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WKN: ETF127 ISIN: LU0635178014
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Meldung
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Trotz nachlassender Dynamik an den Aktienmärkten bleibt die Stimmung im ETF-Handel überwiegend freundlich, auch wenn es, je nach Nachrichtenlage, immer mal wieder zu Abgaben kommt, so die Deutsche Börse AG.


Unter dem Strich sei das Geschäft ausgeglichen mit leichtem Käuferüberhang, wie die meisten Händler meinen würden. Dabei seien die Umsätze gut. "Anleger zeigen sich mittlerweile wieder etwas vorsichtiger", kommentiere Jörg Sengfelder von der DekaBank.

Im Mittelpunkt des Interesses stünden, wie üblich, Aktien-Indexfonds. Der DAX habe, trotz Einbußen am Freitag, in der vergangenen Woche immerhin noch um 1,7 Prozent zulegen können, nach dem Rücksetzer am gestrigen Montag gehe es auch am heutigen Dienstag wieder aufwärts. Eins zu eins schlage sich die Entwicklung der Dividendentitel am ETF-Markt aber nicht nieder. Die Deutsche Bank melde im Handel mit DAX-Trackern (ISIN LU0274211480 / WKN DBX1DA ) Käufe und Verkäufe in gleichen Maßen, bei EURO STOXX 50-Indexfonds (ISIN LU0274211217 / WKN DBX1EU ) spreche Alexander Kuppler von einer leichten Verkäuferdominanz. Mehr Beachtung als üblich finde der US-Nebenwerte-Index Russell 2000 (ISIN LU0322248658 / WKN DBX1AB ).

Auch Flow Traders sehe Handel in beide Richtungen in europäischen und US-amerikanischen Indexfonds. Nichts so die Commerzbank: "Es gibt einen klaren Käuferüberhang bei DAX-, EURO STOXX 50- und auch S&P 500-Indexfonds (ISIN LU0378438732 / WKN ETF001)", erkläre Frank Mohr. Auch beim MDAX-ETF (ISIN DE0005933923 / WKN 593392 ) hätten Anleger meist zugegriffen. "Unternehmen präsentieren sich gut, zudem ist viel Geld da, das angelegt werden muss."

Unterdessen würden die im vergangenen Jahr verschmähten Banken-ETFs wieder auf Interesse stoßen. Laut Jörg Sengfelder von der DekaBank würden sich Anleger bei EURO STOXX Banks- (ISIN DE0006289309 / WKN 628930) und STOXX Banks-ETFs (ISIN DE000A0F5UJ7 / WKN A0F5UJ ) kauffreudig zeigen. Short-Produkte auf den Bankensektor würden hingegen abgestoßen. "Bei uns dominieren mit 65 bis 70 Prozent die Zuflüsse in Banken-ETFs (ISIN LU0378435399 / WKN ETF062 )", konkretisiere Frank Mohr. Der Banken-Tracker von iShares (ISIN DE0006289309 / WKN 628930 ) verzeichne auf Sicht von einem Monat ein Plus von 8 Prozent, auf Jahressicht sei allerdings immer noch ein Minus von 41 Prozent zu verbuchen.

Im Übrigen würden Anleger laut Commerzbank auch an ETFs mit Technologie-, Automobil- und Versicherungswerten (ISIN LU0378437098 / WKN ETF076) Gefallen finden. "Defensive Werte werden hingegen eher abgegeben", ergänze Mohr und nenne Telekommunikations-, Grundstoff- und Gesundheits-Indexfonds (ISIN LU0378437171 / WKN ETF077) als Beispiele.

Wenn sich Investoren für Schwellenländer-Indexfonds (ISIN DE000A0HGZT7 / WKN A0HGZT) entscheiden würden, dann meist für marktbreite Produkte, wie Händler beobachten würden. Doch auch auf einzelne Länder werde gesetzt, und hier würden offenbar abermals die BRIC-Staaten ziehen. Laut Deutsche Bank hätten Anleger bei ETFs (ISIN LU0292109344 / WKN DBX1MR ) mit brasilianischen Aktien zugegriffen, die DekaBank sehe vor allem Käufe bei Russland- und China-Fonds (ISIN FR0010326140 / WKN LYX0AF). Flow Traders habe ebenfalls Zuflüsse beim db x-trackers Russia (ISIN LU0322252502 / WKN DBX1RC ) ausgemacht, doch auch türkische Aktien kämen gut an (ISIN DE000A0LGQN1 / WKN A0LGQN ).

Anders als auf dem Höhepunkt der Eurokrise stünden ETFs mit Bundesanleihen nicht mehr unbedingt nur auf den Einkaufslisten. Einige Händler würden sogar mehrheitlich Abflüsse melden: "Es sind aber keine massiven Verkäufe", räume Kuppler mit Blick auf den db x-trackers II iBoxx Euro Germany 1-3 (ISIN LU0468897110 / WKN DBX0C9 ) ein. Auch laut Commerzbank würden sich Investoren tendenziell von deutschen und auch europäischen Staatsanleihen trennen. Flow Traders melde hingegen Käufe (ISIN DE000ETFL185 / WKN ETFL18).

Außerdem werde nach wie vor mit Geldmarktfonds (ISIN LU0378437684 / WKN ETF100 ) Kasse gemacht. "Das dient der Liquiditätsbeschaffung", erkläre Mohr. Im Bereich Fixed Income wollten Anleger von Banken übrigens nach wie vor nichts wissen. "Gefragt sind ETFs mit Unternehmensanleihen außerhalb des Bankensektors", erkläre Sengfelder mit Verweis auf den ETFlab iBoxx Euro Liquid Non-Financials Diversified (ISIN DE000ETFL383 / WKN ETFL38 ) und den iShares Barclays Capital Euro Corporate Bond ex-Financials (ISIN DE000A0YEEX4 / WKN A0YEEX ). (31.01.2012/fc/a/e)


 

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