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Meldung
Frankfurt (www.fondscheck.de) - An den Rohstoffmärkten blickt derzeit alles auf Öl, so die Deutsche Börse AG.


Der Preis habe sich von seinen zu Jahresanfang erreichten Tiefs deutlich erholt und klettere auf immer neue Jahreshochs: Das Barrel der Nordseesorte Brent koste am Mittwochmittag wieder fast 70 US-Dollar - nach zwischenzeitlich 46,41 US-Dollar Mitte Januar.

Das bleibe auch im ETC-Handel nicht unbemerkt: "Wir haben in der letzten Zeit, bei guten Umsätzen, ein klar beherrschendes Thema: Öl ,Öl, Öl", berichte Atakan Sahin von der ICF Bank.

"Anzeichen einer Verlangsamung der US-Produktion und geopolitische Sorgen über Saudi-Arabiens Militäreinsatz im Jemen haben die Preise steigen lassen", berichte Ole Hansen von der Saxo Bank. Nach Ansicht vieler Analysten sei Öl jetzt aber schon wieder zu teuer: "Je länger der Markt das wachsende Überangebot ignoriert, desto größer wird die Gefahr einer Preiskorrektur", meine etwa Barbara Lambrecht von der Commerzbank. Vor allem spekulative Anleger könnten sich abrupt aus ihren rekordhohen Netto-Long-Positionen zurückziehen und den Ölpreis belasten.

Axel Herlinghaus von der DZ Bank spreche von einer Übertreibung nach oben, nach dem Ausverkaufsszenario vor ein paar Monaten gehe es nun in die andere Richtung. "Die Nachfrage hat auf den gesunkenen Ölpreis reagiert: Die momentan sehr wichtige Zahl der US-Bohrlöcher - die sogenannten 'rig counts' - geht zurück, das Produktionswachstum sinkt."

Von weiter anziehenden Notierungen gehe er aber nicht aus: "Bei Preisen um 70 US-Dollar lohnt sich die US-Schieferölförderung wieder mehr, die 'rig counts' werden wieder steigen." Auch seien die US-Lagerbestände an Öl noch extrem hoch. "Nicht zuletzt läuft die Weltwirtschaft nicht wirklich rund." Herlinghaus sehe den Brent-Preis vorerst zwischen 60 und 70 US-Dollar, längerfristig zwischen 60 und 80 US-Dollar.

In Öl-ETCs würden auf Monatssicht die Abgaben dominieren. "Die Investoren nutzen die Erholung der Ölpreise weiterhin dazu, Gewinne mitzunehmen", melde Bernhard Wenger von ETF Securites. Dieser Trend halte nun bereits seit einigen Wochen an. Betroffen seien insbesondere der ETFS WTI Crude Oil (ISIN / WKN A0S0GB), der ETFS Energy (ISIN DE000A0KRKD4 / WKN A0KRKD ) und der ETFS Brent 1mth (ISIN DE000A0KRKM5 / WKN A0KRKM ).

Andere Händler würden ein anderes Bild zeichnen: Sahin sehe hauptsächlich Käufe in Öl-ETCs, konkret im ETFS WTI Crude Oil und im ETFS Brent 1mth. "Wir hatten vergangene Woche erst Käufe, dann folgten aber Gewinnmitnahmen", erkläre Marco Salaorno von der Société Générale.

An der Börse Frankfurt hätten sich Anleger in den vergangenen vier Wochen vor allem auf den ETFS WTI Crude Oil konzentriert, der sogar den zweiten Platz der ETC-Umsatzstatistik belege, gefolgt vom ETFS Brent 1 mth auf dem dritten Platz.

Nicht viel bewegt habe sich der Goldpreis. Der schwanke bereits seit Ende März um 1.200 US-Dollar je Feinunze, aktuell seien es 1.191 US-Dollar. Nach Ansicht von Gabor Vogel von der DZ Bank werde sich auch weiterhin nicht viel tun. "Derzeit hängt alles an der US-Notenbank. Wir gehen davon aus, dass die FED im September die Zinsen anheben wird." Das sei im Preis aber schon enthalten. Die Bank prognostiziere auf Zwölfmonatssicht einen Goldpreis von 1.160 US-Dollar je Feinunze.

"Für Goldhändler war der April eher frustrierend", kommentiere Hansen. Nach dem letzten US-Notenbank-Treffen habe sich der Fokus wieder auf US-Konjunkturdaten gerichtet. "Die FED hat die aktuell schlechten Konjunkturdaten als temporär bezeichnet. Sollte sich das bewahrheiten, kommen wir der ersten Zinsanhebung seit mehr als einem Jahrzehnt wieder etwas näher."

Einen gehörigen Rutsch nach unten habe es allerdings für Goldanleger aus dem Euroraum gegeben, da die Gemeinschaftswährung zuletzt wieder stark an Wert gewonnen habe. "In Euro sank der Goldpreis bis auf 1.040 Euro je Feinunze, zurück auf ein Niveau, welches zuletzt im Januar zu beobachten war", stelle Martina Fischer von Heraeus Deutschland fest.

Der Handel mit Gold-ETCs habe sich vergleichsweise ruhig gestaltet. Bei ETF Securities habe es zuletzt einen kleinen Käuferüberhang gegeben, die Société Générale berichte von Abflüssen und, in dieser Woche, "starken Käufen". An der Börse Frankfurt hätten Xetra Gold (ISIN nicht bekannt/ WKN A0S0GB ), der Source Physical Gold (ISIN DE000A1MECS1 / WKN A1MECS ), der db Physical Gold (ISIN DE000A1E0HR8 / WKN A1E0HR ) und der db Physical Gold Euro Hedged (ISIN DE000A1EK0G3 / WKN A1EK0G ) im Mittelpunkt des Interesses gestanden.

Bei der ICF Bank seien zudem Palladium und Silber Thema. "Beide Metalle waren in letzter Zeit schwächer, erholten sich aber von ihren Zwischentiefs und werden von den Anlegern wieder gekauft", erkläre Sahin mit Blick auf den ETFS Physical Palladium (ISIN DE000A0N62E5 / WKN A0N62E ) und den ETFS Physical Silver (ISIN DE000A0N62F2 / WKN A0N62F ).

Deutlich nach oben sei es auch für Preise einiger klassischer Industriemetalle gegangen. Kuper koste aktuell wieder 6.400 US-Dollar je Tonne nach 5.914 US-Dollar im April und nur 5.421 US-Dollar im Januar. Nickel und Aluminium hätten sich vor allem in den vergangenen zwei Wochen wieder verteuert, im Fall von Nickel von 12.690 auf 14.250 US-Dollar, im Fall von Aluminium von 1.793 auf 1.939 US-Dollar.

"Das sind Reaktionen auf die chinesische Notenbank", erläutere Vogel. Diese signalisiere derzeit, für die Belebung der Wirtschaft im Land viel tun zu wollen. Das schüre die Hoffnung auf eine steigende Nachfrage nach Industriemetallen. "Allerdings wird die Preisentwicklung von Fundamentaldaten nicht unbedingt gestützt. Chinas Wirtschaft ist robust, wächst aber nicht mehr so dynamisch." (06.05.2015/fc/a/e)


 

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