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25.05.12 Wall Street-Schluss: Abschläge vor langem .


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Meldung
Liebe Leserinnen und Leser,

Eurobonds - ja oder nein? Wachstumspakete zur Bekämpfung der
Schuldenkrise - sinnvoll oder nicht? Die europäische Politik ist uneins
über das weitere Vorgehen.
Auch ein EU-Sondergipfel in Brüssel brachte
in dieser Woche keine Fortschritte. Die Börsen reagieren derweil
zunehmend nervöser. Welcher Weg aus der Krise macht Sinn?
Aus meiner Sicht stellen Eurobonds einen weiteren Tabu-Bruch seit der
Euro-Einführung im Jahr 1999 dar. Die europäischen Staats- und
Regierungschefs, insbesondere Kohl und Mitterand, wollten den Euro als
Katalysator für die politische Einigung Europas verwenden. Man hatte
zwar die Stabilitätskriterien vereinbart, aber sich nicht daran
gehalten. In den letzten Jahren hat Europa sich weiter auseinander
entwickelt. Die Wettbewerbsfähigkeit von Kerneuropa ist weiter als je
zuvor entfernt von den Olivenstaaten. Mit der Einführung der
Rettungsschirme und dem Aufkaufen von Staatsanleihen durch die EZB
wurden weitere Tabu-Brüche begangen, die dem Geist des
Maastricht-Vertrages widersprechen. Auch die Zinsen haben sich
unterschiedlich entwickelt.

Während Deutschland sich fast umsonst Geld leihen kann, stöhnen die
Olivenländer unter ihrer Zinslast. Es wird nach Lösungen gesucht. Daher
werden Eurobonds wohl kommen, auch wenn dies eine weitere
Vergemeinschaftung von Schulden bedeutet in welcher Ausgestaltung auch
immer. Ich bedauere diese Entwicklung, weil es bislang kein klares
politisches Ziel gibt, kein einheitliches Steuer- und Finanzsystem,
keine einheitliche Haushaltspolitik. Es bleibt zu hoffen, dass Europa
auf dem Weg zur Fiskalunion voran kommt, bevor die Eurobonds kommen!

Es grüßt Sie herzlich,

Ihr Wolfgang Juds




 

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