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| 26.05.12 | KTG Agrar: Nicht nur für Landwirte ein hoc. |
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| Meldung |
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Liebe Leserinnen und Leser, Eurobonds - ja oder nein? Wachstumspakete zur Bekämpfung der Schuldenkrise - sinnvoll oder nicht? Die europäische Politik ist uneins über das weitere Vorgehen. Auch ein EU-Sondergipfel in Brüssel brachte in dieser Woche keine Fortschritte. Die Börsen reagieren derweil zunehmend nervöser. Welcher Weg aus der Krise macht Sinn? Aus meiner Sicht stellen Eurobonds einen weiteren Tabu-Bruch seit der Euro-Einführung im Jahr 1999 dar. Die europäischen Staats- und Regierungschefs, insbesondere Kohl und Mitterand, wollten den Euro als Katalysator für die politische Einigung Europas verwenden. Man hatte zwar die Stabilitätskriterien vereinbart, aber sich nicht daran gehalten. In den letzten Jahren hat Europa sich weiter auseinander entwickelt. Die Wettbewerbsfähigkeit von Kerneuropa ist weiter als je zuvor entfernt von den Olivenstaaten. Mit der Einführung der Rettungsschirme und dem Aufkaufen von Staatsanleihen durch die EZB wurden weitere Tabu-Brüche begangen, die dem Geist des Maastricht-Vertrages widersprechen. Auch die Zinsen haben sich unterschiedlich entwickelt. Während Deutschland sich fast umsonst Geld leihen kann, stöhnen die Olivenländer unter ihrer Zinslast. Es wird nach Lösungen gesucht. Daher werden Eurobonds wohl kommen, auch wenn dies eine weitere Vergemeinschaftung von Schulden bedeutet in welcher Ausgestaltung auch immer. Ich bedauere diese Entwicklung, weil es bislang kein klares politisches Ziel gibt, kein einheitliches Steuer- und Finanzsystem, keine einheitliche Haushaltspolitik. Es bleibt zu hoffen, dass Europa auf dem Weg zur Fiskalunion voran kommt, bevor die Eurobonds kommen! Es grüßt Sie herzlich, Ihr Wolfgang Juds |