Brent Crude Rohöl ICE Rolling


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Hannover (www.aktiencheck.de) - Als Mitte Januar diesen Jahres die Nordseemarke Brent erstmals seit mehr als drei Jahren den Sprung über die Schwelle von 70 US-Dollar je Barrel Rohöl geschafft hatte, dürften sich einige hochrangige Vertreter der OPEC durchaus mit Stolz - und gewissermaßen auch zu recht - auf die Schulter geklopft haben, so die Analysten der Nord LB.


Die Einigungen zu den Fördermengenbegrenzungen hätten sicherlich maßgeblich dazu beigetragen, dass die internationalen Rohölmärkte ein neues temporäres Gleichgewicht hätten finden können. So seien die üppigen Angebotsüberschüsse in den letzten Monaten merklich zurückgegangen. Dies sei schließlich zu einem nennenswerten Anteil auch auf die bemerkenswerte Disziplin der an den Fördermengenbegrenzungen teilnehmenden Rohölproduzenten zurückzuführen - immerhin liege die so genannte "Compliance Rate" schon seit geraumer Zeit bei mehr als 100%.

Allerdings habe der "große Erfolg" - der zugegebener Maßen auch vom globalen konjunkturellen Umfeld begünstigt worden sei - nicht allzu lange gewährt. Gewissermaßen dürften hier einige Verantwortliche im sprichwörtlichen Sinne die Rechnung ohne den Wirt gemacht haben. Und dabei sei sicherlich insbesondere - wenn nicht sogar fast schon ausschließlich - an die Entwicklungen in den Vereinigten Staaten zu denken. Schließlich hätten sowohl die US-Rohölproduktion als auch der US-Dollar den globalen Notierungen für Brent und WTI deutlich zugesetzt.

Vor allem die unkonventionelle Rohölförderindustrie in den Vereinigten Staaten stehe weiterhin in Zentrum des Interesses der Marktteilnehmer. Den Angaben des Plattformbetreibers und Branchen-Insiders Baker Hughes folgend liege die Zahl der aktiven Rohölbohrstellen (die so genannten "Oil Rigs") in Nähe zum höchsten Stand seit mehr als drei Jahren. Allein im laufenden Jahr sei der Zähler von 747 Einheiten auf nunmehr 798 Stellen geklettert. Das sei immerhin ein Zuwachs von knapp 7%. Auch wenn der Zusammenhang zwischen Rig-Count und tatsächlicher Produktion sich nicht so unmittelbar darstellt, wie manche Marktbeobachter zu glauben scheinen, ist zumindest eine gleichgerichtete Bewegung auf mittlere und lange Sicht nicht von der Hand zu weisen, so die Analysten der Nord LB.

Insofern überrasche es auch nicht, dass die Branchenexperten der U.S. Energy Information Administration (EIA) jüngst von einer "zweiten, außergewöhnlichen Wachstumswelle" mit Blick auf die US-Rohölproduktion gesprochen hätten. Die gestiegenen Preise und vor allem die rückläufigen Produktionskosten der Förderer in den Vereinigten Staaten hätten die Ausbringungsmenge "Made in USA" regelrecht angetrieben. Allein im Januar 2018 seien im Vorjahresvergleich 1,3 Mio. Barrel pro Tag mehr gefördert worden. Nachdem die tägliche Ausbringungsmenge mittlerweile auf gut 10 Mio. Barrel gestiegen sei, seien die Vereinigten Staaten auf einem guten Weg, sich den globalen Spitzenplatz mit Blick auf die Rohölproduktion zu sichern.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Bewegungen am Devisenmarkt und den jüngsten Meldungen zu den Rohöl-Lagerbeständen in den USA müsse nach Auffassung der Analysten schon davon ausgegangen werden, dass das Aufwärtspotenzial für Brent und WTI zunächst begrenzt bleibe. Vielmehr würden die Analysten nach dem vorübergehenden Ausbruch nach oben mit einer Seitwärtsbewegung mit leichtem Aufwärtstrend rechnen.

Für das Jahresende 2018 erwarten die Analysten der Nord LB einen Brentpreis von immerhin 68 US-Dollar je Barrel. Das US-Pendant WTI dürfte entsprechend bei 64 US-Dollar stehen, da die Analysten zunächst nicht mit einer nachhaltigen Einengung des Spreads rechnen würden. Im Rahmen ihrer Projektionen würden die Analysten insbesondere davon ausgehen, dass der Deal zu den Fördermengenbegrenzungen kein abruptes Ende finden werde. Die aktuelle Vereinbarung laufe noch bis Ende 2018. Aber bereits zur Jahresmitte sei mit ersten konkreteren Hinweisen zu rechnen, wie sich die Köpfe des Zusammenschlusses aus OPEC- und Nicht-OPEC-Ländern im aktuellen Marktumfeld positionieren würden. Die oben genannte "zweite Welle" dürfte bei den letzten Verhandlungen zumindest in der nun offensichtlichen Dramatik noch nicht diskutiert worden sein. Immerhin bleibe die Nachfrageseite bisher weitgehend stabil.

Sowohl in den USA als auch in Europa und der Wachstumsregion Asien seien noch robuste Wirtschaftsaktivitäten zu beobachten. Dennoch schein an den Rohölmärkten die Party erstmal ein Ende gefunden zu haben, so die Analysten der Nord LB. (Ausgabe März 2018) (23.02.2018/ac/a/m)


 

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