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WKN: ETF127 ISIN: LU0635178014
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Meldung
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die zwischenzeitlichen Verluste an den Aktienmärkten konnten ETF-Anleger nicht abschrecken, so die Deutsche Börse AG.


"Trotz der Konsolidierung überwogen bei uns im Aktienbereich ganz klar die Zuflüsse", berichte Andreas Bartels von der Commerzbank. Auch Florian Lenhart von der UniCredit spreche von einem deutlichen Käuferüberhang - vor allem in europäischen Aktien.

"Von einem Sommerloch merken wir bisher noch nichts", erkläre der Händler mit Blick auf die Umsätze außerdem. Bartels zufolge mache sich die Ferienzeit aber langsam bemerkbar, auch wenn die Umsätze vergangene Woche noch "recht ordentlich" ausgefallen seien. Er melde 30.000 Transaktionen für die Vorwoche.

Gekauft worden seien vor allem EURO STOXX-, S&P 500- und MSCI World-Tracker, wie Bartels berichte. Lenhart zufolge hätten sich Anleger auf EURO STOXX-Indexfonds (ISIN DE0005933956 / WKN 593395) konzentriert - über alle Emittenten hinweg. Auch bei Anteilen an MSCI Europe-ETFs (ISIN IE00B4K48X80 / WKN A0RPWG ) sei zugegriffen worden, ebenso wie an MSCI USA-Trackern. In S&P-ETFs sei das Bild hingegen gemischt ausgefallen.

"An DAX-ETFs (ISIN DE0005933931 / WKN 593393 ) ist das Interesse übrigens sehr gering", ergänze der Händler. Unter den europäischen Ländern sei vor allem Italien gefragt, Anleger hätten sich in FTSE MIB-ETFs positioniert.

Auch Schwellenländeraktien kämen wieder gut an, wie Bartels feststelle, gesetzt werde auf breite Indices. Hier würden offenbar die niedrigeren Kurse ebenfalls für einen Einstieg genutzt. So habe etwa der Comstage MSCI Emerging Markets (ISIN LU0635178014 / WKN ETF127 ) in den vergangenen Wochen etwas nachgegeben. Seit Jahresanfang komme der Indexfonds aber immer noch auf ein Plus von über 10 Prozent.

Innerhalb der Branchen gebe es den Händlern zufolge derzeit einen klaren Favoriten: Die Banken. "Finanzinstitute profitieren von den Zinserhöhungsfantasien", bemerke Bartels. In der Eurozone würden sich nämlich derzeit die Anzeichen für eine geldpolitische Straffung mehren, der Euro-Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264 ) habe in den vergangenen zwei Wochen deutlich nachgegeben, die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen sei innerhalb kurzer Zeit von 0,25 auf aktuell 0,56 Prozent geklettert.

Rege gehandelt worden seien vor allem der iShares EURO STOXX Banks (ISIN DE0006289309 / WKN 628930 ), der Source EURO STOXX Optimised Banks (ISIN IE00B3Q19T94 / WKN A1JFG7 ) und der iShares STOXX Europe 600 Banks (ISIN DE000A0F5UJ7 / WKN A0F5UJ ), wie die Umsatzliste der Börse Frankfurt für die vergangenen fünf Handelstage zeige.

Weiter abgestoßen würden Bartels zufolge Technologiewerte mit STOXX Europe 600 Technology-ETFs (ISIN LU0378437098 / WKN ETF076). Der Index habe sich zuletzt wieder erholt, habe seine Verluste seit dem Hoch im Juni aber noch nicht wieder ausbügeln können. Ebenfalls auf den Abgabelisten hätten bei den Commerzbank-Kunden Versorgeraktien gestanden (ISIN LU0378437338 / WKN ETF079 ).

Im Anleihebereich werde alles verkauft, zumindest fast alles. Bemerkbar machen würden sich auch hier die steigenden Zinsen und sinkenden Anleihekurse. Lenhart melde Abflüsse aus europäischen Staatsanleihen aller Laufzeiten sowie europäischen Unternehmensanleihen (ISIN IE0032523478 / WKN 778928 ), aber Zuflüsse in US-amerikanischen Corporate Bonds (ISIN IE0032895942 / WKN 911950 ).

Auch laut Bartels seien europäische Anleihen abgegeben worden. Außerdem hätten sich Anleger vom Comstage Commerzbank Bund-Future Short (ISIN LU0530119774 / WKN ETF562 ) getrennt, der zuletzt deutlich gestiegen sei. "Das sind Gewinnmitnahmen." (Ausgabe vom 11.07.2017) (12.07.2017/fc/a/e)


 

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