar. Das waren 41 Cent mehr als am Freitag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells./jkr/jha/



 

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