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WKN: ETF127 ISIN: LU0635178014
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Meldung
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Goldpreis-Crash, DAX auf Jahrestief, auch andere Börsen mit Einbußen: Die vergangene Woche war an Aufregern nicht arm, so die Deutsche Börse AG.

Auch ETF-Händler hätten alle Hände voll zu tun gehabt.
"Weit überdurchschnittliche Umsätze", melde Andreas Bartels von der Commerzbank. Jörg Sengfelder von Flow Traders spreche ebenfalls von einem guten Handelsaufkommen.

Dass es aufgrund der Kursrückgänge an den Börsen zu einer Flucht aus Aktien-Indexfonds gekommen sei, könne allerdings nicht behauptet werden. Laut Commerzbank hätten in DAX- und EURO STOXX 50-Trackern (ISIN LU0378438732 / WKN ETF001) unter dem Strich sogar Käufe überwogen. "Anfang der Woche waren es noch mehr Abflüsse, zum Ende der Woche aber ganz klar Zuflüsse. Die günstigen Kurse werden für einen Einstieg genutzt." Auch bei Gregor Hamme von der UniCredit Group hätten Positionierungen dominiert, Flow Traders in Amsterdam melde hingegen einen leichten Verkäuferüberhang: "Es gab aber auch Käufe."

Getrennt hätten sich Investoren Bartels zufolge von Short-DAX-ETFs (ISIN LU0292106241 / WKN DBX1DS ). Daneben habe es Abflüsse aus der zweiten Reihe gegeben: "SDAX- und MDAX-Indexfonds (ISIN LU0603942888 / WKN ETF005) wurden abgestoßen." Beide Indices hätten sich in den vergangenen Monaten deutlich besser entwickelt als der DAX, Anleger würden nun offenbar Gewinne mitnehmen.

Ganz klar auf den Einkaufslisten hätten US-Aktien gestanden, etwa mit dem Comstage MSCI North America (ISIN LU0392494992 / WKN ETF113 ) und dem Comstage S&P 500 (ISIN LU0488316133 / WKN ETF012 ), wie Bartels beobachtet habe. Doch auch hier hätten es Bluechips sein müssen: "Anteile am iShares S&P Small Cap 600 (ISIN DE000A0RFEB1 / WKN A0RFEB ) wurden verkauft", bemerke Sengfelder.

Der kräftige Kursanstieg in Japan - gestern sei der Nikkei 225 auf eine neues Fünfjahreshoch geklettert - werde von ETF-Anlegern zunehmend mit Argwohn betrachtet, wie Flow Traders festgestellt habe. Es wüchsen Zweifel an der extrem expansiven Geldpolitik der Bank of Japan. "Das Problem ist ja: Entweder geht die Strategie auf, oder sie endet in einer großen Krise." So hätten einige Investoren von ETFs auf japanische Aktien lieber die Reißleine gezogen. "Aber es gab auch noch Käufer." Der iShares MSCI Japan (ISIN DE000A1H53L9 / WKN A1H53L ) verzeichne auf Sicht von sechs Monaten übrigens mittlerweile ein Plus von fast 25 Prozent.

Der Optimismus hinsichtlich Investments in Schwellenländern sei schon vorher angekratzt gewesen - den Eindruck habe zumindest Stefano Valenti von der UniCredit Group. "Im März ist der Risikoappetit zurückgegangen, seitdem sehen wir überwiegend Abflüsse." Betroffen seien besonders ETFs auf russische und lateinamerikanische Aktien. "Nur Spezielleres ist gesucht, etwas der iShares Dow Jones Emerging Markets Select Dividend (ISIN DE000A1JXDN6 / WKN A1JXDN )."

Bartels zufolge habe die Nachfrage nach Schwellenländeranlagen aber wieder etwas angezogen: "Erstmals seit längerer Zeit wurden Emerging Markets-ETFs (ISIN LU0635178014 / WKN ETF127 ) wieder in größerem Umfang gekauft." Commerzbank und Flow Traders hätten Brasilien als Favoriten ausgemacht, Russland und Osteuropa seien hingegen unbeliebt.

Im Handel mit Sektoren-ETFs hätten Banken-Produkte (ISIN DE0006289309 / WKN 628930 ) weiterhin einen schweren Stand, ein großer Teil der seit dem vergangenen Sommer erzielten Kursgewinne sei dahin. "Bei uns wurden Banken-Indexfonds abgestoßen", erkläre Sengfelder. Hamme habe hingegen erste Eindeckungen beobachtet, etwa im Lyxor STOXX Europe 600 Banks (ISIN FR0010345371 / WKN LYX0AP ): "Es gibt Anzeichen für eine Gesundung der Branche."

Daneben sei es zu den üblichen Umschichtungen gekommen: Sengfelder zufolge hätten Anleger bei Versorger-ETFs (ISIN DE000A0Q4R02 / WKN A0Q4R0 ) zugegriffen. Bei der Commerzbank hätten ETFs auf die Grundstoff-, die Lebensmittel- und Getränke- sowie die Immobilienbranche (ISIN LU0378435472 / WKN ETF063) Fans gefunden - allerdings auf einem niedrigen Niveau.

Im Handel mit Renten-ETFs sei der Trend derzeit eindeutig: Von deutschen Staatsanleihen möchten Anleger nicht mehr viel wissen. "Das Interesse an normalen Staatsanleihen ist abgeflacht. Das ist angesichts der Zinsen ja auch kein Wunder", kommentiere Sengfelder. Die meisten Portfolios seien aber bereits bereinigt - und die Umsätze entsprechend gering. Viele Abnehmer würden den Händler zufolge dagegen höherverzinsliche Staats- sowie Unternehmensanleihen finden. Bartels melde außerdem auffällig regen Handel in Pfandbrief-Indexfonds, mit einem kleinen Käuferüberhang. "Investoren wollen zumindest ein bisschen mehr Rendite." (23.04.2013/fc/a/e)


 

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