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Meldung
London (www.fondscheck.de) - Eine schnell wachsende Wirtschaft, günstige demografische Trends, ein niedriger Schuldenstand und größtenteils positive politische Rahmenbedingungen machen die Philippinen zu einem kommenden Star unter den Schwellenländern in der Region Asien-Pazifik, so Jason Pidcock, Fondsmanager des Jupiter Asia Pacific Income SICAV (ISIN LU1388735018 / WKN A2AHJA) bei Jupiter AM.


Das Zusammenspiel dieser Faktoren dürfte den Binnenkonsum ankurbeln: Solide geführte, wachsende Konsumunternehmen sollten bestens aufgestellt sein, um von dieser Entwicklung zu profitieren.

Von allen investierbaren Ländern in der Region Asien-Pazifik würden die Philippinen vermutlich die vielversprechendste makroökonomische Ausgangslage aufweisen. Einerseits liege das BIP pro Kopf nur bei rund 2.900 USD und betrage damit weniger als die Hälfte des BIP pro Kopf von Thailand.

Andererseits seien die Philippinen mit konstanten Wachstumsraten von jährlich 6 Prozent nicht nur die sich am schnellsten entwickelnde Volkswirtschaft in Asien, sondern würden auch über ein demografisches Profil verfügen, das den dort ansässigen Unternehmen, insbesondere im Konsumgüterbereich, langfristig nachhaltiges Wachstum bescheren sollte.

Die 7.641 Inseln der Philippinen, die zusammen eine Fläche von der Größe Italiens bilden würden, seien reich an natürlichen Ressourcen und biologischer Vielfalt. Der wahre Wirtschaftsmotor des Landes seien jedoch seine Einwohner.

Mehr als die Hälfte der rund 100 Millionen Einwohner seien unter 30. Die Lebenserwartung steige und die Geburtenrate bleibe trotz eines leichten Rückgangs hoch, sodass die Einwohnerzahl der Philippinen in den nächsten 30 Jahren voraussichtlich auf 150 Millionen steigen werde. In einem größeren Zusammenhang betrachtet, würden die demografischen und wirtschaftlichen Daten des Landes nahelegen, dass sich die Philippinen langfristig den Maßstäben eines Industriestaats annähern würden. Das bedeute kleinere Familien mit weniger unterhaltsbedürftigen Personen und einen höheren Ausgabenspielraum.

Tatsächlich wachse die philippinische Mittelklasse rasant. Die verfügbaren Einkommen seien in den letzten drei Jahren auf Jahresbasis um 14 Prozent gestiegen und der Anteil der Beschäftigten, die mehr als 5.000 USD verdienen würden, sei von 6 Prozent im Jahr 2005 auf 21 Prozent im Jahr 2013 in die Höhe geschnellt. Vor dem Hintergrund, dass die Wirtschaft des Landes in der Wertschöpfungskette weiter nach oben klettern werde, würden die Experten von einer Bestätigung dieser Trends ausgehen.

Die momentane Staats-, Firmen- und Privatverschuldung auf den Philippinen befinde sich auf einem niedrigen Stand. So gehöre der Schuldenanteil der Privathaushalte mit nur 8 Prozent des BIP zu dem geringsten weltweit. Dieses niedrige Schuldenniveau bringe verschiedene Vorteile mit sich. Das Wachstumspotenzial im Privatkunden- und Firmenkreditgeschäft von Banken biete enorme Chancen, Impulse für die einheimische Wirtschaft zu liefern.

Auch auf staatlicher Ebene besitze die Regierung dank der niedrigen Verschuldung, dem soliden Haushalt und der Abwesenheit von inflationsbedingten oder handelsbilanziellen Schwierigkeiten viel Spielraum, was die Finanzierung von Investitionen durch Fremdkapital betreffe. Das Land verzeichne derzeit einen Leistungsbilanzüberschuss, der durch monatliche Zuflüsse aus dem Ausland gestützt werde. Es scheine, als würden sich all diese Aspekte positiv auf das Land auswirken.

Die weite Verbreitung der englischen Sprache sei ein wichtiger Faktor bei der Gewinnung ausländischer Direktinvestitionen für die Dienstleistungsbranche und nicht wenige Unternehmen hätten bereits Back-Office-Prozesse in den Inselstaat verlagert. Arbeitsplätze würden zunehmend in städtischen Gebieten geschaffen, obgleich auch der Tourismus eine wichtige Branche darstelle, die angesichts des Besucherzuwachses aus China rasant zulege.

Dank der jungen Bevölkerung gebe es darüber hinaus eine Vielzahl von Arbeitskräften für die Besetzung freier Stellen. Dies dürfte die Lohnkosten niedrig halten - ebenso wie die Tatsache, dass rund 10 Prozent der Bevölkerung außer Landes lebe. Die Arbeiter im Ausland würden ihr Geld in einer Vielzahl unterschiedlicher Bereiche verdienen und meist einen erheblichen Lohnanteil zurücksenden an ihre Familien, bevor sie dann für die zweite Hälfte ihres Arbeitslebens nach Hause zurückkehren würden. Dies bedeute, dass bei einem Anstieg des Wirtschaftswachstums auf einen Pool an Arbeitskräften zurückgegriffen werden könne und weniger Menschen die Philippinen auf der Suche nach bezahlter Arbeit verlassen würden.

Wie in jedem anderen Land gebe es jedoch Beschränkungen, was das wirtschaftliche Wachstum angehe. Auf den Philippinen seien diese hauptsächlich mit der Infrastruktur verbunden. Das Land würde von einem Ausbau des Straßen- und Schienennetz sowie anderen Infrastrukturmaßnahmen profitieren. Der neu gewählte Präsident Rodrigo Duterte habe zugesagt, die Ausgaben für die Infrastruktur von 3,3 Prozent auf 5 Prozent des BIP zu erhöhen.

Das politische Umfeld stelle in Schwellenländern stets ein Risiko dar. Alles in allem scheine die politische Situation in den Philippinen jedoch stabil und dürfte sich positiv auswirken. Präsident Duterte rede offen - gelegentlich zu offen - über seine Pläne. Die Experten würden aber denken, dass die Wirtschaft und dadurch auch die Börse von ihm profitieren würden. Sein Plan zur Bekämpfung der Korruption möge etwas unorthodox klingen, doch das Ziel an sich sei gut. Es herrsche Aufbruchsstimmung im Land und die Bevölkerung sei insgesamt optimistisch gestimmt. Auch sein deutlicher Wahlsieg, der zudem von allen Seiten akzeptiert worden sei, sei positiv zu bewerten.

All diese Aspekte zusammen genommen würden für die Experten ein Umfeld ergeben, das dem wirtschaftlichen Wachstum, und insbesondere dem Wachstum des Binnenkonsums, ausgesprochen zuträglich sein werde. Die Philippinen würden ihren Rückstand gegenüber anderen Ländern aufholen, auch wenn dieser Prozess noch einige Zeit lang dauern werde. Wirtschaftlich gesehen dürfte der Inselstaat Thailand im Hinblick auf das BIP pro Kopf in den nächsten 15 bis 20 Jahren einholen.

Die makroökonomischen Anreize der Philippinen würden sich nur schwer von der Hand weisen lassen. Als Fondsmanager laute die grundlegende Frage, ob es attraktive, gut geführte Unternehmen gebe, in die man investieren könne. Auch wenn dieser reifende Markt nicht die gleiche Auswahl wie einige weiterentwickelte Länder seiner Vergleichsgruppe biete, so gebe es doch eine Reihe von Unternehmen, die den Anlagekriterien der Experten entsprechen würden.

Momentan seien die Experten in drei Unternehmen investiert, die als Indikatoren des inländischen Verbrauchs dienen und zusammen genommen Zugang zu vielen verschiedenen Branchen ermöglichen würden. Bei einem Unternehmen handele es sich um einen breit aufgestellten Mischkonzern, bei einem anderen um ein im Immobilienbereich tätiges Unternehmen, das sich auf Einkaufszentren konzentriere. Dadurch würden die Experten die Konsumbranche insgesamt abdecken, da die Mieter aus verschiedenen Bereichen wie Nahrungsmittel und Getränke, Mode sowie anderen Bereichen des Binnenkonsums stammen würden. Das dritte Engagement betreffe einen erfolgreichen Snack-Hersteller, der seine Produkte auf den Philippinen und in angrenzenden Ländern verkaufe.

Die Renditen würden hierbei erwartungsgemäß geringer ausfallen als in anderen Märkten. Dies sei jedoch eher aufgrund ihres Wachstumspotenzials als ihrer Dividenden interessant. Obwohl diese Titel letztendlich ein kräftiges Dividendenwachstum liefern dürften, müsse nicht jede Position eine überdurchschnittliche Dividendenrendite aufweisen. Es gebe sehr gute Gründe, einige ausgewählte Aktien mit geringeren Renditen aufzunehmen, die zu einer höheren Gesamtrendite beitragen würden.

Nach Ansicht der Experten würden die Philippinen Zugang zu einem der besten und am schnellsten wachsenden Schwellenmarkt bieten. Darüber hinaus würden sie im Portfolio einen Ausgleich zu den renditestarken Unternehmen in den am stärksten entwickelten asiatischen Märkten schaffen. (25.07.2016/fc/a/f)


 

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