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WKN: ETF127 ISIN: LU0635178014
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Meldung
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die feiertagsbedingte Ruhe an den Märkten ist vorbei, der Handel nimmt wieder an Fahrt auf, so die Deutsche Börse AG.

ETF-Händler würden von einem sehr guten Start ins neue Jahr berichten.
"Die Umsätze sind mehr als überdurchschnittlich", erkläre etwa Andreas Bartels von der Commerzbank. Allerdings würden die Abgaben etwas überwiegen.

Auch Alexander Kuppler von der Deutschen Bank melde "solide Volumina" im Geschäft mit Indexfonds, Florian Perini von Flow Traders spreche von "deutlich anziehenden Umsätzen".

Im Handel mit aktiv gemanagten Fonds gehe es hingegen eher ruhig zu: "Das neue Jahr fängt so an, wie das alte aufgehört hat. Das Handelsaufkommen ist überschaubar", fasse Matthias Präger von der Baader Bank die Lage zusammen.
Bei den passiven Fonds, den ETFs, liege der Fokus weiter auf Aktienprodukten. Dabei stünden DAX- und EURO STOXX-Indexfonds laut Commerzbank eher auf den Abgabelisten (ISIN DE0005933931 / WKN 593393), während bei S&P 500-ETFs die Käufe dominieren würden (ISIN LU0488316133 / WKN ETF012 ). Auch die Deutsche Bank habe ein reges Interesse an US-Indexfonds, konkret S&P-Trackern, festgestellt. "Hier gibt es vor allem Zuflüsse", bemerke Kuppler. "Investoren kehren Europa den Rücken zu und investieren in Nordamerika", meine auch Perini. Neben den USA stehe auch Kanada hoch im Kurs.

Bereits in der Vorwoche habe es sich abgezeichnet: An den lange links liegen gelassenen Emerging Market-ETFs (ISIN LU0292107645 / WKN DBX1EM) würden Investoren allmählich wieder Gefallen finden. "Der Trend geht hin Schwellenländern", meine etwa Bartels. Das bestätige auch Florian Perini: "Es wird auf Nordamerika und die Schwellenländer gesetzt.".

Bei aktiv verwalteten Fonds seien unverändert die großen Mischfonds Schwerpunkt. Gut nachgefragt würden laut Ivo Orlemann von ICF Kursmakler etwa der Flossbach von Storch SICAV Multiple Opportunities (ISIN LU0323578657 / WKN A0M430 ) und der Carmignac Patrimoine (ISIN FR0010135103 / WKN A0DPW0 ). Auch der zuletzt sehr begehrte Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen (ISIN DE000A0M8HD2 / WKN A0M8HD ), der auf deutsche Nebenwerte setze, sei weiter angesagt.

Daneben sei im Geschäft mit Publikumsfonds keine eindeutige Richtung auszumachen. Bei den deutschen, europäischen und internationalen Fonds gebe es zum Teil Zu-, zum Teil aber auch Abflüsse, wie die Baader Bank registriert habe. Matthias Präger melde etwa Käufe beim DWS Select-Invest (ISIN DE0008476565 / WKN 847656 ) und beim DWS Deutschland (ISIN DE0008490962 / WKN 849096 ) sowie Verkäufe beim Uni Deutschland (ISIN DE0009750117 / WKN 975011 ), beim Fidelity Funds European Growth (ISIN LU0048578792 / WKN 973270 ) und beim Allianz RCM Nebenwerte Deutschland (ISIN DE0008481763 / WKN 848176 ).

Umsatzrenner sei der Baader Bank zufolge derzeit der DWS Top Dividende (ISIN DE0009848119 / WKN 984811 ), hier hätten Anleger beherzt zugegriffen. Das Management investiere weltweit in Aktien, die eine bessere Ausschüttung versprechen würden als der Marktdurchschnitt. In den vergangenen drei Jahren habe der Fonds damit eine Rendite von jeweils knapp 15 Prozent erzielt. Auch der Carmignac Investissement (ISIN FR0010148981 / WKN A0DP5W ) komme gut an, ergänze Präger, während sich Investoren von den internationalen Aktienfonds Lingohr-Systematic-LBB-Invest (ISIN DE0009774794 / WKN 977479 ) und M&G Global Basics (ISIN GB0030932676 / WKN 797735 ) eher verabschiedet hätten.

Daneben würden sich Immobilienfonds weiterhin umsatzstark zeigen. "Die Verkäufe überwiegen hier etwas", konkretisiere Orlemann mit Blick auf den SEB ImmoInvest (ISIN DE0009802306 / WKN 980230 ) und den CS Euroreal (ISIN DE0009805002 / WKN 980500 ). Der Immobiliendachfonds DJE Real Estate (ISIN LU0188853955 / WKN A0B9GC ), der Ende 2011 geschlossen worden sei und nun aufgelöst werden solle, werde hingegen in beide Richtungen gehandelt.

Für die großen Verlierer des vergangenen Jahres, die Banken-ETFs, heiße es unterdessen: Neues Jahr, alte Probleme. Die schwierige Kapitalerhöhung der italienischen UniCredit Group in der vergangenen Woche habe den Anlegern offenbar nochmals deutlich gemacht, wie kritisch die Lage in der Branche sei. Die Deutsche Bank melde umfangreiche Abflüsse (ISIN DE0006289309 / WKN 628930), Flow Traders wisse aber auch von Eindeckungen. Der iShares EURO STOXX Banks liege mittlerweile wieder nahe seinem historischen Tief.

Abgesehen davon würden bei Sektoren-ETFs die üblichen Umschichtungen dominieren: Etwa habe die Commerzbank Zuflüsse bei Grundstoff- (ISIN LU0378435472 / WKN ETF063 ) sowie Tourismus- und Freizeit-ETFs (ISIN LU0378437254 / WKN ETF078 ) registriert, während die Deutsche Bank von Abgaben bei Indexfonds mit Dividendentiteln aus dem Gesundheitswesen (ISIN LU0292103222 / WKN DBX1SH ) und Zukäufen bei solchen mit Lebensmittel- und Getränke-Aktien (ISIN LU0292105359 / WKN DBX1FB ) berichte.

Bei Renten-ETFs würden laut Bartels weiter besonders Indexfonds mit deutschen Staatsanleihen gehandelt (ISIN LU0488317610 / WKN ETF540). "Es sind aber vor allem Abgaben", erkläre der Händler. Eindeutig unbeliebt seien zum Jahresauftakt aber Geldmarkt-Indexfonds, die lange zum Parken von Liquidität genutzt worden seien. "Hier sehen wir fast nur Abgaben." Dagegen würden sich Anleger Bartels zufolge beim iShares Barclays Capital Euro Corporate Bond ex-Financials (ISIN DE000A0YEEX4 / WKN A0YEEX ) positionieren, einem ETF mit Unternehmensanleihen, der Bankanleihen ausschließe. (10.01.2012/fc/a/e)



 

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