| Märkte | Charts | Nachrichten | Research | Weitere Tools |
|
Profil Börsenplätze Historische Kurse |
Intraday Historisch |
Neuigkeiten Analysen |
Ranking Kennzahlen |
Forum ETFLAB MSCI CHINA News |
| Weitere Meldungen | |
| 23.11.10 | ETF-Markt zwischen Hoffen und Bangen |
| 28.09.10 | ETF-Handel im ruhigen Fahrwasser |
| Meldung |
|
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nach einer, wie die Marktteilnehmer einhellig berichten, umsatzstarken Vorwoche im ETF-Handel kam es gestern zwar durchaus zu Abgaben, größere Abflüsse blieben aber aus, so die Deutsche Börse AG.
"Die Hoffnung auf eine Jahresendrally überwiegt", meine Andreas Bartels von der Commerzbank. "Die Stimmung ist durchwachsen", urteile hingegen Florian Perini von Flow Traders. Die Volumina seien zwar gut, je nach Nachrichtenlage hätten aber mal die Zu- und mal die Abflüsse dominiert: "Die Schuldenkrise Irlands, die Inflation und die mögliche Immobilienblase in China sowie, ganz aktuell, die militärischen Auseinandersetzungen zwischen Nord- und Südkorea sorgen für Unsicherheit." "Die Umsätze bei DAX- und EURO STOXX-ETFs waren gut, haben sich aber insgesamt die Waage gehalten", bemerke auch Eric Wiegand von der Deutschen Bank. Der DAX sei gestern nach Erreichen eines neuen Jahreshochs bei 6.901 Zählern mit Verlusten aus dem Handel gegangen, heute Mittag notiere das deutsche Aktienbarometer bei knapp 7.800 Punkten im Minus. Dabei bleibe laut der Commerzbank von den großen Indices der DAX Favorit der Anleger. "Wir sehen eine klare Präferenz gegenüber dem EURO STOXX", erkläre Bartels. Rückschläge seien für Neupositionierungen oder Aufstockungen genutzt worden, etwa beim iShares DAX (ISIN DE0005933931 / WKN 593393 ) oder dem hauseigenen Produkt, dem ComStage DAX (ISIN LU0378438732 / WKN ETF001 ). Marc Schönbrodt von der DekaBank zufolge würden sich Investoren neben den deutschen auch für Schweizer Blue-Chips (ISIN DE0005933964 / WKN 593396 ) sowie für MDAX-ETFs (ISIN DE0005933923 / WKN 593392 ) interessieren. Auch Flow Traders zufolge würden sich viele Anleger in Small- und Mid-Caps (ISIN DE0005933998 / WKN 593399) positionieren. "Hier sind die Investoren nach wie vor bullisch und legen sich die Stücke in ihr Depot", meine Perini. Gleichzeitig würden Short-Produkte angesichts der unklaren Lage wieder zunehmend Anhänger finden. "Hier sehen wir mehr Aktivität, speziell bei den Short-Produkten auf den EURO STOXX 50", berichte etwa Eric Wiegand. Lieber kurz als lang - das sei derzeit das Motto bei Renten-ETFs. Wie die Commerzbank melde, hätten sich Investoren etwa vom ETFlab Deutsche Börse EuroGovernment Germany 10+ (ISIN DE000ETFL219 / WKN ETFL21 ) oder dem iShares eb.rexx Government Germany 10,5 (ISIN DE000A0D8Q31 / WKN A0D8Q3 ) getrennt und lieber auf den ComStage iBoxx Euro Liquid Sovereigns Diversified 1-3 (ISIN LU0444605991 / WKN ETF502 ) gesetzt. Auch Geldmarktprodukte (ISIN LU0378437684 / WKN ETF100 ) kämen wieder besser an. "Das liegt wohl an der Unsicherheit im Markt", glaube Bartels. Die Deutsche Bank spreche ebenfalls von einem Trend hin zu Kurzläufern. "Gesucht ist aber nur Top-Bonität", ergänze Wiegand. Vor dem Hintergrund der Irland-Krise hätten Banken-ETFs in der Gunst der Anleger verloren. "Long-Produkte wurden verkauft, Short-Produkte auf Banken gekauft", berichte Perini (ISIN DE0006289341 / WKN 628934). Laut Commerzbank seien generell defensive Anlagen wieder beliebter: "Bei Zyklikern wie Basic Resources, Banken und Automobilen gab es hohe Umsätze und mehr Abgaben", erzähle Bartels (ISIN LU0378435472 / WKN ETF063). Hereingenommen worden seien stattdessen - allerdings in geringerem Umfang - Tracker auf die Telekommunikations- und die Lebensmittelbranche (ISIN LU0378437171 / WKN ETF077). Bei den Schwellenländern würden sich die Anleger weiter kauffreudig zeigen, wenn auch nicht im selben Maße wie noch vor einigen Wochen. Die Commerzbank sehe vor allem Interesse an marktbreiten Fonds, etwa dem db x-trackers MSCI Emerging Markets (ISIN LU0292107645 / WKN DBX1EM ) und dem Pendant von iShares (ISIN DE000A0HGZT7 / WKN A0HGZT ). "Einzelne Länder sind nicht gesucht", melde Bartels. "Das Interesse an Emerging Markets ist noch da, hat aber etwas abgenommen", glaube auch Eric Wiegand. Die Diskussion über Preiskontrollen in China habe zu Abgaben bei China-ETFs geführt. Von den Sorgen um China überschattet worden seien Perini zufolge auch BRIC-ETFs (ISIN DE000A0MSAE7 / WKN A0MSAE ), Indexfonds also, die die Entwicklung in Brasilien, Russland, Indien und China widerspiegeln würden. Die DekaBank habe hingegen durchaus Positionierungen bei China-ETFs (ISIN DE000ETFL326 / WKN ETFL32 ) beobachtet, ebenso bei Indexfonds mit türkischen Aktien (ISIN DE000A0LGQN1 / WKN A0LGQN ). (23.11.2010/fc/a/f) Kurs- und weitere Informationen zum Thema: ISHARES DAX DE Aktuelle Diskussionen zum Thema: DAX - Bin jetzt voll investiert. (22.11.11) Mein Gewinn System zum ... (15.05.03) Aktuelle Nachrichten zum Unternehmen: iShares und Lyxor mit Top-Noten. (20.08.09) iShares listet fünf ETFs in Mexiko (14.08.09) Feri zeichnet ETFs von Barclays. (11.08.09) Europäischer ETF-Handel deutlich. (08.07.09) Alle Nachrichten zum Unternehmen Aktuelle Analysen zu den Unternehmen: ISHARES DAX DE |