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WKN: ETF127 ISIN: LU0635178014
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Meldung
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Vorweihnachtszeit ist für die Aktienbörsen alles andere als besinnlich, zwei Tage mit heftigen Kurseinbrüchen scheinen nicht genug, so die Deutsche Börse AG.


Auch am Dienstag rutsche der DAX nach negativen Vorgaben aus den USA und Asien in die Verlustzone und notiere am Morgen zwischenzeitlich bei 9.219 Punkten. Damit stehe seit Anfang vergangener Woche ein Minus von rund 8 Prozent zu Buche, selbst die Bilanz für 2014 sei inzwischen negativ.

An den Rahmenbedingungen habe sich nach Meinung der Helaba wenig geändert. Der fallende Ölpreis und schwächere Konjunkturdaten aus China hätten weiterhin auf die Anlegerstimmung gedrückt. Hinzu kämen technische Faktoren. Mittlerweile habe der DAX die wichtige 200-Tage-Linie deutlich unterschritten und an der Wall Street lasse ein bestätigtes "Hindenburg Omen" die Alarmglocken klingeln. In der technischen Analyseweise ein solches Signal, das durch eine hohe Zahl neuer Hoch- und Tiefpunkte entstehe, auf schwierige Situationen an den Aktienmärkten hin. Ungewöhnlich seien die zahlreichen aufeinander folgenden Hindenburg-Omen in den vergangenen zwei Wochen.

Diese Entwicklungen würden sich laut ETF-Spezialisten im Handel widerspiegeln. "Gestern gab es einen regelrechten Ausverkauf", berichte Frank Mohr von der Commerzbank. ETFs auf Schwellenländerindices seien besonders betroffen, unabhängig davon, ob es um Aktien- oder Bond-Produkte gehe. Anleger hätten sich beispielsweise von Indexfonds getrennt, die an den MSCI Emerging Marktes (ISIN / WKN A1C9B0) und den MSCI EM Asia (ISIN IE00B466KX20 / WKN A1JJTG) gekoppelt seien. Gleichzeitig stünden Staatsanleihen (ISIN nicht bekannt/ WKN A1C9B0 ) und Unternehmensanleihen (ISIN IE00B6TLBW47 / WKN A1JWS3 ) von Schwellenländern zur Disposition.

Vergangene Woche habe das noch anders ausgesehen: Die Commerzbank habe über alle Anlageklassen hinweg mit 53 Prozent Käufen und 47 Prozent Verkäufen eher ausgeglichene Bewegungen in beide Richtungen registriert.

Emerging Markets-Aktienportfolios (ISIN IE00B0M63177 / WKN A0HGWC ) würden auch bei Marco Salaorno zu den großen Verlierern gehören. Allerdings hätten sich Anleger dem Händler der Société Générale zufolge deutlich in ETFs mit chinesischen Werten etwa im db-x trackers CSI300 (ISIN LU0779800910 / WKN DBX0M2 ) und im Lyxor ETF China Enterprise (ISIN FR0010204081 / WKN A0F5BW ) positioniert.

Die größten Bewegungen mache Salaorno bei Aktienprodukten der Industrienationen aus. "In diesem Segment war außergewöhnlich viel los, auch wenn sich Tendenzen angesichts der alles überlagernden Tagesverläufe an den Börsen nur schwer ausmachen lassen." Zwischenzeitlich seien MSCI Europe- (ISIN LU0274209237 / WKN DBX1ME ) und DAX-ETFs (ISIN LU0274211480 / WKN DBX1DA ) zwar massiv verkauft worden. "Auf der anderen Seite nutzten Anleger die niedrigen Kurse zum Einstieg." Tracker des marktbreiten MSCI World (ISIN IE00B0M62Q58 / WKN A0HGV0 ) und MSCI Europe-Werte (ISIN IE00B1YZSC51 / WKN A0MZWQ ) seien dann wieder in den Anlegerdepots gelandet.

Bei Renten-ETFs würden Investoren bevorzugt auf Renditekurs aus dem Bereich Unternehmensanleihen bleiben, wie Salaorno melde. Staatsanleihen der Eurostaaten etwa im Euro MTS Global Index (ISIN FR0010028860 / WKN A0B9ED ) und Deka iBoxx EUR Liquid Sovereign Diversified 10+ (ISIN DE000ETFL169 / WKN ETFL16 ) würden in Summe gekauft.

2014 sei für Anbieter von Indexfonds übrigens zweifellos ein erfolgreiches Jahr. Allein im vergangenen Monat habe es laut BlackRock per Saldo Mittelzuflüsse in Höhe von 40,1 Milliarden US-Dollar weltweit gegeben. Dies entspreche rund 32,3 Milliarden Euro. Seit Jahresbeginn entwickle sich der Markt mit einem Plus von 267,9 Milliarden US-Dollar bzw. 216,1 Milliarden Euro mehr als erfreulich. Insgesamt hätten ETF-Anbieter per Ende November Anlegergelder von rund 2,7 Billionen US-Dollar bzw. 2,2 Billionen Euro verwaltet. (16.12.2014/fc/a/e)


 

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