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Rothenberg (www.fondscheck.de) - Irland, Spanien, Portugal - diese Länder haben es vorgemacht: Sie alle mussten Schutz unter dem ESM-Rettungsschirm suchen und Finanzspritzen der EU in Anspruch nehmen, so die Experten von Anodos Asset Management.


Heute stünden sie - vor allem Irland - wirtschaftlich wieder gut da. Und auch ihre Finanzmärkte hätten sich weitgehend erholt. Der irische Aktienmarkt beispielsweise habe seit Herbst 2011 um etwa 170 Prozent zugelegt. "Warum sollte sich Griechenland nach erfolgreichem Ende der Finanzhilfen und einer wieder wachsenden Wirtschaft nicht ähnlich erfolgreich entwickeln?", gebe Nota Zagari, Managerin des aktiv gemanagten Griechenland-Aktienfonds HELLAS Opportunities Fund (ISIN LU0920841326 / WKN A1WZH5 ), zu bedenken.

"Sicherlich kann man die irische Ausgangslage nicht eins zu eins auf Griechenland übertragen. Dafür sind die beiden Länder zu unterschiedlich. Dennoch kann die Wandlung Irlands als ein positives Beispiel gesehen werden, was aus einem einstigen Prügelknaben innerhalb der EU werden kann. Auch in Irland hat diese Entwicklung nicht von heute auf morgen stattgefunden. Mit etwas Zeit können gemeinsame Anstrengungen die wirtschaftliche und finanzielle Lage eines Landes von sehr schlecht auf positiv drehen."

Griechenland könne in Teilen durchaus auf diesem Weg gesehen werden: Das dritte Hilfspaket werde im Sommer 2018 auslaufen. Aus heutiger Sicht spreche vieles dafür, dass Hellas aus eigener Kraft ein wirtschaftlicher Neustart gelinge. Sowohl der Primärüberschuss wie auch das Handelsdefizit würden bereits im positiven Terrain rangieren. Damit sollte im kommenden Jahr die Rückkehr Griechenlands an den internationalen Kapitalmarkt möglich sein.

Die Athener Börse notiere im internationalen Vergleich auf einem sehr niedrigen Niveau. Das Preis-Buchwert-Verhältnis des ASE General Index liege mit 0,7 deutlich unter dem des MSCI World (2,4) und des MSCI EM (1,7).

Wirtschaftliche Wachstumstreiber würden sich derweil Sektoren übergreifend finden lassen. Etwa 18 Prozent des griechischen Sozialproduktes generiere der Tourismus - Tendenz weiter steigend. Zudem sei Griechenland ein Energieknotenpunkt zwischen Südeuropa und dem Nahen Osten sowie eine wichtige Ost-West-Drehscheibe im internationalen Handel. Eine wesentliche Rolle würden die Häfen von Piraeus und Thessaloniki spielen - Beispiele für eine Vielzahl von Privatisierungsprojekten.

Dabei gehe es nicht allein um die Generierung von Einnahmen für den Staatshaushalt, sondern vor allem auch um mit den Privatisierungen verbundenen nachhaltigen Investitionen zur Schaffung von Arbeitsplätzen, Verbesserung der Infrastruktur, Stärkung der lokalen Wirtschaft und der Einnahme von daraus resultierenden Steuern.

Ein Vorzeigeprojekt sei auch das "Hellenikon"-Projekt auf dem Gelände des ehemaligen Athener Flughafens - das derzeit größte urbane Revitalisierungsprojekt in Europa. Auf einem rund 620 Hektar großen Areal sollten in den kommenden Jahren unter anderem Hotels, Luxus-Wohnanlagen und Touristenattraktionen entstehen. Dabei sollten mehr als acht Milliarden Euro investiert und in der Entstehungsphase 75.000 Arbeitsplätze geschaffen werden.

"Nachhaltig verbesserte Fundamentaldaten, das Auslaufen der Hilfsprogramme, kombiniert mit günstigen Aktienbewertungen und einem intakten charttechnischen Aufwärtstrend könnten dafür sorgen, dass die Kurse griechischer Aktien in 2018 endlich durchstarten", sage Nota Zagari. "Wir sind im HELLAS Opportunites Fund entsprechend positioniert, weil wir primär Unternehmen mit starken Geschäftsmodellen selektieren, die stabil durch die Krise gekommen sind und heute umso mehr an der Konjunkturerholung in Griechenland teilhaben. Sie werden auch die Gewinner von morgen sein, da sie überproportional von den sich weiter verbessernden Wachstumsaussichten profitieren." (08.12.2017/fc/a/f)


 

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